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26.01.2009
Da haben wir uns mit der Aktualität verzockt (Wolfgang Back)

Im Journalismus ist man ständig auf der Suche nach neuen Informationen, die man möglichst exklusiv an den Mann bringen will.
Diesmal haben wir uns ein wenig verzockt. Aufgrund der etwas chaotischen Sendungen rund um den Jahreswechsel hatten wir einige Themen, die noch abgeschossen werden mussten. Die Sache mit dem DECT Hack hatten wir schon im letztem Jahr auf dem Band und wir dachten, dass uns das niemand wegschnappen wird.
Als ich dann bei Frontal 21 plötzlich die Nummer sah, dachte ich nur: verdammt, zu spät. Viel gezeigt wurde ja nicht, denn das Abhören fremder Telefonate ist nach wie vor streng verboten.
Die Szene "Wollen Sie mal hören, wie das Telefonat lief?" ist völlig illegal.
Man ist wahrscheinlich auch ganz anders vorgegangen. Die Abgehörten haben ganz einfach bewusst mitgemacht. Das ist aber kein Kriterium, um die DECT Telefonie in den Himmel zu heben.
Doch die Brisanz ist nicht richtig herausgekommen. Die Hersteller sind vielfach an der Misere schuld. Sie vergessen ganz einfach, dem Pflichtenheft zu entsprechen. Dieses macht man zum Teil, weil man schnell vorwärtskommen will und sich mit den Wünschen des Verbrauchers erst gar nicht auseinndersetzt. Zum anderen Teil sind die Entwicklungsabteilungen auch gar nicht in der Lage, die vorgegebenen Vorschriften zu implementieren.
Und jetzt kommt eigentlich der Hammer. Früher wurden solche Telekommunikationsanlagen auf Herz und Nieren nach ihren Funktionen überprüft. Heute hat die Zulassungsbehörde völlig andere Massstäbe abzuarbeiten.
Mich erschütterte einmal die Antwort eines FTZ Prüfers:
"schick mir ein Stück Holz und sage, das sein ein Faxgerät".
Wenn das Holz keine falschen Impulse aussendet, dann bekommt es die Prüfnummer eines Faxgerätes. So war es jedenfalls nach der Neuordnung der FTZ Prüfordnung.

Wir können diese DECT Nummer sehr wahrscheinlich auf viele Bereiche unseres Lebens erweitern.
Hier werden einfach Standards nicht eingehalten oder Standards missbraucht. Wenn ich höre, dass man auf die Verschlüsselung verzichtet, weil es einfacher ist, ein Produkt an den Mann zu bringen, wenn nicht alles so kompliziert funktiert, dann entspricht dies der Nicht - Implementierung aller Sicherheitsstandards beim Abchecken der neuen ePässe. Auch hier wird nicht genutzt, was möglich ist.


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