ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Startseite
  Neuigkeiten
  Historie
  Pressestimmen
  Redaktion
  Kontakt
  Sitemap
  Haftungsausschluss
  Impressum


NEUIGKEITENals RSS-Feed abonnieren

26.08.2009
Was haben wir nur falsch gemacht? (Wolfgang Back)

Das, was ich heute Abend gelesen habe, hat mich ziemlich nachdenklich gestimmt. Die Diskussion über die Möglichkeiten, einen Trojaner zu setzen und evtl. auch eBanking Raubzüge zu starten, lassen einen aufhorchen. Offensichtlich nützt es kaum etwas, irgendwelche vorgegebenen Sicherheitsregeln einzuhalten. Die Angreifer scheinen mächtiger zu sein.
Fangen wir einmal mit dieser Seite an, die einen guten Überblick über die Problematiken und Fortschritte gibt:
http://www.gulli.com/news/bundestrojaner-ein-2009-08-21/
Von dort gibt es interessante Links zu weiterführenden Informationen. Interesaant war für mich auch das Video, das einen eBanking Raub darstellen sollte. Ich konnte zwar nicht allzu viel auf dem Bildschirm erkennen; doch das Ergebnis wäre schon ein Skandal. Doch wir werden immer häufiger mit solchen Manipulationen konfrontiert werden.
Umso unverständlicher wird die Haltung des Bundesinnenministers. Er begibt sich auf die Spur der Kriminellen. Er will mit viel Geld Knowhow einkaufen, um seinen Bundestrojaner zu rechtfertigen. Offensichtlich scheint eine solche Schnüffelsoftware keine Probleme zu machen. Man kann sie auf vielfältige Art und Weise einschleusen.
Doch ist das die Aufgabe des Innenministers? Quasi in die Rolle der Kriminellen zu schlüpfen? Ich wünschte mir, man würde das Schwert herumdrehen und die Kenntnisse einsetzen, um deutsche Bürger vor internationalen Abzockhaien zu schützen. Kaum jemand hat die Vorstellungskraft, was alles passieren kann. Kaum jemand hat Antworten auf die Angriffe der Schadmafia. Deshalb müsste das Innenministerium zuständig gemacht werden, den Bürger vor Schaden zu schützen. Doch da ist leider nichts zu erkennen.
Aber welcher Geist steckt eigentlich in den Köpfen der Politiker, die unbedingt alles wissen wollen, was in der Republik geschieht. Ich hoffe doch, dass die Erkenntnis in die Köpfe eingeflossen ist, dass die "andere" Seite es leichter hat, sich zu verstecken oder Methoden der Kommunikation kreativer im Untergrund genutzt werden. Ich musste schmunzeln, als ich erfuhr, wie die Terroristen das BKA mit den Emails um die Nase geführt wurde. Alle Welt rechnete damit, dass man den Emailverkehr der Aktivisten abhören könne. Die müssen doch irgendwann einmal Termine koordinieren und Absprachen austauschen.
Doch die Verwunderung war riesengroß, als man erfuhr, dass die Islamisten gar keine Email versandt haben, sondern lediglich das Geschriebene im Erstellungsordner beließen. Der Kumpel hatte den Zugang zum Rechner und konnte die Mail dann als Entwurf lesen, ohne dass die die Mail geschnappt werden konnte. Wenn so einfache Machenschaften schon die Ermittlungsbehörden außer Takt bringen, dann brauchen wir sicherlich sehr viel besser ausgebildete Fahnder.
Eigentlich wollte ich etwas ganz Anderes schreiben. Aber das Thema geht vor. Ich wollte davon berichten, dass ich gerade ein Buch lese, das sich mit Konrad Zuse beschäftzigt und einen seltsamen Titel trägt: "Die Frau, für die ich den Computer erfand."
Mir gefällt das Buch gar nicht, weil es auf keinen Fall die Sprache von Konrad Zuse ist, den ich über Jahre kennen lernen durfte. Ich wette, dass Konrad Zuse so nicht gesprochen hat, wie es in dem Buch dargestellt wird. Die Frau, für die er den Computer erfand, ist laut Buch Ada Lovelance, die Tochter von Lord Byron und erste Programmiererin der Welt. Sie hatte es mit der Difference Machine von Charles Babbage zu tun.
Doch in meinen Gesprächen hat Konrad Zuse es immer verneint, dass er Kenntnis über vorhergegange Entwicklungen bezüglich der Digitaltechnik gehabt hätte.  
Eigentlich reizt es mich, für das Jahr 2010 ein eigenes Buch zu erstellen, denn ich habe mindestens 15 Zusammenkünfte mit Konrad Zuse erlebt und ich weiß eine Menge zu berichten., was selbst sein Sohn Prof. Dr. Horst Zuse nicht wissen kann. Ich stehe mit ihm im Mailkontakt und er wird mir nach dem Wochenende auf Borkum mehr berichten.
Mal sehen, was passiert. Ich glaube aber, dass Konrad Zuse es verdient hat, so dargestellt zu werden, wie es seinem Naturell entsprach.
Mal sehen, was draus wird.

12 Kommentare
zurück zum Archiv

Druckversion Impressum Haftungsausschluss