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01.05.2009
Erfolgserlebnis am Abend (Wolfgang Back)

Die Erfolgserlebnisse am Computer blieben in letzter Zeit aus. Oftmals war es mühsam, etwas zu erreichen, was eigentlich ganz einfach aussah. So hatte ich in den letzten Tagen meine liebe Not mit einem neuen VMWare Server. Er wollte und wollte nicht seine Dienste anbieten.Die Foreneinträge sind entsprechend häufig, wenn man VMWare mit Vista in Verbindung bringt. Eigentlich dürfte das ja mittlerweile nicht mehr so schwierig sein, nachdem auch der letzte Entwickler mitkriegen musste, dass es Vista gibt.
Meine Bemühungen endeten immer wieder an dem Webinterface der neuen VMWare Server Version. Wenn man mit dem Firefox als Webend die Virtuelle Maschine aufrufen wollte, scheiterte man immer wieder an dem Zertifikat, das die Software beziehen wollte. Das Zertifikat, das angeboten wurde, wollte das Programm partout nicht nutzen, da es als "selbst unterschrieben" verworfen wurde. Dass man sich dann einer Ausnahmesituation bedienen kann, muss man erst einmal wissen. Auf dem Wege zu dieser Situation wird man vom Browser belehrt, dass seriöse Anbieter oder seriöse Banken nicht mit einem solchen Ausnahmetestat arbeiten werden. Also begibt man sich in die Tiefen der Dubiosität. Aber Pustekuchen: die Ausnahmeregel wurde nicht angenommen.
Erst nach langem Denken stellte ich fest, dass der Server gar nicht geladen war und damit auch keine Verbindung hergestellt werden konnte.
Ab in die Systemsteuerung und Ausschau nach den laufenden Diensten gehalten. Unter VMWare findet man ungefähr 6 Dienste. Die meisten werden automatisch gestartet. Doch der wichtige Server Host Dienst stand auf manuell starten. Das musste ich ändern und startete den Dienst und stellte ihn auf automatisch. Irgendwie fluppte es dann danach und ich konnte die installierte WIN 2000 Maschine starten. Bei der Installation auf dem Vaio traten noch ein paar andere Schwierigkeiten auf. Doch nach längerem Ändern von Parametern erreichte ich auch das Funktionieren auf dem kleinen Rechner.
Aber wofür das alles? Eigentlich wollte ich mal wieder den Lallus in Funktion setzen, um ein wenig damit zu spielen.



Doch mit Vista kam ein Betriebssystem, das mit den eigenen Microsoft Programmen nicht mehr funktioniert. So ist Visual Basic 6 zwar ein Paradepferd von Microsoft; doch viele Funktionen sind einfach ausgesperrt, so dass man VB6 nur noch im Kompatibilitätsmodus fahren kann und dabei herbe Einschnitte erleben muss.
So funktionieren Hilfsprogramme (.OCX) zur seriellen Kommunikation nicht mehr, so dass bestehende Programme aus naher Vergangenheit einfach unbrauchbar geworden sind.
Dieses ist eigentlich eine Unverschämtheit. Auch dass Visual C++ nicht mehr funktioniert und man Klimmzüge über die ungeliebte .NET Basis machen muss, ärgert manchen Entwickler. Und wenn man dann in der Tat auf .NET umsteigen will und ein 3.300 Euro teures Programm namens .Net Architekt installieren will, dann sagte Vista :nein. Unglaublich, dass diese teure Software (zwar von 2003) plötzlich unbrauchbar wurde.
Um aber .OCX'en und Architekt zu retten, kann man auf ein Betriebssystem rückwärts diese Software noch installieren.
Daher mein Wunsch nach einer Virtuellen Maschine. Hier läuft jetzt WIN 2000 zusammen mit Visual Basic und allen anderen Funktionen.
Man muss sich noch einmal vor Augen führen: es wird ein ungeliebtes Betriebssystem in die EWelt gesetzt, das vorne und hinten nicht durchdacht war. Flaggschiffe des Hauses wurden ausgesperrt, Funktionen unterdrückt, die notwendig sind.
Und dann kommt Windows 7 - ein Schnellschuss nur wenige Monate nach dem vermurksten Vistastart. Plötzlich läuft der Rechner mit 380 MByte Hauptspeicher, was vorher bei Vista nicht unter 1 GB zu machen war. Speicher spart man ein, wenn man Dinge weglässt. So wurde das DRM (Digital Rights Management) entfernt. Damit wurde das System ohne Aufwand entschieden schneller, weil ganz einfach das ständige Verschlüsseln und nachfolgende Entschlüsseln von Chip zu Chip wegfiel.



Damit kann ich mich nur der Meinung von Linus Torvalds anschließen, der Windows 7 so charakterisierte: "Dadurch, dass jetzt Hürden entfernt wurden, wurde kein gutes Betriebssystem geschaffen. Man darf sich da nicht täuschen lassen."
In meinem Fall ist es jetzt so, dass ich zuerst den Rechner mit Vista boote, dann die VMWare aufrufe und Win 2000 boote, um anschließend mit Visual Basic auf eine serielle Schnittstelle COM1 zu kommen, die mir Vista verbietet. Da darf man eigentlich gar nicht genauer darüber nachdenken, auf welche Pfade man da von Microsoft geschickt wird.

Nach wie vor wird aber von Microsoft bestritten, dass auf Vista eine Abwrackprämie in Höhe des neuen Betriebssystems gezahlt wird.


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