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03.08.2008
Der Podcat Award verführt zum Nachdenken (Wolfgang Back)

Es gibt ja einen ehrenvollen Vorläufer für den Podcast Award. Der Deutsche Podcast Award 2006 wurde zum ersten Mal verliehen. 2007 wurde er uns zugeteilt. Und für 2008 hat man mir zwischenzeitlich die Schuld zugesprochen, dass er abgebrochen werden musste. Ich kann mich noch entsinnen, dass ich fassungslos vor dem Computer saß und die Anschuldigungen lesen musste. Nur weil ich Selbstverständliches hier im Blog beschrieb, wurde ich zum Buhmann gestempelt. Der Podcast Award wurde eingestellt und gar die ganze Administration des Clubs wurde gelöscht.
Jetzt gibt es endlich wieder Wagemutige, die eine Abstimmung starten  wollen. Diesmal ist es gar europäisch. Das klingt sehr gut; doch wie soll ich einen portugiesischen Podcast beurteilen? Also wird es nationale Abstimmung zu den einzelnen Länderpodcasts geben.
Ich glaube nicht so recht daran, dass ein Grieche dem CCZwei die Stimme geben wird, weil er wahrscheinlich nicht versteht, um was es da überhaupt geht. Die Aufgabe besteht aber auch nicht darin, Podcasts zu wählen, die sich multilingual geben. Zum Beispiel in deutsch, englisch, spanisch und französisch gleichzeitig. Wäre eigentlich eine schöne Idee für den CCZwei.
Mehrere sprachlich verschiedene Ausgaben anzubieten.

Natürlich habe ich mir den Europäischen Podcast und seine Regeln angesehen. Ich wollte wissen, ob man aus dem Desaster des Deutschen Podcast Awards etwas gelernt hat. Ich wollte wissen, ob die Wahl jetzt sicherer angelegt wurde.

Die einzige Neuerung besteht wohl darin, dass man jetzt nichts erfährt, ob man überhaupt gewählt hat. Es weiß niemand so recht, ob die Stimme gilt, wenn man über SkipJedenfalls ist in punkto Sicherheit gar nichts passiert.
Dies ist umso unverständlicher, da ich schon vor einiger Zeit die Veranstalter mit der Problematik vertraut gemacht habe. Es kam nie eine Antwort auf meine Email.
Wer heutzutage eine Abstimmung im Internet veranstaltet und keine Registrierung verlangt, der nimmt die Abstimmung nicht ernst und kann eigentlich gleich den willkürlich ermittelten Sieger bekannt geben. Wer blauäugig eine solche Abstimmung in die Welt setzt und für viel Geld Agenturen beschäftigt, die so etwas umsetzen sollen und auf einem Sicherheitsstandard landet, wie er hier gegeben ist, der wurde sicherlich betrogen. So etwas kann ein Veranstalter nicht wirklich wollen.
Ein probates Mittel wäre natürlich eine SMS mit dem Wahlvorschlag zu senden. Da wären natürlich Kosten damit verbunden. Aber wer wirklich wählen will, der würde die 15 Cent akzeptieren. Nur 100.000 mal würde er nicht wählen.

Jetzt hänge ich mich wieder zum Fenster raus und sage Dinge, die man mir dei dem Deutschen Podcast Award vorgeworfen hat: "Ich hätte alles verraten! Was eigentlich?". Die Frage bleibt: wessen Gehirn bedarf hier einer Werkstattuntersuchung.

Ich habe lange mit Michael Joest kommuniziert, der bekanntlich alle Tricks aus der Szene kennt. Er ist nach wie vor der Meinung, dass man nur über eine Registrierung oder das Kostenprinzip ein einigermassen repräsentatives Abstimmungsverfahren erreichen kann. Natürlich kann man x Emailadressen als Dummyadressen anlegen. Doch irgendwann hört die Phantasie auf.
Nicht jeder will seine richtige Emailadresse angeben, weil er Spam befürchtet. Deshalb sollte man dann auch konsequent solche amateurhaften Spielchen nicht unterstützen.

Ich will das Formular noch nicht entfernen lassen, weil es vielleicht Leute gibt, die fürchterlich gerne ihre Stimme ab geben.
Wir sollten darüber diskutieren. Im Forum habe ich gelesen, dass es dort auch schon Bedenken zur Wahl gibt.

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