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07.02.2009
Schöne Aktion im Herzogenrather Gymnasium. (Wolfgang Back)

Seit Wochen wurden wir schon von Funkamateuren darauf aufmerksam gemacht, dass am heutigen Samstag ein besonderes Event in Herzogenrath stattfindet. Einige technikinteressierte Schüler und Lehrer hatten einen Antrag gestellt, mit der ISS im Weltraum zu kommunizieren. Der Termin wurde nun heute wahrgenommen.
Immerhin konnten ca. 400 Besucher aktiviert werden. Ulfried Überschar, DJ6AN, übermittelte uns folgendes Bild.


Die dunkle Aula war gut besucht, alle wollten hören, was die Weltraumstation zu sagen hatte.

Die Teilnehmer bitten den QSO-Partner auf der ISS so viele der folgenden Fragen zu beantworten, wie es die  Zeit gewährt:

1. In welchem Ausmaß werden wir auf der Erde  von Ihren Experimenten auf
dem ISS profitieren können ?
2. Was sind die Ziele Ihres derzeitigen Auftrages?
3. Wie viel Energie benötigen Sie täglich und welche Art von Energie ist
es?
4. Welche Art von Strahlung gibt es auf der ISS; schädigt sie Ihre
Gesundheit?
5. Haben Sie irgendwelche Probleme mit entgegenkommenden Meteoriten oder
Weltraummüll gehabt?
6. Welche Qualifikationen benötigen Sie, um auf solch einer Mission zu
sein?
7. Was waren Ihre  Gefühle während des Abhebens von der Erde?
8. Verlieren Sie Ihre Zeitgefühl auf der ISS?
9. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit auf der ISS?
10. Haben Sie irgendeinen Raum für Ihre persönlichen Dinge?
11. Was geschieht, wenn Sie krank sind?
12. Was geschieht dem menschlichen Körper, wenn Sie lange im Raum zu
bleiben?
13. Wie oft sehen Sie den Sonnenaufgang auf der ISS pro Tag?
14. Was geschieht im Falle von Gefahr, z.B. wenn es  Feuer  auf der ISS
gibt ?
15. Können Sie in dem schwerkraftslosen Zustand  gut schlafen?
16. Wie waschen Sie Ihr Haar?
17. Wie viele Experimenten absolvieren Sie an einen Tag?
18. Sind Sie und Ihre Kollegen Freunde geworden?
19. Was würden Sie zu  Ihren wichtigste Erfahrung auf der  ISS sagen?
20. Wann denken Sie, dass die Menschheit in der Lage ist, unser
Sonnensystem zu verlassen?


Pünktlich zu Beginn des Eintritts des Satelliten in den Bereich Europa klingelte bei mir das Telefon. Am anderen Ende W. Rudolph.
"Willst Du mithören, was die von der ISS zu sagen haben?" Und dann kamen einige Antworten in klarster englischer Sprache von oben. Ich konnte dies gut im Telefon mithören. Zusätzlich konnte ich über die Freisprechmöglichkeit mich mit W.R. unterhalten.
Ich erinnerte mich ein bisschen an ganz frühe Jahre beim WDR. Anfang der siebziger Jahre war es ähnlich, wenn man eine Satellitenverbindung mit z.B. Amerika live betreiben wollte. Man musste warten, bis die Satelliten die richtige Position hatten. Insgesamt war das Fenster so um die 5 Minuten lang und kostete eine Unsumme an Geld.
Für W.R. war es einfach, den Download von der ISS zu empfangen. Mit einem Scanner, den man auf die Downloadfrequenz von ca. 145 MHz stellen konnte, war es einfach, die Antworten für ca. 10 Minuten zu verfolgen. Dann wurde es immer schlechter und schlechter und es dauerte nicht lange bis zu dem Abriss der Verbindung.
Wenn ich mir überlege, dass man mit dieser Aktion etwa 400 Leute in die Aula bewegen konnte, dann ist dies eine gute Demonstration, um modernste Technik in den Alltag zu bringen. Vielleicht wurde heute der eine oder andere Ingenieur geboren.


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