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19.10.2008
Back in Cologne (Wolfgang Back)

Die letzten drei Wochen in Garmisch boten zum Teil so fantastische Bilder, dass man davon noch länger zehren kann. Die letzten Tage vor allem zeichneten sich durch nächtliche Fröste und tolle Aussichten während des Tages aus. Das war so super, dass ich jetzt noch Begeisterung im Herzen trage.

Ich war so froh, dass ich viele Bergtouren in den vergangenen Jahren unternommen habe und heute noch weiß, wie es dort aussieht, was mittlerweile weit, weit weg ist. Doch ich sehe noch alle Stationen von unten und mir entgeht nicht, dass plötzlich an einem Abend (und nur an einem Abend) die Lichter der Knappenhäuser brannten.
Das kann jetzt keiner mehr verstehen, der die Geschichte des Molybdän Abbaus an der Zugspitze nicht kennt. Dort fand nämlich ein aktiver Bergbau statt, als man vor allem im ersten Weltkrieg nach solchen Metallen suchte, um die Kanonenproduktion effektiver zu gestalten. Wer sich da etwas tiefer einliest, der wird bald verstört das weitere Studium einstellen.

Mit diesen Menschen, die nichts hatten und keine Chance für eine Aufstiegsposition vorweisen konnten, erlebt man ein trostloses Leben. Das, was diese jungen Bergarbeiter täglich vollbringen mussten, ist heute für manchen Besucher der Höllentalklamm nicht zu schaffen.
Interessant sind die Überbleibsel in dieser Höllentalklamm, deren Erwanderung in der Tat ein tolles Erlebnis darstellt. Man hatte bereits in den Jahren des ersten Weltkrieges erkannt, dass man aus Wasser Energie erzeugen kann. Energie, die dann zur Beleuchtung der Arbeitsstellen innerhalb des Berges genutzt werden konnte.
Liebe Leute, das Leben vor 90 oder 100 Jahren war wahrlich nicht schön. Wer falsch geboren wurde, der hatte schon mal per se die Arschkarte gezogen. Gut, das ist heute vielleicht noch immer so. Doch mit den Hilfestellungen des Staates kann man wenigstens einigermaßen überleben. Damals war das nicht so. Arm und krank - das gab es nicht. Da verloren viele Menschen ihr Leben, weil sie ganz einfach aus dem sozialen Raster fielen, das nicht vorhanden war.
Der Bau der Zugspitzbahn ist noch nicht soo lange her, als dass man nicht frühzeitig auf Zeitzeugen zurückgegeriffen hätte und die Berichte vorliegen. Hier sind Informationen unter der Decke gehalten worden, die aufzeigen, wie brutal man im letzten Jahrtausend mit Menschen umgegangen ist. Es starben viele Arbeiter beim Einsatz für den Gedanken "Zugspitzbahn".
Ich will aber hier nicht eine Garmischer Abhandlung der Zeitgeschichte schreiben, sondern einfach meine Gedanken postulieren, wenn es um die Berge geht, die mich täglich faszinieren.

In den letzten Wochen fand ich auch die Ruhe, mein Projekt "Cäsar kommt zur CeBit" mit neuen Episoden anzureichern. Mittlerweile wurden 35 Seiten daraus, die meiner Ansicht nach sehr gelungen sind. Jedenfalls kann man einiges über Cäsar selbst und seine Gedanken lernen. Man bekommt auch mit, wie weit diese 2000 Jahre uns von der alten Kultur entfernt haben. Doch eine Veröffentlichung ist noch nicht spruchreif. Ich muss da noch kräftig dran arbeiten. Im Moment versuche ich Cäsar das Handy zu erklären. Das ist eine schwere Aufgabe, die länger braucht.



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