ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Startseite
  Neuigkeiten
  Historie
  Pressestimmen
  Redaktion
  Kontakt
  Sitemap
  Haftungsausschluss
  Impressum


NEUIGKEITENals RSS-Feed abonnieren

01.04.2009
Sensation auf dem Energiemarkt. Stromy mit Smart Meter Technologie. (Wolfgang Back)

Essen, 31.3. 2009 , 10:00 Uhr UTC

Viele sind noch nicht Kunden bei den Stromlieferanten von Ökostrom.  Doch es werden immer mehr. Ökostrom war bisher eine Vertrauensfrage. Wer den Vertrag unterschrieb war sich nie sicher, ob er auch wirklich den bestellten Strom bekam. Viele zweifelten an der Herkunft und drückten es deutlich aus: „Woher soll ich wissen,  ob der Hausstrom nicht doch vom Atomkraftwerk in Frankreich  geliefert wurde?“
Jetzt hat ein Essener Forschungsinstitut eine Methode vorgestellt, die es ermöglicht, Ökostrom zu markieren.



Auf der Pressekonferenz am 31.3.2009 wurde demonstriert, wie man dem Strom eine „Identifikationsmarke“ mitgeben kann. Es ist ja bekannt, dass man dem elektrischen Strom auch Daten überlagern kann. Diese können zum einen Steuerimpulse für die EVU's ausführen, wie zum Beispiel die Umschaltung von Tagesstrom auf Nachtstrom. Weiterhin kann man auch schnelle Daten für den Internetverkehr übertragen. Bekannt ist auch die Methode, die Strassenbeleuchtung einer Stadt durch solche Impulse ein- und auszuschalten. Man nennt das dann PowerLine Kommunikation. Viele Menschen nutzen schon jetzt diese Möglichkeit, sich einfach in das Internet anbinden zu lassen.



Hier kann man die digitalen Signale erkennen, die dem Hausstrom aufgedrückt werden. Mittlerweile ist man so weit, dass die Kennzeichnung bei einem Umspannwerk nicht verloren geht. Noch vor kurzem war dies ein riesiges Problem. Eine Entwicklung des Fraunhofer Instituts hat hier Bahnbrechendes geleistet.

Die Essener Forscher haben jetzt eine ungenutzte Lücke gefunden. Sie modulieren auf die Sinusschwingung des normalen Hausstroms ein kleines Datenpaket – und zwar auf die abfallende Flanke. Dadurch kann  man eine bitweise Nachricht aufdrücken, die später einfach beim Verbraucher zurück gelesen werden kann.

Der Empfänger des „codierten“ Stroms erhält ein kleines elektronisches Gerät, ähnlich einem PDA. Er braucht dieses Gerät lediglich in die Nähe einer Steckdose zu bringen. Der Stromlieferant wird grafisch aufgelöst. Am Logo kann man sofort erkennen, wo der Strom erzeugt wurde.



In Zukunft muss man auf das obige Logo achten. Es verspricht klaren Durchblick. Für die Verbraucher fangen jetzt ehrliche Zeiten an. Endlich Schluß mit der Mogelei.

Das einfache Gerät ist für den Festeinbau gedacht. Das formschöne Gehäuse passt in jede Wohnung. Mit einem Blick lässt sich der Stromlieferant ausmachen. Es wird einfach in eine Steckdose gesteckt. Damit man keinen Steckplatz für andere Geräte verliert, wurde noch eine Zusatzsteckdose eingebaut.





Viel Beifall erhielt das bereits funktionierende Luxusmodell stromy Wireless.  Bei diesem Modell kann  durch eine induktive Messung des elektrischen Feldes im Umkreis von ca  50cm von der Steckdose entfernt,  die Stromart messen. So hat man immer einen Überblick über seinen seinen Lieferanten. Außerdem kann man das mobile und batteriebetriebene Gerät zum Test mit zu seinen Nachbarn nehmen.

Besondere Merkmale des mobilen Gerätes sind die austauschbaren Bilder (Skins) für die Anzeige der Stromart. Je nach Laune kann man sich seriöse Bilder oder auch PinUps anzeigen lassen. (siehe oben)

Der Geschäftsführer des Essener Instituts, Werner Keiler, führte weiter aus, dass man sogar mit dieser Methode Windstrom, Wasserstrom, Biostrom und gar die klassischen Methoden (Kohlekraftwerk, Atomkraft) kennzeichnen kann. Ausschlaggebend für die Erkennung sind die wenigen Bits auf der abfallenden Flanke des Stroms.

Noch in diesem Jahr sollen die ersten Messgeräte namens Stromy ausgeliefert werden. Man stellt sich vor, dass die Fa. Conrad und die Fa. Pearl die Geräte für einen fairen Preis liefern können. Wer will nicht wissen, woher der Strom kommt?
Über den Endkundenpreis liegen uns noch keine genauen Informationen vor.

NRW ist wieder einmal mit seinen  klugen Köpfen zu den Leadern der Innovation geworden.

Dies bestätigt auch der Präsident der Netzagentur in Bonn, Matthias Kurth,
den wir in einem kurzen Telefoninterview zur stromy – Technologie befragen konnten.



Kurth: Ich finde diese Entwicklung bahnbrechend, da hier jedem Bürger klar dargestellt wird, was er wissen muss. Wo kommt die Energie her, kann ich jetzt den Stromlieferanten trauen, weil ich sie kontrollieren kann, Kann ich sogar die Qualität des Stromes einschätzen? Es zeigte sich nämlich durch mehrere Versuche, dass nicht jeder Strom dem anderen gleicht. Die besten Verbrauchswerte werden derzeit mit Windenergie erreicht. Auf Platz 2 ist erstaunlicherweise die Energie, die von Biogasanlagen geliefert wird.
Auf jeden Fall: Glückwunsch an die forschen Forscher, die unsere Welt grundlegend verändern werden. Smart Metering ist erst in den Anfangsstadien und wird uns noch lange begleiten.


Weiterführende Informationen:

Taschenbuch ISBN 432128990 Digitale Codierung von Quellinformationen in der Energietechnik. Beschreibung der Probleme und praktische Ansätze.
Hardcover ISBN 4321 765097 Digital Coding of Sourceinformations for Power driven Networks.
Leder ISBN 4321 345678 Ist unser Strom noch zu retten? Da gibt es berechtigte Zweifel.
Einzeldokument  Der elektrische Strom im Wandel der Zeiten . Vom Altertum bis in die Neuzeit. (Ehemals Stadtarchiv Köln, jetzt ungewiss)


14 Kommentare
zurück zum Archiv

Druckversion Impressum Haftungsausschluss