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09.03.2010
Die Diskettenkopie - Geschichten, die das Leben schrieb. (3) (Wolfgang Back)

Von Wolfgang Back

Wir beamen uns zurück in die Zeit der frühen 80er Jahre. Der Computerclub hatte angefangen zu senden und erreichte viele Leute in Deutschland, die an einem Heimcomputer herumbastelten. Sie waren alle sehr motiviert und eigentlich auch sehr bewandert in der neuartigen Technik. Man begann damals in der Büroszene  und in der Lagerhaltung und in anderen wirtschaftlichen Bereichen die Computer einzusetzen.

Es begann damit, dass sich nicht nur die Computerfreaks mit der Materie beschäftigten, mittlerweile mussten auch die Angestellten, mehr oder weniger begeistert, die Maschinen bedienen. Dabei kam es oft zu Ausfällen der Maschinen, weil auch häufig Fehleingaben Schuld an dem Desaster hatten.

Ich werde es nie vergessen, was mir ein  Sharewareschreiber einmal erzählte. Ich gehe davon aus, dass die Begebenheit wahr ist, denn sie wurde sehr überzeugend erzählt.

Da rief jemand an, der seine Software in Benutzung hatte. Plötzlich stockte das Ganze und man konnte keine Eingaben mehr machen. Im Gespräch stellte man fest, dass der Softwareautor  nur noch individuell auf die Software schauen muss, um den Fehler zu lokalisieren.

Die Aufforderung, von der Diskette eine Kopie anzufertigen, wurde dann überaus perfekt gelöst. Die damals noch  8 Zoll große Diskette  wurde auf den modernen Fotokopierer gelegt und kopiert. Dann hat man noch die Rückseite kopiert und beides zum Softwarehersteller geschickt.

Damals war der Fotokopierer noch lange nicht Standard und deshalb wähnte man sich in der Firma auf der sicheren Seite, weil man ja über die neuesten Geräte verfügte. Eine Kopie war eben eine Kopie und wie sollte man eine Kopie einer Diskette machen? Eben so wie beschrieben mit dem Fotokopierer!

Das, was uns vielleicht heute als „lustig“ erscheint ist rückblickend gar nicht so ungewöhnlich. Der Deutsche hat lange Zeit gebraucht, um sich den neuen Maschinen und der neuen Technik unterzuordnen. Erst als er merkte, dass es nicht mehr „ohne“ geht, war er bereit, die Spielregeln umzustellen. Mittlerweile sind viele schon wieder die Weltmeister schlechthin: Computererfahren bis zum letzten Bit  und sie fühlen sich als die Erfinder der Datenverarbeitung.


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