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15.05.2008
Man muss sich nur zu helfen wissen (Wolfgang Back)

Heute habe ich kostenlos eine Unterrichtsstunde in praktischer Physik erhalten. Wie breiten sich elektromagnetische Wellen aus? Das war das Unterrichtsthema, das in mehreren Fallbeispielen geübt wurde. Alles hat etwas mit meinem geliehenen Internetzugang zu tun. Dass der nicht sehr stabil ist, das wurde mir klar, als ich die Feldstärkeanzeige gesehen habe. Gerade einmal ein Kästchen von fünf wird grün angezeigt.
Als heute Nachmittag des Wetter umschlug und sich Regen ankündigte, ging es mit der Geschwindigkeit immer mehr bergab. Der See verdunkelte sich und Wellen entstanden, die einen kräftigen Regenschauer vorankündigen. Je dunkler es wurde, desto langsamer wurde das Internet, bis es plötzlich ganz abbrach.

Daraus zog ich dann den ersten Lehrsatz der elektromagnetischen Wellen: Diese Wellen mögen keinen Regen. Sie stellen sich irgendwo unter, weil sie nicht nass werden wollen. Sie verweigern einfach ihren Dienst bei schlechtem Wetter.

Auf dem Balkon, auf dem ich mit dem Computer sitze, ist eine Mauerbrüstung, wie man unten sehen kann. Wenn der Computer auf dem Tisch steht, dann ist diese Mauer eine Bremse für die Wellen.

Der zweite Lehrsatz lautet damit: Wenn elektromagnetische Wellen ihr Opfer nicht sehen, dann fliegen sie einfach vorbei. Sie machen keine Umwege. Recht egoistische Typen.

Nun hätte ich mit diesem Wissen den zweiten Lehrsatz sofort umsetzen können und den Computer auf die Brüstung stellen können, wenn da nicht der Regen wäre, der in den Computer gelaufen wäre. Zwar habe ich große Erfahrung mit solchen Ereignissen; doch die Tastatur ist gerade neu eingebaut. Aus dieser Erkenntnis entstand der Arbeitsplatz 1 mit Internetzugang. Siehe Bild.



Es ist nicht sehr bequem so zu arbeiten, doch es geht auf jeden Fall.

In der Wohnung haben wir einen Kabelanschluß von Swisscom. Ähnlich wie zu Hause, so ärgere ich mich hier auch über die Willkür der Kanalbelegung. Jedenfalls ist in diesem Jahr das ZDF nicht mehr dabei. Ebenso fiel SAT1 weg. Dafür kamen ein paar französische Programme hinzu.
Auch DVB-T hilft nicht so recht weiter. Gerade einmal 4 Sender werden angeboten. Darunter ist 1 deutschsprachiger Kanal und zwar SF1, das Schweizer Fernsehen; aber das bekommt man auch im Kabel.
Und dann noch dieses: man hat mir Bescheid gegeben, ich möge doch am Donnerstagnachmittag mal den WDR einschalten, er sei da mit einem Beitrag zu sehen. "Lieber guter Freund", so dachte ich, "Wenn Du wüsstest, wie ich hier mit den deutschen Sendern kämpfe..."
Dann kam mir die Idee, es einmal mit Zattoo zu probieren. Die haben wahrscheinlich keinen WDR - aber vielleicht das ZDF im Angebot. Wer nicht weiß, was Zattoo darstellt, dem hilft die URL http://www.zattoo.com weiter.
Ich war jedenfalls erstaunt, als ich im Programmangebot das ZDF und gar den WDR vorfand. Aber mit einem Fernsehbild war es nicht weit her. Neben Artefakten war ab und zu mal auch ein Tonbrocken zu hören.
"Das sind zu wenige Wellen, die sich da tummeln", war meine Meinung dazu. "Du musst das Angebot verbessern, damit sich mehrere Wellen bei Dir heimisch fühlen." Dass elektromagnetische Wellen so korrupt sind und auf eine Schaumschlägerei hereinfallen, das hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht einfallen lassen. Doch es ist so. Je höher - desto besser.
Damit lautet der dritte Lehrsatz: elektromagnetische Wellen sind korrupt und fliegen dorthin, wo quasi der Turmbau zu Babel begonnen wurde. Es wird daher mit diesen Wellen bitterböse enden.



Mit dieser Konstruktion konnte ich die Wellen dazu bringen, mir den WDR einigermaßen gut und termingerecht zu transportieren.
Wenn morgen wieder schönes Wetter ist, dann werde ich alles wieder zurückbauen, denn dann sind die Wellen wieder fleißiger unterwegs.  

Mein Problem könnte ich mit einer zusätzlichen besseren WLAN Antenne lösen. Doch ich habe keinen Anschluß für eine externe Antenne; weder an dem großen QOSMIO noch an dem kleinen VAIO. Das nächste Mal muss ich dann einen alten Router mitbringen, dem man mit einer Richtantenne Beine machen kann. Die Bauanleitung für die Blechdosenantenne habe ich mir schon einmal angesehen.



Ich überlege noch, ob ich morgen einmal eine Linsensuppe kochen soll, um an die Büchse ranzukommen. Ein kleines Messingröhrchen und schon ist man da.

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