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08.04.2010
Eigentlich wollte ich gar nicht reagieren (Wolfgang Back)

Es ist wohl wirklich klüger, wenn man auf unberechtigte Kritik erst gar nicht reagiert. Doch in letzter Zeit kommen immer mal wieder ein paar kackfreche Mails ins Postfach, die mich ganz einfach ärgern. Heute kam wieder so eine Mail an, die unser Verhalten zu Google Streetview als quasi Senilität von Ewiggestrigen abstempeln wollte. Ich verstehe nicht, wie man eine solche Frechheit und Dummheit in eine Mail packen kann.

Wer die 60 überschritten hat gehört nicht automatisch  zu den Menschen, die Demenz haben müssen. Ich glaube schon, dass wir es mit vielen Jüngeren noch aufnehmen können. Ausschlaggebend war eine Meldung aus Österreich, die ich hier gerne als Link eingebe:

http://derstandard.at/1269449146318/Oberoesterreich-Pensionist-wollte-Street-View-Auto-mit-Spitzhacke-verjagen

Wer den Artikel nicht ganz lesen will, der kommt auch hier mit dem Abstract klar.

08. April 2010, 10:35
Pensionist wollte Street View-Auto mit Spitzhacke verjagen
Er habe sich eben nicht beim Garteln fotografieren lassen wollen, begründete der Mann die Tat


Jetzt kommt der blitzschlaue Schluß: Schuld an solchen Reaktionen sind wir, die Journalisten, die Ewiggestrigen, die Dementen, die ständig über Google jammern und alles Neue ablehnen. Dieser Schreiber kann auch nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Offenbar hat er gar nicht verstanden, was dieser Mann forderte und was dieser Mann vorhatte. Er wollte mit der Spitzhacke gar nichts anfangen; er wollte nur sein Recht einklagen, dass er nicht fotografiert werden wollte. Und dies ist ein explizites Recht. Da kann man noch so viel drumherum reden, dass von der Straße einsehbare Fronten fotografiert werden dürfen, der irrt sich auf jeden Fall dann, wenn eine Person Einspruch erhebt.

Zum Glück sind wir ja nicht alleine auf Ewig Gestrigen Galerie. International werden immer mehr Menschen wach, die sich gegen eine solche Vergewaltigung wehren. Viele Leute kapieren auch heute nicht, dass eine Rechtsprechung ohne Gesetz Verstöße ignoriert. Es ist nun einmal so, dass man normalerweise das Recht am Bild einholt und dann veröffentlicht.

Wir waren auch aktiv gegen die Vorratsdatenspeicherung und gegen die Stopp Sperren im Internet. Es hat etwas länger gedauert, bis sich der Erfolg einstellte.

Um diesen Blog mit einer kreativen Nachricht zu beenden, erzähle ich, was Wolfgang Rudolph  in puncto Google Streetview vorhat:

Er hat Beziehungen zu einem Planenhersteller, der ihm eine 15 Meter lange und 2,50 Meter hohe Plane herstellt. Darauf wird in großen Lettern geschrieben: "Google ist Sch.....". Er freut sich jetzt schon auf die Reaktion. Bringt Google das in seinem Streetview oder schlägt die Zensur zu?

W.R. dürfte übrigens bereit sein, die Plane auch an Gleichgesinnte weiterzugeben, wenn sein Ort "gestreetviewt" wurde.

Ich finde dies die richtige Antwort auf ein rechtlich problematisches Unterfangen. Mal sehen, wer diesen Protest mit rechtlichen (ästhetischen, bautechnischen) Gründen blocken wird.
Auge um Auge - Zahn um Zahn.

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