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24.04.2011
Lorenz Hanewinkel gehört zu den deutschen Computerpionieren (Wolfgang Back)

Ich möchte heute auf die Sendung an Ostermontag, also morgen, hinweisen. Es ist wieder eine der beliebten Sondersendungen, die sich monothematisch mit einer Person/Thema beschäftigen und 60 Minuten lang sind.



Diesmal ist Lorenz Hanewinkel der Gast der Sondersendung. Er gehört zu den wenigen Deutschen, die entscheidende Entwicklungen vorangebracht haben. Und zwar bei den frühen Firmen Zuse KG und später als Entwicklungsleiter bei der Nixdorf Computer AG.

Hanewinkel erzählt, wie er als junger Mann schon frühzeitig sein Interesse in die Richtung Elektrik oder besser Elektronik gelenkt hat. Er absolvierte sogar eine Lehre als Radiomechaniker, bevor er an der RWTH in Aachen Physik studierte. Mit 24 Jahren hatte er das Studium beendet und folgte bald einer Ausschreibung von der Zuse KG, die per Schwarzes Brett in der Universität einen jungen Ingenieur mit Röhrenkenntnissen suchten.

Konrad Zuse, der ja bereits vor dem 2. Weltkrieg und später wieder kurz danach Computer konstruierte, war mit seinem technischen Wissen in eine Sackgasse gelaufen. Zuse beherrschte das mechanische Feld der Relaisschaltung aus dem FF; doch Röhren oder jegliche andere Elektronik waren Böhmische Dörfer für ihn.

So konnte Hahnewinkel als frischer Mitarbeiter fast konkurrenzlos das neue Feld beackern. Der erste Röhrenrechner aus dem Hause Zuse war das Werk von Hanewinkel. Die Zuse 22 wurde 50mal in Deutschland verkauft; damals zu einem stattlichen Preis von 180.000 Mark.


Die legendäre Z22

Aus den vielen grundsätzlichen Entwicklungen möchte ich nur eine herausgreifen: Daqmals gab es noch keine Monitore, wie wir sie heute kennen. Die Rechenergebnisse mussten digital an einer Lampenreihe abgelesen werden. Normale Schrift oder alphanumerische Zeichen konnte man noch nicht darstellen. Hanewinkel war dabei, als man zaghaft erste Monitorausgaben entwickelte.

Nach 17 Jahren bei Nixdorf Computer AG verließ er die Firma, um seinen eigentlichen Beruf auszuüben: den des Patentanwaltes. Auch hier hat er vielen Neuigkeiten auf dem Computersektor zum Durchbruch verholfen.

Lorenz Hanewinkel lebt heute noch in Paderborn.

Ostermontag, 20:00 Uhr, Folge 273,  http://www.cczwei.de



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