ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Startseite
  Neuigkeiten
  Historie
  Pressestimmen
  Redaktion
  Kontakt
  Sitemap
  Haftungsausschluss
  Impressum


NEUIGKEITENals RSS-Feed abonnieren

09.05.2009
Problem gefixt (Wolfgang Back)

Das Problem, das ich gestern noch eingestellt hatte in punkto Lallusdateien und deren Lesbarkeit ist gefixt. Es handelt sich um eine Versionsinkompatibilität von Vista. Ich habe einen alten Rechner mit WIN2K aufgepäppelt und die Probleme waren sofort gelöst. Alles wunderbar zu lesen. Jetzt muss ich nur überlegen, wie ich die Sicherung jetzt mache, denn wenn Microsoft in einer neuen Version wieder einfällt, alles inkompatibel zu machen, dann muss man entweder die alten Hardware-Hündchen mitschleifen - oder aber die digitale Demenz akzeptieren.

Heute morgen habe ich mich höllisch geärgert, als ich einen Artikel im Kölner Stadtanzeiger auf der Titelseite gelesen habe. Es geht um die Online Petition bezüglich der Internetsperren. Ich habe den Artikel einmal abgescannt und entsprechend verkleinert. Ich hoffe, dass alles noch lesbar geblieben ist.



Es ist ein Riesenerfolg, dass in nur 4 Tagen 55.000 User sich registriert und abgestimmt haben. 55.000 nachvollziehbare echte Abstimmer sind eine Menge Leute, die sich unwohl fühlen bei den geplanten Gesetzesänderungen.
Aber jetzt kommt der Hammer. Wenn dieser Innen"experte" Wiefelspütz tatsächlich einen solchen Unsinn zu Protokoll gab, dann aber bitte sofort von dem Posten entfernen. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen, was dieser Schäubleknecht von sich gibt: "das Gesetzgebungsverfahren wird durch die Unterzeichner nicht beeinträchtigt". Warum auch?
Es ist das gute Recht eines jeden, eine Petition einzureichen. Doch alle Mühe und ehrliche Betroffenheit wird abgeschmettert. Dieser Mann kann doch nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Ist das die Demokratie, die man uns versprochen hat?
"Jeder darf mal meckern; doch entscheiden tun wir in Berlin alleine."
Noch bekloppter antwortet der parlamentarische Staatssekretär vom Familienministerium. Der hat nun gar nichts geschnallt. "Die Internet-Gemeinde sei nun sehr gut vernetzt." Was heißt das? Und dann der Hinweis auf andere Länder kann doch wohl nicht ernst gemeint sein.

Ich habe alle Europa Kandidaten aus meinem Umfeld einmal angeschrieben, um zu erfahren, wie sie in Brüssel bezüglich der Internetsperren agieren wollen. Bisher habe ich noch von keinem Kandidaten eine Antwort erhalten. Vielleicht haben die Vielbeschäftigten erst Zeit für die Antwort, wenn die Wahl vorbei ist.

Wahrscheinlich müssen wir alle sehr viel politischer agieren und in das Geschehen eingreifen. Es kann doch nicht angehen, dass wir plötzlich keine Antwort mehr bei der Suche nach Kinderpornographie bekommen, sondern auch noch als verdächtiges Subjekt gespeichert werden. Wir hatten schon einmal solche Sperren. Ist das schon vergessen? Da waren Worte gesperrt, die nach dem Begriff Brust oder ähnlichen Ausdrücken suchten.
Wissenschaftler, die sich nach Brustkrebs informieren wollten oder es gar ins Englische auswichen und es mit Breast Cancer probierten, waren ohne Treffer. Der Spuk war dann sehr schnell vorbei. Genauso wird es auch mit dieser Kinderpornografie kommen, die wahrscheinlich auf einer ganz anderen Ebene stattfindet, als wir uns das vorstellen können.
Wer sich für Kinderpornografie interessiert ist pervers und ein ekelhafter Typ. Doch müssen wir durch solche Typen eine Sperrmöglichkeit aller möglichen gefährdeten Seiten hinnehmen, die evtl. gar nichts damit zu tun haben. Solche Typen werden ruckzuck den neuen Servernamen folgen oder ihre direkte Kontakte zur Szene ausbauen. Lahm legen kann man damit keinesfalls die perverse Szene.

Liebe Mutter einer kinderreichen Familie glauben Sie doch einmal den 20 Prozent versierter Computernutzer, die von Ihnen als pädokriminell bezeichnet wurden, dass diese Sperrung absolut nichts für Ihr Vorhaben bringt. Sie spielen dem dritten Wolfgang neue Kompetenzen in sein Ministerium.

Wir werden mit unseren demokratischen Mitteln versuchen, eine Wiederwahl der Familienminsterin und dem Innenminister zu verhindern.

Wenn es jetzt zu einer erneuten Überwachung kommen sollte, so sollten sie das Handytimeout von 4 Minuten etwas höher ansetzen. Sonst fällt es am Ende noch auf.

27 Kommentare
zurück zum Archiv

Druckversion Impressum Haftungsausschluss