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11.05.2009
Ein Herz für junge Menschen (Wolfgang Back)

Wenn ich mir überlege, was wir von den Politikern versprochen bekommen, dann sind dies meistens Dinge, die uns kurze Zeit später wieder abgenommen werden. Heute stieß ich auf eine Meldung, bei der ein junger Politiker ein Herz für die Liebenden hat. Er verlangt endlich richtige Wohnungen für junge Leute, in denen sie auch einmal etwas ausprobieren können, was letztendlich im Auto nicht so recht gelingen mag. Leider kümmert sich bei uns niemand um diese Probleme. Da muss man schon auf den Balkan ausweichen.

Politiker will jungen Leuten Wohnungen für ungestörten Sex bauen
ZAGREB, 10. Mai (AFP) - Damit sie sich nicht immer zum Tête-à-tête im Auto treffen müssen, hat ein Kandidat bei den Kommunalwahlen in der kroatischen Hauptstadt Zagreb mehr Wohnungen für junge Leute versprochen. "Ihr krümmt Euch im Auto? Die Gangschaltung stört Euch? Ihr müsst mal? Die Stoßdämpfer quietschen?", heißt es auf dem Wahlplakat von Zdravko Birac, einem Kandidaten der Regierungspartei HDZ. Er wisse von seinen zwei eigenen Kindern von den Problemen der Paare, die aus Platzmangel nur im Auto intim werden könnten, sagte Birac der Zeitung "Novi List". Deswegen setze er sich für mehr Wohnungen speziell für junge Leute ein.Gar nicht prüde heißt es auf Biracs Wahlplakaten weiter: "Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass es noch mehr Stellungen gibt, die Ihr im Auto nicht ausprobieren könnt." Um das zu ändern, sollten sie bei der Kommunalwahl nächstes Wochenende für ihn stimmen. Seine direkte Art verteidigte Birac als Weg, die Bürger für Wahlen zu interessieren. Mit "fruchtlosen und langweiligen" Kampagnen gehe das nun einmal nicht.


Zurück zu unseren Politikern, die viel verkniffener die Welt sehen. Das, was sich da rund um das von der Leyen Ministerium postiert ist schlechthin ein Laientheater größter Provenienz. Wenn Laien von versierten Fachleuten reden, dann werden die auch noch pauschal als Pädokriminelle bezeichnet. So geschehen in einem Interview bei Radio eins. Es lohnt sich, den Soundfile anzuhören, um mitreden zu können.
Die meisten CCZwei-Hörer gehören wohl zu den versierten Computerfachleuten, zu jenen 20 Prozent, die durch ihre Versiertheit die Umwege zur Kinderpornografie kennen. Und diese 20 Prozent sind weitgehend Pädokriminelle.
Ist das eigentlich eine Beleidigung für Menschen, die etwas mehr vom Computer verstehen, als Frau von der Leyen? Sollte man da nicht eine Sammelklage anstreben?
Doch neben der harmlos wirkenden Familientante geriert sich ein Abgeordneter im Deutschen Bundestag geradezu zum Idioten.
Herr D. Wiefelspütz gibt von sich, dass er weder Computer noch Internet kennt, weil er im letzten Jahrtausend geboren wurde. Und es schert ihn einen Dreck, ob eine Petition zu einem poltischen Thema eingereicht wurde oder nicht. Denn Petitionen kann jeder einreichen - doch sie werden die Politik nicht beeinflussen. Wer so etwas in der Öffentlichkeit zum Besten gibt, der gehört morgen schon von seiner Funktion entbunden zu werden. Hoffentlich wird er sich bei der Bundestagswahl die Zähne ausbeißen. Namen merken und auf die Hateliste setzen.
Die Bundestagspetition bezüglich der Sperrung von Internetseiten ist ein voller Erfolg. Schon nach vier Tagen war das unterste Limit für eine Petition erreicht: 50.000 Einsprüche müssen erreicht werden, damit der Bundestag sich mit der Materie beschäftigt. Doch es ist noch kein Ende abzusehen. Heute Morgen habe ich gesehen, dass wir schon knapp vor 70.000 Mitzeichnern waren.
Und es sollte weitergehen, denn auch so Leute wie der zitierte Herr Wiefelspütz sollten erkennen, dass sie es mit einer Menschenmenge zu tun haben, die mehrere Fußballstadien gleichzeitig füllen würden. Wer da nicht eine Relevanz erkennt, der sollte sogar gewaltsam zurückgetreten werden.
Ich habe mal die Seite aufgerufen und zur Freude festgestellt, dass mittlerweile 72460 Mitzeichner abgestimmt haben. Bis zum 16. Juni dauert die Zeichnungsfrist. Bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein hinab. Was zu knacken wäre die bisher höchste Petition, die ca. 128.000 Petenten auf den Plan rief. Endlich kann man auch einmal ein neues Wort lernen: Jemand, der sich einer Petition anschließt, ist ein Petent.

Wahrscheinlich werden wir alle als renitente Petenten angesehen, die ja durch ihre Versiertheit im Internet zu den gefährdeten Pädokriminellen gehören. (v.d.Leyen)
Ach ja, ich wollte ja noch den Link zu Radio eins einstellen.

http://www.radioeins.de/programm/sendungen/eine_stunde_zeit/kopf_der_woche/ursula_von_der_leyen.html

Und noch einmal den Link zur Bundestagspetition:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

Im Netz gab es einige Stimmen, die mir nahelegten, das "Back packt aus" in der nächsten Fernsehsendung zu nutzen, um einmal zu zeigen, wie man mit Petitionen umgeht. Da sich mir die Haare sträuben, wenn ich bedenke, was passieren kann, wenn sich niemand darum kümmert, so will ich wenigstens das hinzufügen, was ich als wichtig erkenne. Ich finde es wichtig, dass wir mit allen Mitteln diese Blacklist des BKA verhindern, die Tür und Tor für antidemokratische Handlungen öffnet. Es darf nicht sein, dass im Hause Schäuble eine Liste entsteht, die ungeprüft den Providern zur Sperrung überspielt wird.
Da man aus unergründlichen Gründen diese Liste als Geheime Sache führen will, entzieht sich der Inhalt jeder demokratischen Kontrolle. Auch ein Gericht hat kein Recht, die Liste einzusehen.
Wollen wir wirklich eine solche Heimlichtuerei unterstützen - oder lohnt es sich nicht eher die Petition zum überragenden Erfolg zu bringen.

Alle sind aufgerufen, den Weg zum Petenten zu beschreiten.  

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