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04.11.2009
Bald ist der 9. November (Wolfgang Back)

Wir hören und erfahren jetzt im Fernsehen von allen Seiten, wie die Geschichte damals vor 20 Jahren stattgefunden hat. Doch alle Berichte vergessen eine Tatsache: "Wie sah es denn eigentlich mit den Computern für Privatpersonen aus?
Ich hatte kurz vorher noch entschieden, dass wir in unserer Sendung einmal zeigen sollten, wie es in der ehemaligen DDR in punkto Computer abgeht. Es waren wahnwitzige Anzeigen in den Zeitungen.
Ein Commodore 64 konnte es auf über 100.000 Ostmark bringen. Ein Drucker konnte das gleiche Geld erreichen. Doch dann war man mit der Hardware immer noch alleine. Die Tintenpatronen waren kaum zu bekommen. Der Rückzug auf Nadeldrucker hatte auch seine Konsequenzen.
Es gab raffinierte User, die den Nadeldrucker nutzten, um sich mit einem Durchschlagpapier zu behelfen, weil Druckerfarbe einfach nicht zu bekommen war.
Ich kann mich noch entsinnen, dass wir solche Durchschläge in der Redaktion bekamen.
Ich finde das toll, dass sich die Kreativität so stark entwickelte.
150.000 Ostmark für einen ganz einfachen Computer - das war schon heftig und niemand konnte es verstehen; doch arrangieren musste man sich dennoch.

Als wir in den West Nachrichten hörten, dass Honecker den 1 MBytechip begrüßt hat, begannen wir zu lachen. Wir glaubten das einfach nicht. Wir sollten damit auch Recht behalten.
Ich wurde damals von Siemens für eine Pressefahrt in die östlichen Länder eingeladen. Ich habe dort erlebt, wie Siemens sich der Firma bemächtigte und die angebotenen neuen Früchte wie Mandarine und Banane austauschen ließ durch westliche Waren wie Mars-Riegel und Knoppers das Angebot verändern.

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