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03.10.2010
3. 10. 2010 - 20 Jahre Wiedervereinigung (Wolfgang Back)

Wenn ich so die Bilder Revue passieren lassen, die uns zum 3. Oktober natürlich überall gezeigt werden, dann kommen viele Gedanken auf, die sich rückwärts bewegen. Die Bewegung, die damals mit so viel Elan stattfand, konnte ich nur begrüßen und auch die Konsequenzen habe ich gerne mitgetragen.
Kurz vor dieser Wende wollte ich noch im Computerclub eine Sendung gestalten, die sich mit den Computerverhältnissen in der DDR auseinandersetzen sollte. Die aktuelle Entwicklung machte daraus aber eine Nullnummer.
Vorher hatte ich DDR Zeitungen eingesehen und im Kleinanzeigenteil unglaubliche Angebote gesehen. Ein C64 für knapp 150.000 Ostmark. Ein Drucker in ähnlich unglaublicher Preisvorstellung. Unsere CCZwei Aktivisten aus dem Osten werden vielleicht noch mehr dazu berichten können, wie es tatsächlich ausgesehen hat.
Doch die Ereignisse machten die Sendung schnell unbrauchbar für mein Ansinnen. So wie mit monetärer Gewalt im Normalleben umgegangen wurde, so wurde auch der Computer sehr schnell in die richtigen Kanäle gelenkt.
Heute bin ich froh, dass ich direkt nach der Grenzöffnung mit meinem Wohnmobil in die DDR gefahren bin. Die Zeit verlangte noch einen Zwangsumtausch und alle Bürger im Osten waren noch paralysiert von den Ereignissen, die wenige Tage vorher stattgefunden haben.
Schnell wurde klar, dass sich schon bald etwas ändern wird. Ich war mit meiner Frau zu einem ordentlichen Mittagessen in Eisenach eingekehrt und erlebte das vorher nur beschriebene Verhalten des Personals. In der Gaststätte gab es zwei Speisesäle - doch nur einer war geöffnet, obwohl ständig Gäste nachströmten, die auch ein Mittagessen einnehmen wollten. Doch kein pardon. Der zweite Raum blieb geschlossen.
Wir hatten Glück und durften uns noch als letztes Paar in den bereits überfüllten Raum hineinzwängen. Doch das Mittagessen ist nicht zu kritisieren. Eine Tagessuppe, eine Roulade mit Kartoffeln und Rotkohl machte einen guten Eindruck. Ein Wein für die Frau dazu und ein Bier für mich brachte nachher die Rechnung zum Bersten. Wir hatten 7,50 Ostmark zu zahlen. Bei dem Wechselkurs von damals 1:3 waren das gerade einmal 2,50 DM West.
So konnte es wirklich nicht bleiben und die Realität hat auch schnell gezeigt, dass sich alles im richtigen Masse nach oben bewegte. Ich glaube, dass ich sogar noch die Quittung irgendwo in den Tiefen meiner Ordnung habe. Mittlerweile wird so etwas immer interessanter.

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