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23.06.2009
Grüezy Schwyz – Auf Wiedersehen bis bald (Wolfgang Back)

Der Urlaub ist vorbei – es lebe der Urlaub. Aus den geplanten 4 Wochen wurden fast 5 Wochen und ich hätte noch zwei Monate hier bleiben können. Das Wetter war durchweg gut und ich konnte mich gut erholen. Gestern ergab es sich so, dass ich mit einem Schweizer Polizisten ins Gespräch kam. Sein Deutsch war excellent und so nutzte ich die Möglichkeit, mich nach der Mehrwertsteuer zu erkundigen. Vielleicht wissen Sie noch, dass ich eine Brille aus Deutschland vom deutschen Optiker nachgeschickt bekam, für die ich 71 Franken bezahlen musste, bevor ich sie nutzen konnte.
Jedenfalls empfahl mir der Polizist auf jeden Fall die bezahlte Schweizer Mehrwertsteuer zurückzuholen, die ich zu viel bezahlt habe. Die nächste Zollstelle ist gar nicht so weit weg. Die Grenze nach Italien ist so um die 15 Kilometer von Ascona entfernt. Für 46 Franken MWST kann man ja mal da hinfahren. Gesagt, getan. Die Grenze Schweiz / Italien ist stark entschärft worden, nachdem die Schweiz auch dem Schengener Abkommen beigetreten ist.
Die Leute, die jetzt die Kontrollen machen sind keine Beamte mehr, sondern nennen sich Grenzüberwacher. Mit einem deutschen Auto ist es normalerweise absolut kein Problem, die Grenze zu passieren.
Doch mein Verhalten machte dann doch neugierig. Nachdem ich durch gewunken wurde, drehte ich einige Meter nach der Grenze und fuhr zurück, weil ich ja in das noch verbliebene Zollbüro wollte.



Dort kramte ich dann sämtliche italienischen Vokabeln heraus, die ich irgendwann einmal gelernt hatte. Doch siehe da, es ging auch auf Französisch. Deutsch war ausgesperrt. Der freundliche Zollbeamte hatte relativ schnell mein Problem erkannt, nachdem ich ihm alle Unterlagen hingelegt hatte. Dann machte er sich schlau und fragte seinen Kollegen. Dann kam die Botschaft: Mehrwertsteuererstattung erst ab 50 Franken. Ich hatte 46 Franken zu bieten und ging somit, nach der Meinung der Zollbeamten, leer aus.
Doch dann kam ein dritter Zöllner dazu, der im unverständlichen Italienisch die Sache mit den beiden Zöllnern diskutierte. Offenbar hatten die beiden Zöllner etwas übersehen.
Alle schauten sich noch einmal mein kleines Paket an und fanden heraus, dass die Verzollung der Pakete ja von der Swiss Post vorgenommen wird. Sie sind also gar nicht zuständig.
Freundlicherweise versuchte der erste Zöllner jetzt, die Adresse herauszufinden, wo die Verzollung stattgefunden hat. Sogar die Telefonnummer stand auf den Abrechnungspapieren; doch der Zöllner  stöhnte, weil er die Adresse und die Telefonnummer nicht im Computer fand. Ich wollte nicht den großen allwissenden Macker spielen und schob ganz dezent den Zettel mit der Swiss Post Adresse und der Telefonnummer hinüber. In der Zwischenzeit hatte der Zöllner mit viel Mühe auch diese Nummer herausgekriegt. Er ruft an und zunächst wurde die Sprache synchronisiert. Der Zöllner bot zunächst Französisch an. Doch dann war Zürich auch mit Italienisch zufrieden. Ich war mal wieder weitgehend aus dem Spiel. Auf jeden Fall verstand ich, dass ich wohl wieder der Verlierer bin. Nachdem die beiden so 5 Minuten telefonierten, gab der Zöllner den Hörer weiter an mich. Auf der anderen Seite eine fantastisch gut deutsch sprechende Frau, die mir das Endergebnis der Diskussion mitteilete. Ich hatte einen Anspruch auf die Rückerstattung der Mehrwertsteuer. Gleichzeitig wurde ich gerügt, weil ich nicht auf die Deklaration geschrieben hätte, dass der Empfänger Deutscher ist, der sich nur temporär in der Schweiz aufhält und dann wieder mit der Brille nach Deutschland zurückfährt. Dann hätte man auf eine Mehrwertsteuererhebung verzichtet.



Vielleicht ein Tipp an alle, die vielleicht Ähnliches erleben.
Aber mir steht eine Erstattung zu. Aber Halt. Die Swiss Post behält 30 Franken von der Summe.  Aus 46 Franken wären dann 16 Franken  oder ca. 10 Euro Rückerstattung geworden.
Obwohl die Sache völlig klar für mich war, tat ich so, als würde ich mich für die Resterstattung interessieren. Ich hätte dann ein Formular ausfüllen müssen, wo alle Daten eingetragen werden. Dieses Formular hätte ich mir unfrei nach Deutschland schicken lassen müssen. Zurück hätte ich dann für Schweizer Post frankieren müssen. Summasummarum wäre höchstens eine Nullnummer dabei herausgekommen. Sehr schnell hätte ich aber auch im Minus landen können, denn die 0 Franken sind noch lange nicht als 0 Euro in Deutschland auf dem Konto.


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