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06.08.2008
Irgenwdwo gibt es doch Parallelen (Wolfgang Back)

Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich an Olympia denke. Für mich ist die Olympiade bereits gelaufen, denn ich werde mir -sofern es geht- nichts davon anschauen. Ich weiss nicht, ob ich den Bezug zu 1936 herstellen kann, als die Olympiade in Berlin stattfand. Auch damals war das sogenannte "Dritte Reich" für viele verdächtig. Doch die Spiele wurden für eine Demonstration genutzt. Wie sieht es jetzt in Peking aus? Ist Peking das Berlin 1936?
Da weiss man, dass in Tibet die Bewohner nichts mit den Chinesen zu tun haben wollen, da weiss man, dass die Uiguren aus der Knechtschaft herauswollen.
Da wird das Internet für viele Seiten gesperrt und man erinnert sich nicht mehr an das Versprechen, das man vor einiger Zeit gegeben hat. So ähnlich hat man auch 1936 verfahren. Man versprach die friedlichste Absicht und hat im  Hintergund an dem Krieg gebastelt.
Da musste ich heute lesen, dass unser NRW Ministerchen Vesper das gar nicht so schlimm einschätzt. Auch bei uns werden ja rechtsradikallastige Seiten gesperrt. Hat denn dieses Leichtgewicht nicht kapiert, dass die rechtsradikalen Seiten in Kanada erreichbar sind. Für den, der es lesen will, ist es gleichgültig, ob er ein .de oder ein .ca dahintersetzt. Wer so denkt, der darf doch nicht länger unserem Landessport voranstehen.
Ich darf zu Hause nicht den Olympiahass ausleben. Ich werde immer wieder gemaßregelt: "Denk doch mal an die Sportler, die so lange trainiert haben."
Doch bei diesen Sportlern ist heute der Amateurgedanke völlig verschwunden. Klar, wer kann sich mehrere Wochen in China leisten? Klar, dass die Sportler nicht nachfragen werden, wie die Chinesen sich woanders benehmen. Sie werden im Olympischen Dorf die Vorzüge genießen.
Ich habe mir am Dienstagabend eine Dokumentation aufgezeichnet, die schreckliche Bilder aus China zeigte. Da wurden rechtmäßige Besitzer von Grund und Boden so geprügelt, dass sie besinnungslos wurden und Gliedmaßen verloren. Unglaublich.
Da wurden Erntefelder mit Schrottsteinen belegt, um daraus Ödland zu machen. Ödland ist natürlich billiger.
Darf man so etwas vergessen? Darf man dann dem Hundertmeterläufer gratulieren, der inmitten dieser Ungerechtigkeit ,0001 Sekunden schneller lief?
Vielleicht reagiere ich etwa ungerecht und sehe viele Dinge zu schwarz. Doch man sollte nie vergessen, dass sogar die Mongolen einmal Westeuropa durcheinandergewirbelt haben. Damals waren das alles traditionelle Krieger. Heute sind es einfach 1,3 Milliarden Menschen, die ein imposantes Gegengewicht darstellen.
Wir spüren es alle an verschiedenen Indikatoren, dass die Welt zu eng wird. Wir erleben, dass die Weltbevölkerung jährlich um 100 Millionen neue Menschen wächst. Das macht mal schnell 1 Milliarde in 10 Jahren. Als ich zu den Jugendlichen gehörte, da erzählte man uns etwas von 2 Milliarden Menschen auf dieser Erde. Mittlerweile habe ich die 6 Milliarden zur Jahrtausendwende vernommen - nach obiger Rechnung ist aber das Jahr 2010 schon mt 7 Milliarden Menschen bevölkert, das Jahr 2020 schon mit 8 Milliarden.
Mit diesen Menschenmengen ist der Friede gefährdet. Nicht jeder wird die Vorteile traditionell gewachsenen Strukturen nutzen können.
Es wird immer häufiger um Ressourcenkämpfe gehen, die dann von Gruppen gewonnen werden, die von außen einwandern. Plötzlich wird man gegen die Macht der Eindringle nichts mehr entgegenzusetzen haben. Sie sind einfach zu gut und zu freundlich und zu kreativ in ihren Bemühungen.
Da werden plötzlich ganze Berufsgruppen weggespült werden, die vorher noch von der Gewerkschaft gehätschelt wurden.
Dienstleistung wird dann als Flatrate angeboten werden und kein traditioneller Gegner wird die Idee aufhalten können.

Doch Achtung: allzulange hält das Polster nicht - irgenwann dreht sich alles um.


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