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07.09.2010
Jetzt geht das schon wieder mit der Bandbreite los. (Wolfgang Back)

Ich bin ein Bandbreitensensibilisierter. Dass dieses Wort von der Textverarbeitung rot unterkringelt ist, dürfte kein Zufall sein. Wie viele alte Hasen des Internets begann ich bereits arriviert mit dem sensationellen ISDN. Natürlich durfte ich nur einen Kanal belegen, denn der zweite musste für Telefonate freibleiben. Das war ja schon ein unglaublicher Fortschritt. Für alle, die Internet per Analogmodem machen mussten, war für die Zeit der Internetconnection das Telefon einfach tot.

Einige Jahre machte ich eine seltsame Sache. Ich hatte zwar ISDN; doch es musste ein Provider her, der mir die Brücke zum Internet schaffte. Da ergab sich eine tolle Möglichkeit. Durch berufliche Kontakte zur damaligen Telesec (Gießen) wurde ich in einen Testversuch eingebunden. Es sollte getestet werden, wie sich der Internetzugang über eine passwortgesteuerte Idenditifizierung bewährt. Dazu wurde mir ein kleines Gerät der Fa. Kobil überreicht. Diese kleine batteriegespeiste Hardware hatte eine codierte Smartcard als Sicherheitselement. War der vorgegebene Username und das frei wählbare Passwort aktiviert, so konnte man sich eine sechsstellige Nummer generieren, die für den freien Zugang zum Internet zuständig war.
Diese Methode habe ich wahrscheinlich über 3 Jahre genutzt. Um mich herum entstanden dann die DSL Anschlüsse, die bedeutend schneller die Daten transportierten. Immerhin 768 kbit/s war damals Stand der Technik.

Doch ich blieb stur bei meinem Anbieter. Dieses Kobilgerät konnte ich überall benutzen, wo es ein Telefon gab. Wenn es nicht mit ISDN funktionierte, dann ging man eben auf die analoge Übertragung zurück. Die Hauptsache: es kam überhaupt etwas über die Leitung.
Irgendwann, ich weiß gar nicht mehr wann das war, konnte man eine generierte Nummer nach der anderen eingeben: es blieb still, der Dienst wurde eingestellt.
Mittlerweile hatte ich ich an die Nutzung des Internets so sehr gewöhnt,dass ich auf der Suche nach einem neuen Provider war. Arcor bot sich damals an, da neben der InternetConnection auch ein -für damalige Verhältnisse - sensationell anmutender Festnetz Flat Tarif anbot. Ich verließ die Telekom, die damals wirklich schlechte Angebote im petto hatte und wechselte zu Arcor.

Doch bald wurde die erste Enttäuschung sichtbar. Man teilte mir mit, dass Messungen an meinem Wohnort ergaben, dass ich nicht mit 16 MBit/s bedient werden kann, obwohl Arcor bundesweit mit 16 Mbit/sec Werbung betrieb.

Ich steckte die Hiobsbotschaft weg und ging eben eine Stufe tiefer. Diese hieß 6 MBit/s.n Immerhin war das ein Vielfaches gegenüber meiner vorherigen Methode.

3 Monate hatte ich wirklich Spaß mit dem Internetangebot. Doch bald merkte ich, dass ich offensichtlich nicht er Einzige auf der Leitung war. Aus den 6 MBitZs wurden schnell 4 MBit/s und schon bald konnte ich nur noch Werte zwischen 1MBit/s und 2 MBit/s messen. Parallel zu meinem Bandbreitenniedergang konnte ich feststellen, dass in unserer Straße viele Souterrainwohnungen in Büros umgebaut wurden. Sichtbar wurde dies vor allem an der Nutzung der Parkplätze. Noch vor 10 Jahren war unsere Straße gut zu beparken. Heute sieht das ganz anders aus.

In punkto Bandbreite war ich bei Arcor am Ende angelangt. Durch bestimmtes Auftreten am Telefon konnte ich erreichen, dass ich frühzeitig aus dem Vertrag entlassen wurde.

Das Angebot von ISH.de in Köln, der damals der Kabelbetreiber war, klang vorzüglich. 20 MBit/s klang wie eine Befreiung. Dazu noch die Telefonflatrate und Digital Basic TV Applikation für 25 Euro klang gut.
Bisher habe ich den Wechsel noch nicht bereut. Mittlerweile betreibt UnityMedia das Kabelnetz. Diese Fa. geht mit ganz anderen Bandbreiten ins Geschäft. 32 MBit/s ist derzeit die Startbandbreite, danach sind es 64 MBit/s und gar 128 MBit/s.

Da staunt der Fachmann und der Laie rümpft die Nase. Dieser wohlbekannte Spruch kommt mir in den Sinn. Wenn ich mir die Geschwindigkeit des Internets so anschaue, so ergeben die Tests ernüchternde Ergebnisse.

Prüfe ich die Geschwindigkeit an meinem Laptop, der per Kabel mit dem Router verbunden ist, so messe ich während des Tages um die 15 MBit/s. Bei meinem Laptop im Wohnzimmer geht das Ganze schon wieder in die Knie. Etwa 3 MBit/s können dort gemessen werde.
Wenn das so weitergeht, dann muss ich schon wieder Ausschau halten auf schhnellere Angebote. Ob dieser Run jemals ein Ende finden wird, bleibt abzuwarten.


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