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26.03.2009
Updates, Updates, Updates (Wolfgang Back)

Heute war mal wieder Update Tag. Es ist schon unglaublich, wer alles im schnellen Rhythmus seine Programme verändert und das Ergebnis als Update loswerden will.
Mittlerweile habe ich dem Rechner beigebracht, dass er mich vorab informiert, dass ein Update vorhanden ist und mich freundlich fragt, ob ich es denn haben will. Per Default war es so eingestellt, dass er sich einfach einmischte und den Rechner runterfuhr, das Update lud und installierte. Wenn man Glück hatte, dann landete man wieder dort, wo man einfach unterbrochen wurde. Das war teilweise ein Frechheit. Denn mitten im krativen Prozess fuhr der Rechner einfach runter - ob der Gedanke noch verfügbar war, wenn der Rechner nach Minuten wieder hochgefahren war.
Und dann die Updates selbst! Unglaublich, was da an Daten transportiert wird. Dragon Speech hatte ein Update mit 162 MB anzubieten. Einige Windows Updates summierten sich auf 192 MB. Dann kam noch Apple mit iTunes und Safari mit weit über 100 MB dazu.

Wenn man überlegt, mit welchen Datenmengen man heute zugeschüttet wird, dann hat man den Eindruck, dass die Entwickler vorher nur Schrott abgeliefert haben, denn Updates von mehr als 100 MB dürften einer Neuentwicklung gleichkommen.

Wenn ich zurückdenke, wie spartanisch das Ganze in der Anfangszeit der Computerei zuging, dann kann man viele Dinge nicht verstehen. Damals war ein Update von vielen Umständen abhängig. Wie kam man an die Update Diskette? Zunächst einmal dauerte es bis zu einem halben Jahr, bis etwas Neues auf irgeneinem Wege verfügbar wurde.

Wir hatten damals, als wir Videodat entwickelten, schon die Idee parat, ein Update eines Programmes automatisch zu fahren. Das, was heute gang und gäbe ist, war damals in den 80er Jahren noch undenkbar. Auch die Idee, die Vrenscanner automatisch abzudaten, wurde damals schon geboren.

Ich möchte hier noch einmal - vor allem für die jungen Leute, aufführen, wie spartanisch wir in punkto Datenmasse leben mussten. Wer etwas speichern wollte, der musste dies auf Disketten machen - ein USB Stick war nicht drin.

Ich lasse ein wenig die Geschichte ablaufen. Wahrscheinlich ist es nicht vollständig. Das Gedächtnis hat wahrscheinlich einiges ausgeblendet.

8 Zoll Disketten. Damit begann die Heimcomputerei. Die etwa 200 mm breiten und hohen Scheiben hatten am Anfang eine Riesenspeicherkapazität: 180 Kilobyteds, nicht etwa Megabytes.
Es war ein Riesensprung, denn vorher wurden Lochkarten zur Speicherung benutzt. Das war ein Riesenstapel, der der Speicherfähigkeit einer 8" Diskette entsprach. Später erhöhte man das Speichervolumen einer 8" Diskette auf 1 MByte. Riesensensation.

5,25 Zoll. Anfang der 80er Jahre hieß das neue Format fünfeinviertel. Es war lange Zeit ein aktuelles Format, mit dem ich viele Erfahrungen machen durfte. Die etwa 130 mm breite und hohe Diskette brachte am Anfang 80 Kilobytes auf die Waage. Später wurde sie verbessert, so dass man gar 1,2 Mbytes speichern konnte. Doch die neu eingeführte Diskette bei dem IBM PC hatte gerade einmal 160 KBytes an Speichermöglichkeit. Mit dieser Diskette hatten wir Mitte der 80er Jahre grosse Erfolge. Wer Mitglied im Computerclub wurde, der bekam neben einer unterschriebenen Mitglliedskarte eine solche Diskette als Willkommensgeschenk. Damals hatte eine solche Diskette immerhin noch einen Wert von 15-20 DM.

3,5 Zoll. Als nun eine Diskette vorgestellt wurde, die nicht mehr so schwabbelig war, wie ein Stück Papier, begann man mit sagenhaften 720 KiloBytes Speicherkapazität. Die Diskette hatte jetzt ein massives Plastikgehäuse und zeichnete sich dadurch aus, dass automatisch der Speicherbereich durch einen metallischen Deckel geschützt wurde, wenn man die Diskette aus dem Schacht nahm. 3,5" - das entspricht ca 90 Millimeter. Damit wurde das Medium wieder ein Stück leistungsfähiger und vor allem auch besser hantierbar. Sie kam am Anfang mit 720 Kilobytes daher und es dauerte nicht lange und man konnte 1,4 MB speichern. Später wurden gar Spezialdisketten  mit 3,4 MB eingesetzt. Doch sie erhielten keine Marktpräsenz mehr.
Es gab weiterhin noch Exoten, die sich ausgefallene Maße und Speichervolumina aussuchten und damit ohne Relevanz waren.
Schneider/Amstrad kam plötzlich mit 80 mm Disketten mit 180 kBytes auf den Markt. Niemand konnte diese Dinger lesen und damit wurde auch die Marke Schneider beerdigt. Auch Sinclair kam mit völlig anderen Formaten und musste ebenso Abschied vom Markt nehmen.

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