ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Startseite
  Neuigkeiten
  Historie
  Pressestimmen
  Redaktion
  Kontakt
  Sitemap
  Haftungsausschluss
  Impressum


NEUIGKEITENals RSS-Feed abonnieren

28.11.2008
Energietechnick aufs Feinste (Wolfgang Back)

Nachdem ich mich ja als Energietechniker geoutet habe, möchte ich das eine oder andere Erlebnnis in dieser Sparte erzählen. Mich hat besonders ein Bericht aus Peru berührt, bei dem ich leider nicht mehr die Bilder gefunden habe. Hier hat man der elektrischen Stromübertragung auf dünnen Leitungen derart nachgeholfen, dass man auf die Freileitungen Moos gelegt hat, das sich in der feuchten Umgebung mit Wasser vollgesogen hat und somit zur Kühlung der Leitung beitragen konnte. Es war eine unglaubliche Amperezahl, die man dort mit dieser Moosmethode erzielte. Das sollte man bei uns einmal der Normungskommission als Vorschlag vorlegen.

Ein ganz anderes Erlebnis konnte ich in den 80er Jahren in Italien erleben. Wir fuhren Richtung Sizilien und übernachteten mehrmals in richtig schönen alten Dörfern -
oder besser: auf urigen Campingplätzen. Ich erinnere m ich noch an einen Platz, der nicht weit vom Stiefelende lag. Ein Campingplatz mit Gaststätte und Bar, sogar
ein Swimmingpool machte einen guten Eindruck. Störend war die Kreissäge, die ständig schreckliche Töne abgab. In der Bar lief von morgens bis abends der Fernseher, die
Kühltruhen, so muss man sagen, lieferten kühle Getränke. Auch eine Eistruhe lieferte dem jungen Publikum das nötige Eisvergnügen. Selbst tagsüber mussten im Restaurant
und im Cafe Lampen das Licht liefern, damit man etwas sehen konnte.

Ein bedenkliches Erlebnis fand dann statt, das von meiner Neugierde ausgelöst wurde. Ich war auf der Toilette und sah im oberen kleinen Fenster eine runde Sicherung liegen,
die über ein 240 Ohm Antennenkabel von draußen versorgt wurde und was wieder nach draußen geführt wurde. Diese Art Sicherungen hatten wir bei uns auch eine lange Zeit im Einsatz.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich die Aufschrift 10 Ampere lesen konnte. Letztendlich war es sogar ein deutsches Produkt.
Ich konnte die Finger nicht bei mir lassen und ich wollte wissen, was diese Sicherung denn nun absichert. Ich drückte den kleinen Knopf zur Auslösung und wurde fürchterlich
überrascht: das Licht auf der Toilette ging aus, die Sägegeräusche verstummten , das Licht im Restaurant und der Bar verlöschten. Später stellte ich noch fest, dass auch die
Kühlung und die Eistruhe - dass alles, was es auf diesem Campingplatz an Verbraucher gab, über diese Sicherung lief.


Mit einert solchen Sicherung und mit dem dünnen Antennenkabel war alles abgesichert

Jetzt wäre es eigentlich ganz einfach gewesen, das alte Gleichgewicht wieder herzustellen. Auf den runden Knopf drücken wäre die Lösung gewesen. Doch das funktionierte nicht.
Der Knopf sprang immer wieder raus.
Alles musste heruntergefahren werden und dann konnte man nach und nach wieder Verbraucher zuschalten. Ich verstand die Welt nicht mehr, dass man mit solchen Installationen
öffentliche Betriebe unterhalten konnte. Als alles wieder lief, ging ich doch noch einmal auf die Toilette und hielt zwei Finger auf die Sicherung: Huii - ganz schön heiß.

Am nächsten Morgen ging es wieder weiter. Die Gedanken an die elektrische Verteilung habe ich nie vergessen.



9 Kommentare
zurück zum Archiv

Druckversion Impressum Haftungsausschluss