ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Startseite
  Neuigkeiten
  Historie
  Pressestimmen
  Redaktion
  Kontakt
  Sitemap
  Haftungsausschluss
  Impressum


NEUIGKEITENals RSS-Feed abonnieren

03.09.2010
Noch ein bißchen Kamerageplauder (Wolfgang Back)

Offensichtlich ist so einiges gar nicht klar geworden, wie ich im Forum nachlesen konnte. Einige Mitglieder haben Angst, dass man ihre Kamera einfach wie Freiwild betrachten kann. Dass da jeder jederzeit draufschauen kann, ist mir noch bei keinem Kameramodell vorgekommen. Man kann oftmals mehrere abgestufte Zugänge einrichten.

So kenne ich das wenigstens. Der Administratorzugang hat die höchste Priorität. Wer dort das Kennwort und das Passwort kennt, der kann nicht nur die Kamera anschauen und die Kamera nach Wunsch bewegen - der kann auch alles umprogrammieren, zum Beispiel Passwörter neu vergeben.

Auf der Operator Ebene ist man durch Eingabe eines Passwortes und eines Kennwortes in der Lage, die Kamera zu sehen und Bewegungen zu programmieren. Auch evtl. implementierte Features wie NightView ein- und ausschalten, Audioübertragung ein- oder ausschalten usw.

Die niedrigste Stufe nimmt der normale Besucher ein, der sich die Kamera anschauen kann und für sonstige Einstellungen keine Berechtigung erhält.

Für Sicherheitsfreaks dürfte hier also genügend Spielraum sein. Wer die eigene Kamera als public einstellt, der wird den Operatormodus freischalten, damit die User die sogenannten P(an)T(ilt)Z Funktionen nutzen können

Im Forum klang auch die Frage an, wie man zum Beispiel sein Wochenendhaus überwachen kann und evtl. die Einbrecher dingfest machen kann, indem man Beweisfotos auswerten kann. Natürlich geht so etwas bei den meisten Kameras. Ich gehe einmal von meinen Kameras aus, deren Verhalten ich kenne.

Im sogenannten Eventmodus lassen sich bei Unregelmäßigkeiten Fotos oder Movies aufzeichnen, die dann möglichst nicht auf den USB Stick in der Kamera aufgezeichnet werden, sondern entweder als Email oder als Upload auf den eigenen FTP-Server verschickt werden.

Das hat natürlich den riesengroßen Vorteil, dass ein Einbrecher die Kamera vor Ort zerstören kann - doch er kommt zu spät, da die Aufnahmen schon längst versandt sind. Doch dieses setzt natürlich voraus, dass man über einen "Always On" Internetanschluss verfügt. Bei den meisten Kameras kann man mehrere Emailempfänger mit den Bildern ausstatten.

Man muss noch darauf hinweisen, dass alle? PTZ Kameras mit Nachtsichtdioden auf den infraroten Bereich aufsetzen. Man darf nicht erwarten, dass man farbechte Bilder ansehen kann. Dafür muss man nach anderen Kameras greifen. Dadurch, dass eine IR Folie im Objektiv eingebracht wurde, wurde die Empfindlichkeit auf Infrarotbilder erhöht. Wer also auch nachts mit der Kamera arbeiten will, der muss dies auf dem Sektor Infrarot bewerkstelligen. Etwa 8 Meter sollen die IR LED den Bereich vor der Optik ausleuchten. Na ja, man könnte optimistisch zustimmen, dass es zu solchen Weiten kommt.

Die ganze Sache macht natürlich am meisten Spaß, wenn man von jedem Ort auf seine Kameras zugreifen kann. Dabei ist die Spannbreite der Anwendungen sicherlich unendlich stark gefächert. Der eine möchte seine Garage überwachen, der andere will seine Tiere sehen, der andere will die Kamera für die Überwachung seiner Kleinkinder usw. usw. Jedem das Seine.

Natürlich ist dafür ein mobiler Internetzgang vonnöten. Im gestrigen Beispiel war es mein iPhone, das mir die Kameras unterwegs über 3G oder Edge liefern sollte. Sollte ein Hotspot oder eine WiFi Verbindung möglich sein, so soll diese Verbindung genutzt werden.

Natürlich kann man bei vielen angebotenen IP Kameras den Browser benutzen, um Zugang zur Kamera zu erhalten. Gibt man die IP-Adresse des Netzes ein, in dem die Kamera läuft, dann erhält man über die IP Adresse oder besser über den freigeschalteten Port Zugang der Kamera aus der Ferne.
Jeder weiß mittlerweile, dass die IP-Nummern in aller Regel neu vergeben werden, wenn der Rechner oder der Router neu gestartet wird. Jetzt ist die alte IP Adresse futsch. Doch es gibt die Möglichkeit, die neue vergebene IP Adresse an eine Zentrale weiterzugeben. Sinnigerweise lässt man diese Neumeldung den Router machen, denn der weiß am besten, wann er mit einer neuen IP-Adresse ausgestattet wurde.
Im Router stellt man also unter dem Menüpunkt DNS ein, wohin der Router seine neuen Einstellungen geben soll. In meinem Falle nutze ich einen kostenlosen DynDNS Service, der sich dyndns.org nennt. Es gibt weitere Dienste, die das Gleiche bieten. Zum Glück haben wir da als User noch Wahlmöglichkeiten.

Für den User, der jetzt mit der Kamera in Verbindung treten will und der sich irgendwo auf der Welt aufhält, bedeutet dies jetzt:

Er ruft zunächst einmal den dns-Dienst auf, der die momentane IP-Adresse im Netz bereithält. Ich mache jetzt einmal den ultimativen Test und gebe den Zugang auf eine meiner Kameras frei. Unter backilo.dyndns.org ist die IP-Adresse versteckt. Da 4 Kameras angeschlossen sind, muss man noch eine Unterscheidung einführen. Man muss im Router eine Portfreigabe definieren. In diesem Fall wollen wir den Port 8000 definieren. Wird dieser Port aufgerufen, dann wird dieser Aufruf einer bestimmten IP-Adresse zugeordnet. Damit kann eine Verbindung hergestellt werden.
Doch noch ist der Zugangswächter dazwischen, der nach dem Kennwort und nach dem Passwort fragt. Ich habe Vertrauen zu den CCZwei Leuten und gebe hier ein Administratoren Kennwort bekannt. Sie können also alles machen. Wenn es mir zu bunt wird, dann werde ich das schon zu stoppen wissen.

http://backilo.dyndns.org:8000
Kennwort: gast
Passwort: gast

Wenn das Thema weiterhin interessiert, dann können wir auch zu den Apps kommen, die sehr unterschiedlich das Thema behandeln.

P.S. Ich hätte es eigentlich wissen müssen. Gestern Abend noch hatte ich das Admin Passwort und Kennwort eingetragen. Direkt nachdem ich den Text eingestellt hatte war schon der Erste in der Kamera. Der hat ein bisschen hin und her geschwenkt und ist dann wieder gegangen. Doch irgendwann am Abend oder in der Nacht musste dann ein Superschlauer alle Einträge ändern - und nichts ging mehr. Das jetzige Zugangsdouble dient nur zum Anschauen des Kamerabildes. Alles andere bedarf eines neuen Kenn- und Passwortes.


12 Kommentare
zurück zum Archiv

Druckversion Impressum Haftungsausschluss