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23.03.2009
Mal wieder eine Story aus der Vergangenheit (Wolfgang Back)

Da gibt es mittlerweile viele Zuhörer unserer Sendung, die bedeutend jünger sind, als die Stammzuhörer. Von Zeit zu Zeit soll hier einmal etwas berichtet werden, was lange zurückliegt. Wie war das damals, als die beiden W's jung waren? Es war spannend wie nie zuvor.
Damals gab es kein Internet und auch keine Datenübertragung jeglicher Art. Woher sollte sie auch kommen. Der Heimcomputer war noch in weiter Ferne und daher lief alles analog ab.

Ich hatte eine privilegierte Position, weil ich durch meinen Vater als Lehrer einen Zugriff auf ein Tonbandgerät hatte. Ich erinnere mich an den grünen Koffer mit der Aufschrift GRUNDIG und vor allem an das Magische Auge. Das war eine tolle Angelegenheit. Es zeigte die Aussteuerung der Tonbandaufnahmen im Takte der Lautstärke.

Natürlich wussten wir, dass das Telefon die gefährlichste Waffe war. Wer den Weg kannte, den ein Telefonat aus dem Ort heraus nahm, der wusste, wo er mit Kopfhörern ansetzen musste.
Dabei wurde so einges mitgehört, das eigentlich völlig geheim, aber uninteressant war.
Doch wenn plötzlich Fragen zur Krankheit mit dem Arzt besprochen wurden, dann lohnte es sich, die Ohren aufzumachen und mitzuhören.
Doch leider war man nie zur richtigen Zeit vor Ort, so dass die ganze Abhörerei nichts brachte.
Das Wissen um diese Dinge kann nicht sehr hoch gewesen sein, denn sonst hätte man uns Jugendliche von den Masten gepflückt.

Am Wochenende gab es eigentlich nichts Aufregendes, es sei denn man hätte selbst etwas los gemacht.In meinem Dorf gab es einige Winzer, die ihren Wein im Keller pflegten. Wenn die den richtigen Sohn hatten, dann waren die gefüllten Flaschen nicht weit weg.

Am Wochenende durfte ich während der Sommermonate im Garten ein Zelt aufbauen und am Wochenende dort campieren. Da waren die "abgezapften Flaschen Wein" sehr willkommen.
Im Zelt hatten wir eine Musikmaschine, die in eine Zigarrenkiste eingebaut war. Es handelte sich um einen Bausatz der Fa. RIM aus München.
Wer es richtig machte, der konnte auch Radio aus der Zigarrenkiste hören. Das war unser Ding, denn um Mitternacht kam vom Hessischen Rundfunk eine Hitparade, die auf unglaubliches Interesse stieß. Diese Hits waren die Hits. Da hatte sogar Radio Luxemburg nichts dagegen zu setzen.

Da lagen wir dann im Zelt auf der Schulwiese und hatten aus der Zigarrenkiste den Hessischen Rundfunk mit seiner Hitparade. Wir hofften darauf, dass die Batterien den Stundenmarathon aushalten.
Akkus waren unbezahlbarer Luxus.

Am nächsten Morgen wurden wir sehr früh wach. Wir hatten die Weinflaschen vergessen und wussten auch nicht mehr, was uns am Vorabend bewegte.

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