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19.08.2009
Die Politik wühlt auf (Wolfgang Back)

Wenn man politische Themen in die Sendung nimmt, dann muss man wohl damit rechnen, dass nicht alle einer Meinung sind. Wäre das so, dann brauchten wir keine Wahlen abzuhalten, sondern könnten den Mainstream als politische Grundlage verfolgen.

Wir haben es frühzeitig angekündigt, dass wir etwas für die Demokratie tun wollen - und vor allem die Nichtwähler zur Wahl bewegen wollen.
In unserem Forum wird konträr diskutiert und nicht immer stammen die Argumente aus einem klugen Kopf. Wir wollen als die Macher der Sendung dafür sorgen, dass wir den einen oder anderen Zuhörer aktivieren können, zur Wahl zu gehen. Dabei spielt die Partei letztendlich eine Nebenrolle.
Doch es muss auch gestattet sein, die persönliche Präferenzen zu artikulieren. Wolfgang Rudolph und ich gehörten nie einer Partei an. Ich war immer der Meinung, dass ein ernsthafter Journalist keine Parteizugehörigkeit haben darf. Dieses konsequente Verhalten hat mir sicherlich einiges in der persönlichen Karriere verbaut. Ich war immer als Einzelkämpfer unterwegs und entdeckte nach und nach bei vielen Kollegen eine verschwiegene Parteizugehörigkeit. Das ist angepasster und feiger Journalismus.
Auch jetzt bin ich in keiner Partei und werde meinen Lebensabend nicht mit Plakatekleben verschandeln. Dennoch habe ich jetzt eine Entscheidung getroffen, die sehr parteiisch ist. Erstmals in meinem Leben habe ich einer Partei eine kleine Spende von 20 Euro überwiesen. Vielleicht wird es sogar noch mehr. Sie ging an die Piratenpartei.
Ich verbinde damit aber Hoffnungen, die ich gerne umgesetzt wüsste. Dieses geht nur bei einem Sieg der gewählten Partei.

Bei dieser Wahl kann ich keine etablierte Partei wählen. Sowohl das Nichtprogramm der CDU und das Fantasieprogramm der SPD können mich überzeugen. Die Linken scheiden von vorne heraus aus und die FDP tänzelt wieder hin und her. Das ist alles heiße Luft. So weit zu meiner Entscheidung, die ich übrigens vor einer Wahl noch nie so offen kundgetan habe.

Mir geht es vor allem darum, dass man die Existenz des Internets anders sieht, als dieser Schnüffler, der unseren Vornamen trägt. Das ist keine Politik, die da betrieben wird, sondern ein Nachplappern von irgendwelchen schlimmen Szenarien. Noch schlimmer kommt mir eine Superfrau daher, die Kinder vorbildlich erzieht, die die Pflege für andere Familienmitglieder in die Hand genommen hat und in Berlin als Ministerin "ihren Mann steht". Irgendwo bleibt dann  der gesunde Menschenverstand auf der Strecke.

Das heutige Gespräch mit Gerhart Baum verlief übrigens wunderbar. Wir haben wahrscheinlich die richtigen Punkte herausgekitzelt. Ich hatte auf die Schnelle das neue Buch gelesen und sagte zu W. Rudolph: "Du, der hat recht!" Das war übrigens aus meinem Munde ein großes Kompliment. Dieses dumme Geschwätz im Forum, dass wir einen FDP Politiker favorisierten ist totaler Müll. Wir erlebten Gerhart Baum als Bewahrer der Menschenrechte, als Bewahrer der Grundrechte und als Streiter für mehr Freiheit.
Das hat gar nichts mit der FDP zu tun und wählen kann man ihn auch nicht mehr. Wir sind stolz, dass wir mit Gerhart Baum einen Konsens erreichen konnten, dass wir an der Erhaltung der Menschenrechte und damit der selbst bestimmten Freiheit gemeinsam arbeiten wollen.

Und jetzt ist der Löwenkäfig wieder aufgebaut. Zeigt eure Zähne.


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