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02.09.2009
Ich habe es geahnt (Wolfgang Back)

Seit ein paar Tagen laufen wieder Emails ein, die mich zum Teil kräftig beschimpfen, weil ich mir Gedanken gemacht habe, wie man evtl. die mechanische Wahl in eine computerunterstützte Wahl verfassungsrechtlich sauber gestalten könnte.
Jeder Versuch, sich darüber nur Gedanken zu machen wird mit wüsten Beschimpfungen belohnt. Da müssen auf der anderen Seite einige Zuhörer nicht ganz klar im Kopf sein. Da wird mir zum Beispiel demokratisches Denken abgesprochen - eine Unverschämtheit. Bei der jetzigen Kommunalwahl haben sich eine Menge Wahlpannen eingeschlichen, die teilweise nur durch lokale Neuwahlen ausgeglichen werden können. Hinter allen Pannen steckten diesmal menschliche Fehler. Ob der eine Wahlhelfer "pro Köln" im Hahnwald in Köln zu oft in eine Spalte einfügte und damit das komplette Ergebnis versaute, oder ob sogar unbemerkt falsche Wahlzettel ausgelegt wurden: es passierte eben.Ich will jetzt nicht wieder elektronische Wahlen verlangen, weil sonst Gott und die Welt mir wieder die Paranoia an den Hals hängen will.

Und jetzt komme ich mit meinem zweiten Lieblingsthema Lieblingsthema, das genauso unbeliebt ist wie die Wahlen. Nächsten Montag geht es ab nach Dortmund und ich werde dort einige Moderationen in punkto Logistik aufzeichnen, die diesmal allerdings nicht für CCZwei gedacht sind. Als wir vor einem Jahr das Thema Logistik in TV Sendungen und im Podcast brachten, gab es massive Kritik. Verstehen tue ich das bis heute nicht. Wir hatten in der Tat die besten Fachleute am Mikrofon. Prof. ten Hompel z. B. nennt man den Logistik Papst, weil er mit seinem Internet der Dinge einen wahren Schub in der Entwicklung gegeben hat. Ich kann es einfach nicht verstehen, wie man Berichte über solche Entwicklungen ablehnen kann. Hier ist ein erhöhtes Potenzial gegeben und junge Leute, die noch ihre Aufgabe suchen, könnten hier reüssieren.
Wenn man sich vorstellt, wie die Welt in einigen Jahren aussehen wird das Internet fast alle Bereiche berühren. Wir werden eine neue Form des Einkaufens präferieren. Wir werden uns online die Angebote ansehen, wie wir es heute schon zum Teil machen. Wir werden von zu Hause aus auch unsere Maggi Flasche und unsere Pizza bestellen, wir werden auf vorgekochte Mittagsmenues zurückgreifen und uns am Abend mit einem leckeren Gericht beglücken lassen.
Das verlangt Logistik, wenn es nicht zu teuer werden soll. Neben der nationalen und internationalen Logistik gewinnt die lokale Logistik an Bedeutung. Der Pizza Dienst, der mittlerweile eine breite Palette bedient wird Konkurrenz bekommen von Lokalen, die man normalerweise vor Ort besucht. Doch wenn ein Kunde das noch einmal essen will, was er im Lokal vorgesetzt bekam, der wird vielleicht auf eine Bestellung per Telefon oder Internet zugreifen wollen. Wer das nicht schafft, der macht ein Geschäft weniger.
So werden sich Gewohnheiten in den nächsten Jahren schnell verändern. Nur der, der den Wechsel mitmacht, wird überleben.
Wenn man weiter sieht und weiter spekuliert, dann kommt man zu einem möglichen Ergebnis. Vielleicht werden wir in Zukunft uns daran gewöhnen, dass wir gar nichts mehr selbst kochen. Was spricht dagegen?
Wenn es bezahlbar ist, dann bestelle ich mir ein wunderbares Frühstück mit Rührei und anderen Leckereien wie Cornflakes oder auch Rollmöpsen.
Am Mittag geht der Arbeitende in die Kantine und isst das, was die Kantine bietet.
Abends ruft er wieder nach seiner Lieblingsspeise. Der Service bemüht sich und bringt das Bestellte.

Nun wird es Leute geben, die sparen müssen. Denen wird vorerst die Nutzung eines teuren Service vorenthalten werden. Die müssen einkaufen gehen, obwohl mit der Verbreitung des Bestellservices natürlich die Einkaufsmöglichkeiten schrumpfen werden.
Irgendwann aber werden wir gar nicht mehr wissen, wie man einen Rinderbraten zurecht macht oder gar Rouladen auf den Tisch bringen will.
Die vielen Kochsendungen im Fernsehen scheinen diesen "Ausverkauf" zu spüren. Schnell noch einmal die Tricks gezeigt, bevor es in Vergessenheit gerät.
Es kann durchaus sein, dass wir unsere Küchen aussortieren und daraus einen zusätzlichen Raum für Kinder oder Hausarbeit entsteht. Es kann doch sein, dass wir uns unser Überleben anders organisieren. Der Kühlschrank aus der Küche verschwindet und steht auf dem Balkon. der Kühlschrank hat zwei Öffnungen: eine normale nach von vorne. YAber auch eine nach hinten. Hier kann dann der online Belieferer seine Waren einstellen.
Es gibt viele Ideen, die sich allerdings auch erst einmal durchsetzen müssen. Doch meistens geht das schneller, als man denkt.


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