ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Startseite
  Neuigkeiten
  Historie
  Pressestimmen
  Redaktion
  Kontakt
  Sitemap
  Haftungsausschluss
  Impressum


NEUIGKEITENals RSS-Feed abonnieren

03.04.2008
Da sind die Plagegeister wieder unterwegs (Wolfgang Back)

Irgendwann bekam ich eine Aufforderung nun endlich die Jahregebühr für die Nutzung einer Datenbank in Höhe von 60 Euro zu zahlen. Nachdem der Brief von einem Rechtsanwalt kam, waren natürlich schon happige Aufschläge drauf. Irgendwie ging es um 100 Euro, die ich zu zahlen hatte.
Es wurde frech behauptet, dass ich einen Vertrag mit einer Genealogie.de abgeschlossen hätte. Ich konnte mich daran nicht erinnern. Doch ein Blick ins Internet brachte Klarheit. Ich war nicht der einzige, der darauf wohl rein fiel. Dem Rechtsanwalt drohte ich mit einer Gegenklage und habe niemals mehr etwas von ihm gehört. Ich glaube er hieß Höller und kam aus Bonn.

Für mich war die Sache (2006) mittlerweile abgeschlossen. Doch weit gefehlt. Gestern flatterte ein erneuter Brief bei mir ein. Ordentlich frankiert und maschinengeschrieben.
Jetzt heißt der Rechtsanwalt Katja Günther aus München, Brienner Str. 44.

Auch diese Dame ist mittlerweile als Abzock - Königin wohlbekannt. Ein google Eintrag mit 'Katja Günther, RA" führt zu unendlich vielen Treffern (331.000). In allen Artikeln wird sie kräftig beschimpft. Offensichtlich hat man "meinen" Höller und eine Frau RA Lürmann schon zur Aufgabe bewogen. Jetzt also habe ich es mit Frau Günther zu tun.

Die Hauptforderung ist geblieben: 60 Euro. Dazu kommen aber 5 Euro Mahngebühren, zzgl. 5.91% Verzugszinsen. Macht 70,91 Ocken.
Jetzt kommt natürlich die neue Gebühr (1,3 fach §§ 13,14,nr. 2300 VV RVG) hinzu, so dass eine Rechnung von 32,50 zzgl. entstanden ist. Mit den Post und Telekommunikationskosten von 6,50 € beläuft sich die Forderung auf 109,91 €.

Natürlich werde ich diesen Betrag nicht bezahlen, da einige Parameter unstimmig sind:
1. es ist kein Vertrag zustande gekommen, den ich erfüllen muss.
2. es wurde keine Unterschrift geleistet, noch wurde gut sichtbar auf ein evtl. verbindliches Handeln hingewiesen.
3. ich werde sowohl die Betreiber der Genealogie.de wie auch die Rechtsanwältin mit einer Strafanzeige überziehen.

Nach einem Gerichtsurteil gegen das Bundesjustizministerium wurde festgehalten, dass der Mitschnitt der IPAdresse verfassungswidrig ist.(siehe CCZwei 90) Immerhin musste auch der Staatsanwalt bemüht werden, um aus der IPAdresse meine persönlichen Daten herauszulesen.

Und dann kommt da noch etwas ganz tolles: um mich einzuschüchtern, will man alles der Schufa melden, so dass ich nur noch erschwert einen Kredit bekommen werde. Diese Mitteilung trägt den Charakter einer Erpressung.

Ich frage mich immer wieder, wie es sein kann, dass solche "schwarzen" Schafe nicht von der Anwaltskammer und von der Justiz ausgemerzt werden. Wie kann es so lange dauern, dass irgendwelche Regeln zum Abmahnwesen herauskommen. Wie kann es sein, dass jemand Geld herausschlagen kann, wenn eine Dimension falsch genutzt wurde. Zum Beispiel darf man keinen 15 " Monitor anbieten, wenn man nicht auch die cm Diagonale nennt. Sind wir eigentlich alle bekloppt, um uns das bieten zu lassen? Warum streiten wir nicht mehr für unsere Rechte? Und dazu gehört auch, dass vor allem Jugendliche nicht sofort straffällig werden, wenn sie mal etwas übersehen haben. Klar, man kann sagen, die wollten ja erwachsen werden. Doch oftmals sind sie es eben doch nicht und brauchen unsere Hilfe, um sich im Leben zurechtzufinden.

Wer die jungen Leute mit hinterhältigen Machenschaften straucheln lässt, um sich an ihnen oder deren Eltern zu bereichern, der sollte mit Bravour zur Vernunft gebracht werden.

Ich sehe nicht das Problem bei mir. Ich kann mir durchaus helfen und werde auch den Streit gewinnen. Doch die vielen Menschen, die ohne Beihilfe da stehen, werden schwach und zahlen lieber.

Wir sollten endlich einen richterlichen Spruch zur Abschaffung der geldbringenden Abmahnung erreichen. Man kann ja seine Einwände darlegen - doch bitte ohne damit Geld zu scheffeln.
Wir sollten ernsthaft darauf bestehen.



zurück zum Archiv

Druckversion Impressum Haftungsausschluss