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26.05.2010
Die Schweiz gehört mittlerweile doch zu Europa (Wolfgang Back)

Es ist wieder einmal so weit. Die Schweiz hat gerufen und ich folgte dem Ruf. Die Probleme mit dem Internet wollte ich in diesem Jahre etwas eleganter lösen. In den letzten Jahren betätigte ich mich ja als Raubritter und war dabei sicherlich nicht ganz legal unterwegs. Doch damals ging es noch nicht anders.
Natürlich überprüfte ich die WLAN Situation auch heute in Ascona. Es hat sich viel geändert. Mittlerweile meldeten sich ca. 25 WLAN Stationen – doch der Großteil ist natürlich nicht mehr frei zugänglich.
Doch da gab es auch noch ein paar alte Bekannte, die immer noch ungeschützt ihre Daten in die Luft pusten. Sogar zwei Netze waren frei zugänglich, die als Prepaid oder als Kombi aus Monatsgebühr und Zeitgebühr fungierten. Bei dem einen Netz, das mit BlueWin verbandelt war, konnte ich den Klartextnamen lesen und sogar einsehen, dass die Person pro Stunde 2,40 Franken zu zahlen hat. Ich zuckte da zurück und wollte keine weiteren Kosten erzeugen.
Doch mit dem Klartextnamen und der erreichten Feldstärke konnte ich ungefähr den Standort bestimmen. Ich werde vielleicht dort noch Bescheid geben, dass die Verbindung nicht sicher ist und andere auf ihre Kosten Gebühren verursachen können.

Als ich dann das zweite freie Netz untersuchen wollte, war der Kontakt zu Ende. Die Station war nicht mehr auffindbar. Und das dritte Netz, das ich schon aus vergangenen Jahren kannte, war zwar noch nutzbar; doch die Geschwindigkeitsüberprüfung brachte keine überzeugenden Werte. Gerade einmal 348 Bits/sec kamen zutage.
Heute konnte ich meine Recherche starten. Was empfehlen mir die lokalen Händler, wenn ich mit meiner Anforderung komme: Keine Bindung länger als 1 Monat, Internet mit HSDPA erwünscht und überschaubare Kosten. Ich musste drei verschiedene Läden anlaufen, um fündig zu werden. Eine Beratung auf „Italienisch“ ist nicht unbedingt erhellend. Da ärgerte ich mich schon, dass ich so faul war mit meiner Sprachenpflege. Im zweiten Laden war gerade der Spezialist nicht da und man drückte mir einen Prospekt in die Hände. Sprache: Italienisch.
Alle guten Dinge sind drei. Der Verkäufer hatte zwar auch nicht die Fähigkeit Goethe zu toppen. Doch das Deutsch und mein Englisch fanden dann zusammen. Mittlerweile habe ich einen Internetstick von Sunrise für 50 Franken; inklusive 20 Franken Guthaben. Wendet man die Formel Schweizer Preis – 30 Prozent an, so ist der Stick mit 21.- Euro anzusetzen. Ich buchte noch 50 Euro Prepaid dazu. Damit sicherte ich mir den Internetzugang  für 23 Stunden. Daxs ist o.k.; noch vor einem Jahr waren die Preise in der Schweiz illusorisch.

Nach der Installation standen mir dann 3,4 MBit/s  im HSDPA Betriebzur Verfügung.

Im Vergleich zu deutschen Verhältnissen sieht das gar nicht so schlecht aus. Einen Stick für 21 Euro für einen Prepaidvertrag muss man erst einmal suchen.
Jedenfalls fühle ich mich mittlerweile im Standard angekommen. Das, was in den letzten Jahren passierte, bestätigt all unsere Prognosen. Doch wir waren immer ein paar Jahre vor der Wirklichkeit.

Ich wette, dass ich mich im nächsten Jahr an der gleichen Stelle über die lahme Verbindung per 3G hier auslassen werde. Die Gier nach Bandbreite ist verständlich und sie wird wieder zu Bandbreitenproblemen führen. Die Physik ist unerbittlich. User per Antenne bildet den Quotienten einer maximalen Verbindungsgeschwindigkeit.

Das Geschäft mit den Prepaidkarten ändert auch das Verhalten der Nutzung des Internets. Diese Zeilen habe ich offline in WORD erstellt. Ich werde jetzt das Internet per Stick aufrufen und den Zugang zum Content Management System suchen.

All das wird etwas dauern, da ich noch nie unter solchen Bedingungen gearbeitet habe. Es gab Zeiten, da war das ISDN mein Massstab. Kaum zu glauben, wenn man die Geschwin digkeit 64 kbit/s mit 3,4 Mbits/s vergleichen kann.
Doch ein bisschen Kritik muss ich doch noch an der jetzigen Situation anbringen.
Ich bin mit einem iPhone mit T-Mobile Vertrag unterwegs. Zusätzlich habe ich einen Web’n Walk Stick mit Vertrag von Debitel dabei. Beide Verträge laufen weiter und die Gebühren werden abgebucht.
Für den Web’n Walk Stick von Debitel gibt es keinerlei Möglichkeit im Ausland zu rooten.
Also Finger davon.
Für den T-Online Vertrag für das iPhone kann ich lustig weitermachen. Natürlich wird das iPhone bedient. Doch die Gebührenstruktur ist unglaublich. Plötzlich wird aus einer Flatrate eine Bezahlrate. Irgendwie habe ich gelesen, dass 100 kByte Daten 3 Franken erzeugen. Unglaublich, wenn man bedenkt, welchen Datenkonsum man durch wenige Apps erzeugt.


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