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27.01.2011
Frustration breitet sich aus (Wolfgang Back)

Ich war heute mal wieder in der "großen Stadt". Das heißt nichts anderes, als dass ich ein Busfahrt unternahm, die ich früher jeden Morgen absolvierte. Und dennoch war das Feeling ganz anders. Zum einen war der Grund, dass ich mich mal wieder bei meinem Arzt sehen lassen musste. Zum anderen war es ein wenig Nostalgie. Donnerstag war in der Kantine des WDR immer der Suppentag. Wenn meistens das Essen daneben ging, so waren es die Eintöpfe, die immer Furore machten. Doch dazu kam es erst gar nicht.

Ich besuchte nach dem Arztbesuch zunächst einmal meine Bank, die ebnso am Alter Markt in Köln neben der Arztpraxis liegt. Ich hatte mich vorher zu Hause schnell per online nach den Angeboten der Bank orientiert und wusste eigentlich, dass da gar nichts für mich dabei ist. Ich habe die Finanzkrise bisher durch Nichtstun bestens überstanden - im Gegensatz zu vielen Spezialisten, die mich immer auslachten, wenn ich von mir erzählte. Doch diese Spezialisten sind alle "auf die Fresse geflogen".

Es war gut, dass ein fremder Mitarbeiter in der Bank mich bediente. Denn die Mitarbeiter, die mich kennen, wissen, dass es bei mir immer zu einer risikofreien Entscheidung kommt. Doch dieser Mitarbeiter hatte so einiges parat, was mich überzeugen sollte. Rentenobligationen und Immobilienfonds waren Zauberworte für meine sorgenffreie Zukunft. Dass sich mein Alter und die entsprechende Anlagezeit sehr stark verkürzen musste, hatte der Berater nicht gedacht. Ich verließ also die Bank ohne Aktivitäten gestartet zu haben.

Auf dem Wege zur WDR - Kantine liegt der Media Markt. Früher bin ich dort gerne vorbeigegangen, um mich auch für Themen der Sendung fit zu machen. Diesmal beobachtete ich mich selbst ein wenig. Zunächst einmal war mein Portemonnaie mit 700 Euro gefüllt. Ich selbst war sehr aufgeschlossen, etwas zu erwerben, was mir gefallen hätte.

Ich verbrachte eine Menge Zeit in dem Laden in der Hohen Strasse und durchstrich sämtliche Abteilungen. Bei der Handyabteilung konnte ich sofort den Vorhang ziehen. Ich brauchte weder ein Netzgerät fürs Auto, noch eine Displayfolie oder eine Schutzhülle.
Bei den Computern war schnell festzustellen, dass keines der angebotenen Geräte mich besonders erfreuen würde. Auch die Druckerproblematik mit ihren Kartuschen ist völlig gelöst.
Einen MP3 Player brauche ich in keinem Fall. Davon habe ich wahrscheinlich 10 Stück.

Verdammt noch mal: "da muss doch irgendetwas dabeisein".  In punkto Festplatten bin ich überorganisiert. Etwa 5 GByte dürften da ausreichend Speicherplatz biten. In punkto Mäuse sind noch viele nagelneue Geräte in ihrer Originalverpackung. Auch das Telefon reizt nicht zum Neukauf, da alleine mindestens 3 Anrufbeantworter dabei sind.

Halt! Eines fehlt in der Sammlung. Wir haben mehrere Sendungen  gemacht und über das hochqualitative Telefon berichtet, das in HiFi Qualität funktioniert. Wir zeigten diese Produkte auf Messen und glaubten den Wissenschaftlern. Doch dann haperte es völlig mit der Markteinführung. Wo sind die Telefone, mit denen ich in Stereoqualität Musik hören kann? Ob man es braucht oder nicht - doch alle Berichte hörten sich nach baldigen Realitäten an.

Mittlerweile in ich in der Photoabteilung. Hier sind wirklich unglaubliche Angebote vorhanden. Eine 12 MPixel Kamera von einem namhaften Hersteller für 49.- Euro. Da könnte man wirklich zugreifen, wenn man mit seiner Exilim Kamera mit "nur" 7 MPixel nicht zufrieden wäre. Auch die Speicherkarten mit 4 GB für wenig Geld sind nicht mehr interessant, da ich meine Kameras mit mehr Geld früher auf diesen Stand brachte.

Der Besuch in der Fernsehecke war dann wieder interessant. Noch ist mein Fernsehgerät im Schlafzimmer mit seiner 80cm Diagonale und analoger Technik noch nicht gefährdet. Obwohl das Gerät auch gerade nachts viel zu tun hat, zeigt es noch keine Verbrauchsspuren. Doch man muss geistig vorsorgen. Was ist, wenn plötzlich Schluß ist und die Riesenbildröhre streikt?
Natürlich stehen da schon die 107 cm Diagonalen schon in den Regalen. Sie kosten fast nur noch die Hälfte von dem vorhandenen Bildröhrengerät.

Dann ging ich in die Abteilung Navigationsgeräte. Auch hier hatte ich keinen aktuellen Bedarf. Die Angebote rasselten daher. Da ich aber ein Navigon Gerät 8410 habe, interessierte ich mich für Neuigkeiten. Doch der TV Empfang mit diesem Gerät war absolut nicht neu, da ich selbst schon über dieses TV Modul verfüge.

Was soll denn nun eigentlich meine Neuguier erwecken? Nichts mehr. Das ist das klare Urteil, das ich selbst ziehen konnte. Ich verließ den Media Markt; für die WDR Kantine war es schon zu spät. Als ich dann im Bus saß, hatte ich Probleme mit einer erzwungenen Untätigkeit. Ich hätte gerne wenigstens irgendwo Batterien eingesetzt. Zum Beispiel in einer Taschenlampe. Doch davon habe ich auch alle Modelle zu Hause, Vielleicht noch nicht das Modell, das Energie speichert, wenn ich betrunken gegen den Sensor hauche. Das wärs doch.

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