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05.07.2009
Die Zeit fließt dahin. (Wolfgang Back)

Wenn ich einmal zusammenzähle, wieviele Stunden ich opfern musste, um ein einigermassen aktuelles System mein eigen zu nennen, dann sind alle Schätzungen ungenau. Mittlerweile geht ja auch eine Menge automatisch, was vor 20 Jahren noch völlig unbekannt war. Damals in den 90er Jahren kamen Updates weitgehend per Diskette. Es dauerte etwa ein halbes Jahr, bis ein Update aus Amerika den eigenen Computer erreichte.

Heute war für mich auch ein Update - Tag nach dem Muster alter Zeiten. Das Service Pack 2 für Vista ist seit wenigen Tagen verfügbar. Heute, am Sonntag, hatte ich die Zeit, die 368 MByte herunterzuladen, um sie auf einen USB-Stick zu speichern. Das hatte natürlich schon seinen Grund. Denn mittlerweile ist es nicht nur ein Update, sondern gleich 4. Und jedes Servicepack dauert etwa 1 Stunde. Damit ist ein halber Arbeitstag abgelaufen. Und warum macht man diese Updates überhaupt?
Man hofft eben darauf, dass mangelnde Funktionen jetzt endlich besser ablaufen. Doch meistens sind die eigenen Wünsche nicht Gegenstand der Updates. Schon wieder verlorene Zeit investiert?

Vista wird wahrscheinlich nie zur Zufriedenheit der User ausfallen; egal wieviele Service Packs noch geliefert werden. Denn man muss ja eine Sache verhindern: Man darf nicht dahinkommen, dass das Service Pack, gestählt durch neue Funktionen, das Windows 7 erreicht. Da muss immer noch ein Abstand bleiben.
Denn Windows 7 will man wieder verkaufen. Natürlich ist das eine Unverschämtheit, die uns da wiederfährt. Ein untaugliches Betriebssystem flickt man so zusammen, dass man doch ein neues kaufen muss.

Ob man so etwas immer wieder mitmachen muss, ist sehr fraglich. Doch die Weichen sind schon neu gestellt. Mit Cloud Computing und Grid Computing kommen neue Applikationen, die ein proprietäres Betriebssystem überflüssig machen können.

So wie ich mich erfolgreich mit Open Office von der Microsoft Mafia abgekoppelt habe, werden es auch andere Applikationen schaffen, den User ohne Knechtschaft zu fesseln.

Ich bin nicht ganz so konsequent, wie mein Kollege Wolfgang Rudolph, der sich auf keinen Kompromiss mehr einläßt und nur noch Linux favorisiert. Wahrscheinlich hat er sogar Recht, wenn er auf die bunten Icons verzichtet und den Fokus mehr auf die Inhalte legt.
Doch für unsere Sendung in der Aussenwirkung ist es gut, dass wir verschiedene Positionen einnehmen. Es gibt natürlich auch Applikationen, die nur im Windowskleid funktionieren. Doch ob es die wichtigsten Applikationen sind, bleibt abzuwarten.

Das Ganze hat natürlich schon Tradition. Damals, als Hauptspeicher unheimlich rar war, weil er einfach sehr teuer war, gab es Dienstprogramme von Microsoft, die unglaublich bytefressend zum Standard gehörten. Ein Maustreiber von Microsoft war um die 30 kb groß, ein genausogut arbeitender alternativer Treiber kam mit 300 Byte aus. Ebenso die Ansteuerung des Keyboards. Der mitgelieferte, implementierte, Treiber hatte ebnfalls um die 30 Kilobytes. Auch hier konnte man durch besseres Programmieren den Faktor - 100 erreichen.

Es wird noch viele Entwicklungen geben, die in Konkurrenz zu den bestehenden Systemen veröffentlicht werde. Das ist auch wunderbar, dass die Kreativität bei den Menschen nicht stehenbleibt.
Doch ein Problem steht im Raume: Solange alle Technik noch "schwimmt", wird es keine endgültigen Standards geben. Ob MP3 eine übertlebenschance hat, ist zum Beispiel gar nicht festgeschrieben. Ob MPEG 2 oder MPEG 4 die Zukunft überstehen wird, kann niemand vorhersehen. So lange wir konkurrierende Syteme im Markt haben, ist keine Normung angebracht.    

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