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26.08.2010
Die letzten Tage hatten nicht viel mit dem Computer zu tun. (Wolfgang Back)

Als ich heute Abend die (fast) tägliche Thekenrunde verließ, wurde ich doch tatsächlich darauf angesprochen, dass schon lange nichts Neues mehr zu lesen sei. "Ich sollte mich etwas anstrengen", meinten immerhin 3 Leute aus der Runde, die mittlerweile den Blog lesen. Das ist neu. Noch im letzten Jahr kam niemand auf die Idee, sich mein Geschreibsel reinzuziehen. So ändert sich alles in diesem Leben.
Ich werde nicht vergessen, wie meine Frau mir lange in den Ohren lag und mich immer wieder auf die Sünden in punkto Hygiene in den Krankenhäuseern und Praxen aufmerksam machen wollte. Dazu muss man wissen, dass die Frau die Hygienebeauftragte in NRW war und bis zu ihrem Totalausfall fleißig ganze Krankenhausflure und OP's schließen ließ. Erst jetzt verstehe ich auch, wie tiefgreifend das Schludern sich auswirken kann. Eigentlich ist es verboten, dass Personal in blauen Kitteln sich mit Personal in grünen Kitteln zusammen findet. Ein Frühstück mit blau und grün bedeutet schon eine evtl. Verseuchung. "Septische" und "Aseptische" Angestellte dürfen sich eigentlich auch nicht außerhalb der OP's begegnen. Doch wie oft sieht man "Blaukittel" oder auch "Grünkittel" mitten im Publikumsverkehr hantieren. Das, was da jetzt in Mainz offensichtlich wurde, ist leider Alltag überall. Die lakonische Bemerkung, dass jährlich 40.000 Menschen in Deutschland an der mangelnden Hygiene sterben, ist ein Skandal.
Ich kann da nur als Mittelsmann berichten. Nämlich das, was meiner Frau immer wieder passierte. Da entscheidet ein Verwaltungsdirektor, welche Desinfektionsmittel in seinem Krankenhaus zur Anwendung kommen. Meistens ist es das preiswerteste Produkt. Doch genau in diesem Bereich zählt Sparsamkeit kontraproduktiv. In den billigen Mitteln fehlen genau jene Wirkstoffe, die für eine funktionierende Hygiene gebraucht werden. Es entscheiden unqualifizierte Verwaltungsspezialisten über Tod oder Leben.
Das, was da in Mainz mit den Babys passierte, hat meine Frau schon lange vorhergesehen. Auch die Bekämpfung des sogenannten Krankenhauskeims (MSRA)ist nur hobbyhaft gelöst. Ich erinnere mich noch an die letzten Tagen meines Vaters. Er holte sich auch diesen Keim und hatte schwer darunter zu leiden.
Die Krankenhausmaßnahme war etwas für den Witzkalender. Um meinen Vater besuchen zu können, musste ich mit einem Kittel vorlieb nehmen, der die Konfektionsgröße 34 hatte. Für mich war der Kittel eher eine Serviette, die man bei einem spritzigen Essen mit Tomatensauce trägt. Da eine Plastikhaube für einen meiner Schuhe nicht mehr aufzutreiben war, durfte ich auch so in das Zimmer gehen.
Völlig neben der Kappe, wenn man an eine ernstzunehmende Hygiene denkt.
So weit - so gut. Ich hoffe, dass hier ein paar enstzunehmende Maßnahmen ergriffen werden. Manchmal ist es auch angebracht, sich im benachbarten Ausland umzusehen oder sich umzuhören.
Zur Abwehr des Krankenhauskeims geht Holland ganz andere Wege.Bevor ein Patient (vor allem deutsche Patienten) in das Krankenhaus aufgenommen werden, muss er eine strenge Quarantäne durchlaufen

Da gab es dann noch eine Email, die sich gegen mich richtete. Ein Aktionist kommt jetzt eigens zu mir nach Hause und wird das Haus fotografieren, in dem ich wohne. Er hat gelesen, dass ich Einspruch gegen die Veröffentlichung getätigt habe. Seine Aufnahme wird der Panoramafreiheit entsprechen. Neben mir sind noch ganz andere Personen dran. Wir müssen alle mit der Panoramafreiheit kämpfen.

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