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24.07.2008
Es geht immer weiter (Wolfgang Back)

Gestern ging die Meldung durch die Ticker:
Kabinett winkt Personalausweis mit Internetfunktion durch
Das Bundeskabinett hat heute dem Entwurf des Gesetzes über Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis sowie zur Änderung weiterer Vorschriften zugestimmt. Man hat damit den Weg für die Einführung des elektronischen Personalausweises im Scheckkartenformat geebnet. Dieser soll ab November 2010 den bisherigen Personalausweis ablösen.

Da ist was Gutes dran. Eigentlich sollten wir ja schon längst über eine digitale Unterschrift verfügen, um Internetgeschäfte rechtsgültig abschließen zu können. Da ist sicherlich ein großer Bedarf vorhanden. Doch kann dieser Ausweis das Problem heben?

Vor ein paar Jahren kam die Idee der elektronischen Unterschrift schon einmal auf uns zu. Man sollte seine Identität bei sogenannten Trust Centern hinterlegen. Diese sollten dann einen codierten Ausweis erstellen, der einmalige Gültigkeit haben sollte. Doch leider hatte man so einiges vergessen. Zum einen war es die nicht genormte Ausgabe der Ausweise. Ein von Telesec ausgegebener digitaler Ausweis passte nicht bei Bestellungen bei Quelle (jetzt angenommen, ohne Beweis), der andere eines anderen Trust Centers passte nicht bei z.B. Neckermann.
Damit war die digitale Unterschrift schon in Verruf geraten und niemand wollte sie haben. Wenn man jetzt bei dem angedachten E-Pass lernen würde, dann wäre dies sicherlich eine gute Sache. Ich kann mich mit meinem Pass im Netz eindeutig individualisieren. Das bin Ich und sonst keiner.
Da über die Realisierung des e-Ausweises noch wenig bekannt ist, muss man erst einmal warten, was da geplant ist. Dann sollten junge Professoren wie Prof. Pfitzmann, Dresden oder Prof. Backes, Saarbrücken, über die geplante Sicherheitsebene urteilen. Wenn das ohne Einsprüche glatt geht, dann könnte viel geschaffen werden.

Man rechnet allein im Bereich der Kontoeröffnungen mit Einsparungen von jährlich rund 130 Millionen Euro, weil laut Pressemitteilung des BMI "der Identitätsnachweis nun im Internet besonders zuverlässig und schnell erfolgen kann." Offensichtlich sah man Handlungsbedarf, um einen Standard-Identitätsnachweis fürs Web zu erstellen. Anstatt bei der Vielzahl der Anbieter jeweils eigene Passwörter zu verwenden, sollen sich die Bundesbürger zukünftig einheitlich mit ihrem ePass identifizieren. Die Anbieter müssen so bei einer staatlichen Stelle ein Berechtigungszertifikat beantragen. Damit kann die Firma (wie z. B. Online-Shops) dann personenbezogene Daten wie Name, Anschrift, Alter etc. aus dem Ausweis-Chip online beziehen. Mithilfe eines Lesegeräts und der Eingabe der Ausweis-PIN stimmt der Kunde dann der Übermittlung seiner Daten zu. Die neuen ePässe sollen serienmäßig ab 2010 auf den elektronische Identitätsnachweis (eID) vorbereitet sein. Den Bürgerinnen und Bürgern wird die Wahl überlassen, ob sie über die eID-Funktion verfügen wollen oder nicht. Die Bundesregierung will sich mit diesem Schritt auch dem sicherheitstechnischen Niveau der EU in Bezug auf die Gestaltung der Reisepässe anpassen, diese werden obligatorisch mit einem Foto im Chip ausgestattet.

Bundesinnenminister Dr. Schäuble erklärte dazu: "Der neue Personalausweis macht den elektronischen Geschäftsverkehr sicherer und einfacher für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Verwaltung. Er trägt zum Bürokratieabbau bei und bringt ein enormes Einsparpotential mit sich. Die Zeit, in der elektronische Formulare zwar am PC ausgefüllt, aber am Ende doch manuell unterschrieben und versandt werden mussten, gehört bald der Vergangenheit an. Der elektronische Ausweis spart damit allen Beteiligten Papier, Druck-, Porto-, Transportkosten und vor allem Zeit."



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