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28.12.2008
Wir legen einfach alles einmal auf den Tisch. Teil3 (Wolfgang Back)

Der 2. Teil ging manchem zu weit, wie ich in den Kommentaren nachlesen konnte. Doch eigentlich habe ich da gar nichts privates geschrieben. Das sind Fakten, die ich da beschrieben habe und ich ärgere mich noch heute, dass es so gelaufen ist. Da gibt es Erbsenzähler, die nichts anderes im Sinn haben, als Leute, die sich Anrechte verdient haben, so lange mürbe zu machen, dass sie aufgeben.
Jetzt aber zu anderen Fakten.
Als wir mit der Sendung begannen, machten wir uns überhaupt keine Gedanken über eine evtl. Finanzierungsnotwendigkeit eines solchen Unternehmens. Machen und ausstrahlen war die Devise. Doch dann holte uns die Wirklichkeit ein.
Das Konstrukt "CCZwei" war eine besonders harte Nuss. Jeder der drei Partner hatte sein Bündel zu schleppen. Für mich war es am einfachsten zu finanzieren, da meine Rente noch sicher zu sein scheint. Doch bei den anderen Partnern W.R. und M.K. liefen Kosten auf, die zunächst einmal nicht bezahlt werden konnten. W.R. muss jedesmal aus dem Westerwald anreisen. Da gibt es keine Alternative zum Privatwagen. Mit der Bahn wäre eine Übernachtung zusätzlich nötig. Macht also pro Anreise 100 km hin und 100 km zurück. Dass man seine Kommunikation/Internet sowieso als Flat laufen hat, ist dabei unberücksichtigt. Dass von Zeit zu Zeit Fahrten zu einem Recherchethema anfallen ist auch ersichtlich.
Bei M.K. ist es die Bereitstellung des Studios, die als laufende Kosten im Raum stehen. M.K. hat dieses Studio zwar komplett selbst gebaut; doch der Erhalt und evtl. Neuausstattungen und Reparaturen gehen ins Geld. Zusätzlich ist monatlich eine Miete für das Studio fällig. M.K. betreibt zusammen mit seiner Frau Anja das Büro nebenan. An den Produktionstagen wird dieses Büro mit seiner Infrastruktur in Beschlag genommen. Telefon und Druckernutzung sind selbstverständlich. Porto und Paketrücksendungen gehen auf das Konto von Voxmundi. Jeden Monat wird das Büro an einem Tag in ein Fernsehstudio umgebaut. "Back packt aus" wird dort produziert. Meistens geht fast ein ganzer Tag drauf. Wir nutzen das Equipment von M.K. und Voxmundi stellt Arne Wohlgemuth als Kameraregisseur kostenlos für den CCZwei zur Verfügung. Natürlich muss Arne bezahlt werden.
Auch das Internet muss erwähnt werden. Ich trete zwar oft die Bremse und stelle nicht alles ein, was man einstellen könnte. Das Internet wurde uns von Anfang an von dem Provider Kontent in Duisburg gesponsert. Doch hierüber gibt es keinen Vertrag, so dass hier vieles im Goodwillfahrwasser läuft. Am Anfang liefen hier noch Peanutsbeträge auf. Doch mittlerweile ist das Aufkommen auf viele viele Gigabytes Traffic gestiegen, so dass eine Berechnung der echten Kosten schon monatlich auf über 700 Euro käme. Diese Kosten entstehen lediglich für den RSS und für die Inhalte des Blogs u.ä.. Da sind noch keine Sendungstrafficgebühren dabei. Wie lange ich da noch vom Goodwill zehren kann, bleibt dahingestellt.
Zusätzliche 150 GB Traffic hat uns Yves Vogel mit DOCK42 zur Verfügung gestellt. Doch er hat uns bereits mitgeteilt, dass sich im kommenden Jahr sein Vertriebskonzept ändert und damit die Auffangmöglichkeiten schrumpfen.
Zusätzlich wird der Sendungsserver von M.K. betrieben. Hier werden alle Links geknüpft und die Sendungen werden hier gespeichert, gebackupt und verwaltet.
Jetzt haben wir so ungefähr einen Überblick über die ständigen und sporadischen Kosten, die bei einer Produktion so anfallen. Da sind natürlich keine Personalkosten eingerechnet.
Wie sieht es jetzt mit den Einnahmen aus? Zunächst einmal ganz deutlich: Mau.
Einnahmen, auf die wir lange Zeit hoffen konnten, brechen plötzlich weg. Wir hatten längere Zeit einen kurzen Werbespot vor unserer Audiosendung, der immerhin etwas einbringen konnte. Beträge über 2.500 Euro waren manchmal monatlich zu erreichen. Doch diese Werbung ist wie weggebrochen. Im Fernsehbereich haben wir Sony Ericson als Sponsor. Doch auch hier ist jetzt die Finanzkrise aufgetaucht. Mal sehen, wie lange das noch geht.

Bleiben noch die Spendenkonten. Davon haben wir 2. Einmal paypal und einmal als normales Bankkonto. Am Anfang der Sendung war hier ein reger Eingang zu verzeichnen. Doch mittlerweile ist auch hier zwar noch keine Grabesruhe eingekehrt; jedoch lassen sich mittlerweile die Eingänge im Kopf hochrechnen.
Letztens gab es ein Erstaunen bei mir. Ich las gerade eine Email, wo jemand unsere Spendenadresse erfragte; er habe sie nirgendwo gefunden. Ich schrieb ihm dann, wie einfach sie zu finden ist. Homepage ganz oben rechts. Eine Viertestunde später bekam ich von payapal eine Nachricht, dass 222.- Euro eingegangen sind. Solche Beträge sind natürlich selten. Doch wir haben einige Daueraufträge, wo monatlich ein fester Betrag eingeht und sogar 2 Spezialisten überweisen uns die GEZ Gebühr.
Im Forum wurde öfter die Frage gestellt, was mit den Spenden passiert. Das ist recht schnell beantwortet. Die Beträge der Konten werden addiert und dann durch 3 geteilt.
So einfach kann das kompliziert erscheinende Gebilde gelöst werden.
Ich glaube, dass es jetzt mit dem Striptease genügend detailliert erklärt wurde.



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