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28.06.2010
War der erste Schweizer doch ein Kölner? (Wolfgang Back)

Nun bin ich ja schon 5 Wochen im Tessin. Mit der deutschen Sprache im Alltag ist es manchmal gar nicht so einfach, sich zu verständigen. Im Supermarkt spricht kaum jemand von den Angestellten die deutsche Sprache. Oder man verheimlicht es. Jedenfalls sind meine Italienischkenntnisse nicht ausreichend, um eine fließende Kommunikation hinzukriegen. Obwohl es in dem langen Zeitraum schon besser geworden ist. Ich verstehe schon eine ganze Menge.

Doch wenn man an einen echten Deutschschweizer gerät, dann fragt man sich, wer die deutsche Sprache so verunstaltet hat und man Schwyzer Dütsch dazu sagt.. Da gibt es Wörter, die man sich im Traum nicht vorstellen kann. Das tägliche Kreuzworträtsel im „Blick“ spricht da seine eigene Sprache. Was ist ein Pfadfinder in dem Rätsel? Nun gut: ein PFADI“. Was ist ein Verkehrskreisel? Der Begriff RUNDI bezeichnet es.

Als ich letztens Zeitungen kaufte und eine krumme Summe dabei herauskam, so schlug mir die Kioskfrau vor: „Gebet Sie mir 10 Franken und ich gebe „trü“ oder „drü“ Franken zurück. Natürlich meinte sie 3 Franken.

Meine Reaktion: „Warum  sagen Sie ‚drü’, wenn Sie ‚drei’ meinen? Wer hat in der Sprache denn so herumgefummelt. Ein deutscher Tourist stand hinter mir und belehrte mich: „Mein Gott, das ist nun mal so – in der Deutschschweiz wird aus der ‚drei’ eben eine ‚drü’.

Mir ließ das keine Ruhe und ich dachte darüber nach. Schnell kam ich da auf Parallelen. Wenn ich die Kölner Dialektsprache heranziehe, dann haben wir da auch solche Ausspracheumwandlungen in Hülle und Fülle.

Aus dem Wort „Leute“ wird ganz einfach ‚Lück’. Und aus ‚heute’ ist entsprechend das kölsche Wort ‚hück’ entstanden.

Wer weiß schon, was in der Vergangenheit so passiert ist. Vielleicht hat in der Tat ein archaischer Kölner den ganz frühen Eidgenossen das ‚drü’ für ‚drei’ beigebracht.
Irgendwie muss es ja passiert sein. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, dass ich mit meiner Herleitung Recht behalten werde. Die ‚drü’ ‚Lück’ werden sich beschweren.


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