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24.02.2009
Karneval ist bald vorbei und die Fastenzeit beginnt. (Wolfgang Back)

Für mich war der diesjährige Karneval gerade einmal 40 Euro teuer. Und dies auch noch außerhalb der normalen Tage. Ich hatte meinen Karneval am Freitagabend im kleinen Marienbildchen in der Herderstraße in Köln Lindenthal.  Was ich dort allerdings vermisste war ein Nubbel, der seit 11.11. 2008 eigentlich schon in der Kneipe sitzen sollte. Er kann allerdings auch ausserhalb an der Kneipenfront hängen. Der Nubbel hat ein schlimmes Ende: er wird heute Abend nach 24:00 Uhr verbrannt. Natürlich fehlen die tröstenden Worte nicht. Ein geeigneter Gast aus der Kneipe übernimmt die Pfarrerfunktion und verabschiedet sich vom Nubbel mit mehr oder weniger weihevollen Worten.


Ein Nubbel an der Hauswand

Aus der Wikipedia können wir mehr erfahren:
Der Nubbel, eine zurechtgemachte und angekleidete mannsgroße Strohpuppe, ist die Figur des Sündenbocks im rheinischen Karneval. Der Name ist erdichtet und nicht eindeutig auf einen bestimmten Ursprung zurückzuführen. Der Nubbel hängt in der Karnevalszeit über vielen Kneipen und wird in der letzten Karnevalsnacht verbrannt.
Der genaue Ablauf dieser Tradition ist von Stadt zu Stadt und Kneipe zu Kneipe unterschiedlich. Meist wird der Nubbel an den Kneipen am 11. November befestigt, dem Auftakt der neuen Karnevalssaison. In einem kurzen Umzug um den Block wird er am Karnevalsdienstag um 24 Uhr feierlich bei Kerzenlicht zu Grabe getragen.
Dann wird eine Anklageschrift vorgetragen, meistens in Mundart und oft auch gereimt. Der Ankläger ist ein Karnevalsjeck, der sich als Geistlicher verkleidet hat. Zunächst verteidigt die Menge den Nubbel, am Ende ist sie von seiner Schuld überzeugt und fordert Rache. Die Anklage gipfelt dann beispielsweise in rhetorischen Fragen wie: „Wer hat Schuld, dass wir unser ganzes Geld versoffen haben? Wer hat Schuld, dass wir fremdgegangen sind?“. Die johlende Menge antwortet dem Redner mit einem lauten „Dat wor der Nubbel!“, „Der Nubbel hat Schuld! Er soll brennen!“ oder ähnlichem.
Nach dem Volksglauben werden mit dem Nubbel auch alle in der Karnevalszeit begangenen Sünden und Verfehlungen ausgetilgt. Nach der Nubbelverbrennung geht es wieder zurück in die Kneipe und es wird zu Karnevalsmusik weitergefeiert, bis schließlich am Morgen der Aschermittwoch beginnt und die Karnevalszeit vorbei ist.
Das Brauchtum der Nubbelverbrennung ist in weiten Teilen des Rheinlandes verbreitet, doch die Bedeutung variiert regional. So gilt in einigen Gegenden der Nubbel (der hier andere Namen trägt) als „Pate“ des Karnevals, dessen Leben am Aschermittwoch endet. Dabei fließt auch die eine oder andere (nicht ganz ernst gemeinte) Träne in Trauer um die nun vergangene Karnevalszeit


Vor allem fließt auch noch mitten in der angebrochenen Fastenzeit jede Menge Bier. Dieses Brauchtum wollte vor einigen Jahren in Köln die Grünen FRaktion verbieten, weil sie sich auf die Bestimmung beriefen, dass kein privates Feuer in der Stadt angezündet werden darf. Doch diesen Zahn hat man den Brauchtumsgegenern schnell gezogen: keiner hat sich daran gehalten.



Bald ist es soweit und die Nubbels brennen lichterloh. Eigentlich schade, dass ich nicht mehr dabei bin. Doch morgen sage ich wieder: gut, dass du die Strapaze nicht auf Dich genommen hast.


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