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13.10.2010
Die Rettung der Bergleute war auch ein Medienhighlight (Wolfgang Back)

Wer hätte gedacht, dass diese schreckliche Region in der Wüste einmal zum Mittelpunkt der Weltmedien werden könnte. Den ganzen Tag über konnte man zumindest im ZDF die Rettung verfolgen.

Irgendwann hatte ich dann die Lust verloren, da sich bald die letzte Rettungsaktion nicht mehr von der vorhergehenden  unterschied. Doch abends wurde ich eines Besseren belehrt. Viele Leute, die sich am Abend in der Kneipe alle auf das Thema stürzten, hatten bis dahin unentwegt zugeschaut. Sie empfanden jeden einzelnen Rettungsakt als anschauungswert.

Natürlich kommen hier viele menschliche Punkte zusammen. Jeder, der sich überlegt, war er wohl in den letzten 2 Monaten gemacht hätte, wenn er dabeigewesen wäre, hat seine eigene Meinung. Es gab da tatsächlich Leute, die sich zutrauten, das Unglück auf diese Weise gemeistert hätten. Auch das Abseilen vorab, um als Hilfspersonal unten bei zu springen, war einigen nicht fremd. Zum Glück wurde der vorgegebene Mut nicht abgefragt.

Fantastisch war auch die Demonstration der Technik. Vor allem die Medienpräsenz war überzeugend. Aus der letzten Ecke der Welt stand eine feste Satellitenverbindung mit Video und Audioübertragung. Dazu war auch die Verbindung 700 Meter nach unten verblüffend.

Ich kenne noch die Zeit, als eine Verbindung per Satellit nach Südamerika zum einen ausgesprochen teuer zu bezahlen war; zum anderen hielt die nutzbare Verbindung gerade einmal 8 Minuten. Dann musste man wieder warten, bis der Satellit es wieder um die Erde geschafft hatte.

Dass die Erde zusammen wächst und zu dem berühmten "Dorf" wird, ist lange Thema der Futurologen. Heute war dies eine perfekte Demonstration: Schlechte Beleuchtung, schlechte Kameraführung, schlechte Regie sind zweitrangig, wenn der Inhalt des Gezeigten stimmt.

Die Rettung der 33 verschütteten Kumpels ist ein weltweites Spektakel mit glücklichem Ausgang. Ich habe die Zahl schon nach oben geschoben, obwohl derzeit erst 18 Kumpel nach oben kamen. Diese Nachricht war ein positives Highlight, das wenigstens einmal die normalen Horrornachrichten aus Afghanistan oder Pakistan ablöste. Auch die Meldungen aus Israel, aus Palästina und aus dem Iran können wenigstens 2 Tage einmal unterdrückt werden.
Ich wünsche allen geretteten Kumpels in Chile einen Neuanfang des vermeintlich verlorenen Lebens. Ob man dort in Chile ein kameradschaftliches "Glückauf" versteht?


18 Kommentare
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