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31.12.2008
Ein frohes und glückliches Neues Jahr 2009 (Wolfgang Back)

Ein Neues Jahr steht bevor. Schon wieder eins werden manche stöhnen. Auch mir geht es so, da man ab einem gewissen Alter darauf allergisch reagieren kann. Doch der Jahreswechsel ist geeignet, einen Rückblick auf die vergangene Zeit zu ziehen. Das erleben wir täglich im Fernsehen. Ein Rückblick hier und ein Rückblick da. Besonders informativ sind die Sendungen, in denen Boris Becker als Liebestöter auftritt; oder Verona Poth ihren Mann nicht mit dem Postwinkel vergleichen will. Und ob Angelie Jolie oder so ein Kind gekriegt hat ist nicht meine Nachrichtenwelt.



Ich möchte deshalb das vergangene Jahr einmal nach seinem Wissenschaftsmotto „Jahr der Mathematik“ untersuchen und das neue Motto 2009 begrüßen: „Forschungsexpedition Deutschland.“ Ich finde es einen etwas befremdlichen Titel. Man hätte ihn etwas griffiger fassen können: z.B. könnte ich mit einem Leibniz-Jahr oder einem Zuse-Jahr sehr viel mehr anfangen.

Die Mathematik ist ein super spannendes Themengebiet. Ob man sich mit der Findung einer neuen Mesenne Primzahl beschäftigt (2008 wurde die 45. und 46. Mersenne Zahl gefunden. Sie haben beide weit mehr als 10.000.000 [Millionen] Stellen) oder ob man sich die drei klassischen Probleme der Mathematik beschäftigt, die Phänomene können Menschen über Jahre hinweg in den Bann ziehen. Die Nennung der drei klassischen  Geometrieprobleme kommt nicht von ungefähr. Es war mein Abiturthema in der Mathematik. Die „Dreiteilung des Winkels“, die „Verdoppelung des Würfelinhalts“ und die „Quadratur des Kreises“ beschäftigten  mich in meinem letzten Gymnasiumjahr sehr stark. Obwohl ich nachlesen konnte,dass es bereits mathematische Beweise gab, die eine Lösung der Probleme mit Zirkel und Lineal ausschlossen, versuchte ich es dennoch immer wieder. Ich war ständig kurz vor der Lösung – doch dann kam auf dem letzten Stück die Enttäuschung. Doch es brachte unglaublichen Ansporn für diese Disziplin, so dass ich im Abiturzeugnis sogar mit einer 1 in Mathematik belohnt wurde. Es war übrigens die einzige 1 auf meinem Zeugnis.

Unter dem neuen Motto „Forschungsexpedition Deutschland“ kann sich alles und nichts vorstellen. Ich werde auf einen  Aspekt in 2009 ein besonderes Augenmerk werfen: die Entwicklung des Web 3.0.



Nachdem wir im Web 1.0, falls es das überhaupt gab, lernten, wie man Informationen aus einer Menge von Daten geschickt herausziehen kann und wie man mit Hypertexten besonders schnell Querverbindungen zu anderen  Wissensgebieten herstellen kann, folgte plötzlich als Schlagwort das Web 2.0. Die Definition ist schwamming und wird von jedem Wissenschaftler so oder so gesehen. Jedenfalls gehören Google und soziale Netze dazu, die mehr für den Menschen tun, als nur Informationen bereitstellen.
Für das Jahr 2009 könnte dem Web 3.0 Leben eingehaucht werden. Auch hier besteht wieder Definitionsbedarf. Öfter zitiert man in Vorträgen die unterschiedliche Vorgehensweise z.B. bei einer Suche nach der Höhe des Berges Fuyijama als „Höhe Fujyjama“ werden 2100 Textstellen gefunden aber die Frage nach der Höhe des Berges nicht direkt beantwortet. Ich muss aus den Textstellen die Höhe heraussuchen. Anders sieht es bei der Zugspitze aus. „Höhe Zugspitze“ ergibt  Zugspitze — Höhe: 2.962,06 M Ü. NHN. Offenbar schon eine Web 3.0 Anfrage. Aber das ist natürlich noch lange nicht alles, was man von dem Web 3.0 erwarten kann. In der Definition steckt der Begriff „Semantisches Web“. Unter Semantik versteht man eine Bedeutungslehre oder etwas ausführlicher: Die Semantik befasst sich mit dem Inhalt von Zeichen; genauer: mit dem Sinn und der Bedeutung ... Die linguistische Semantik befasst sich primär mit dem Sinn, ... Wenn man bei dem Beispiel mit der Höhensuche bleinben, dann könnte die Suchanfrage mehr liefern. Je nachdem, wie gut der Computer meine Vorlieben kennt, könnte er sich vieles ausdenken. Wenn  jemand nach der Höhe des Berges fragt, dann könnte er sich für eine Besteigung oder für eine Fahrt auf die Spitze interessieren. In meinem Fall wüsste der Computer wahrscheinlich, dass ich mich noch nie für Bergwanderungen interessiert habe und würde eher die Abfahrtzeiten, die Preise u.m. für eine Fahrt auf die Zugspitze anbieten., aber auch Warnhinweise für die große Höhendifferenz dürften ausgesprochen werden.



Das Web 3.0 steht erst ganz am Anfang seiner Ausführung; vieles wird man sich einfallen lassen, um es mit Leben zu füllen. Wir werden dann wieder auf die ungeliebten Begriffe Internet der Dinge und Internet der Dienste stossen.
2009 werden Sie von uns mehr über das Web 3.0 hören.
Für alle wünsche ich einen guten Rutsch in das neue Jahr. Es wird interessant bleiben.


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