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13.06.2008
Was ist mit diesem UDF Format denn los? (Wolfgang Back)

Im Forum sind einige Leute, die die Welt durcheinanderbringen. Sie behaupten, dass unsere DVD nicht lesbar wäre. Und dann stellt sich heraus, dass sie ein altes Apple- oder  Windowsbetriebssystem betreiben. UDF wurde gerade für den Zweck entwickelt, um Plattformen zusammen wachsen zu lassen. In der Definition ist dies deutlich vermerkt.

Universal Disk Format (UDF) ist ein von der Optical Storage Technology Association (OSTA) entwickeltes und spezifiziertes, vor allem bei DVDs verwendetes, plattformunabhängiges Dateisystem, welches zukünftig das ISO 9660-Format ablösen soll. UDF wurde als ISO 13346 normiert, das auch unter dem Namen ECMA-167 bekannt ist. Prinzipiell ist UDF jedoch für alle RW- und RO-Medien sinnvoll einsetzbar und eine leistungsfähige Alternative zum veralteten und unfreien FAT-Dateisystem.
Im Vergleich zu ISO 9660 fallen bei UDF einige Beschränkungen weg:
* Dateinamen können bei UDF bis zu 255 Zeichen lang sein, wobei aus insgesamt 64.000 möglichen Zeichen gewählt werden kann. (Zum Vergleich: Bei ISO 9660 Level 1: 8 Zeichen für den Dateinamen plus 3 für die Dateinamen-Erweiterung; bei ISO 9660 Level 2: bis zu 31 ISO-Zeichen; bei Joliet (nur MS Windows und OS/2 Warp): bis zu 64 Unicode-Zeichen.)
   * Keine Beschränkung der Verzeichnistiefe auf acht Ebenen; maximale Pfadlänge: 1023 Zeichen.
   * Unterstützung von 8- und 16-Bit-Zeichensätzen.
   * Unterscheidung der Groß- und Kleinschreibung in Dateinamen.
   * Speicherung der Dateiattribute verschiedener Betriebssysteme.
   * Erweiterung der möglichen Größe des Dateisystems in den Terabyte-Bereich; Aufhebung der maximalen Dateigröße von zwei Gigabyte.
   * Optimierungen für das Beschreiben von DVD±R/DVD-RW und DVD-RAM.

UDF wurde also eingeführt für alle modernen Betriebssysteme. UDF wir vielleicht etwas vorwitzig von Vista als Standard beim Brennvorgang eingesetzt. Der User erfährt nichts davon.
Somit wird plötzlich etwas zum Standard, das keiner begreift, da er zu einer Umstellung gezwungen wird. Diese Umstellung soll ihm den Himmel auf Erden bringen. Dabei können andere wiederum auf der Strecke bleiben. So ist es wohl in unserem Fall passiert. Das Brennprogramm für das Original machte seine Arbeit in einem Vistarechner. Damit war UDF vorgegeben, was wohl auch richtig ist. Denn die modernen Betriebssysteme, wie LEOPARD von Apple können wohl UDF problemlos lesen und verarbeiten. Bei Linux hat es wohl eine Macke gegeben. Eigentlich sollte Linux schon längst das Format verarbeiten können. Doch momentan braucht man wohl noch einen Patch dazu, der eingespielt werden muss.
Johannes Wotzka, der ja den Player auf der DVD programmierte und sich um die Verwaltung der Daten kümmerte, schickte mir eine Mail mit einigen Vorschlägen für die UDF Geschädigten:

So, hier mal die hoffenlich funktionierenden Workarounds:

LINUX:
Für Linux gibt es einen Kernelpatch:
http://www.thinkwiki.org/wiki/UDF_2.01_on_Linux
Linux kann eigentlich UDF Lesen, auch UDF 2.01,
aber offenbar gibts speziell mit dem UDF von
Vista Probleme.

MAC OSX:
Für ältere Versionen (<=10.4) scheint es da keine Chance
zu geben. Erst ab Leopard (10.5) ist Mac OSX im Stande UDF 2.01
zu Lesen. Allerdings hab ich das auch nur gelesen.

WINDOWS ÄLTER ALS XP:
Man kann natürlich UDF-Tools wie Nero InCD installieren,
aber die verlangsamen doch alles sehr. Die einfachste Lösung
ist es vermutlich ein Tool wie UltraISO zu benutzen. Damit
kann man ein Image der DVD anlegen und es anschließend
auspacken.

DVD-PLAYER:
Da kann man nichts machen, die allermeisten können
UDF 2.01 nicht.
Grüße,
Johannes <Blitzcoder> Wotzka



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