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28.04.2011
Es wird höchste Zeit, dass ich jetzt reagiere. (Wolfgang Back)

Der persönliche Energie - GAU kommt immer näher. Die Preise für Strom und Benzin gehen in die Höhe und ich habe es bisher versäumt, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Scheinbar hat mein Studium an der TH in Aachen nichts gebracht. Das Fach Energietechnik beinhaltet doch, dass man sich gegen die Abzocke wehren kann.

Doch meine Wohnsitze sind alle völlig untauglich, um dort eine Fotovoltaikanlage zu betreiben. Montageplätze mit Voltaikmodulen mit Blick nach Norden wären genügend vorhanden.

Auf der Suche nach anderen, alternativen, Methoden fiel mir wieder eine Vorlesung ein, die mir schon vor über 40 Jahren sehr gefallen hat. Die Wärmeerzeugung und damit auch die Gewinnung von elektrischem Strom mit Hilfe einer RadioNuklid Batterie (RNB). Damals waren die Ausführungen zwar hochinteressant; doch die Notwendigkeit, sich auf dieses Thema zu stürzen, war nicht gegeben. Zu teuer erschien uns die Umsetzung in die Praxis.

Doch die Weltraumwissenschaftler haben die physikalische Eigenschaft, dass ein radioaktives Nuklid beim Zerfall Wärme erzeugt, genutzt, um die Satelliten im Weltall auf eine brauchbare Temperatur zu bringen, damit die interne Elektronik überhaupt funktioniert.



Dieser abgebildete Isotopenreaktor fände doch gerade noch ein Plätzchen auf dem Balkon. Wie man sieht, hat die junge Frau keinerlei Furcht vor einer evtl. radiaktiven Bestrahlung. Vielleicht hat sie auch einen etwas antiquierten Geigerzähler in der Hand, um die Aktivität des Reaktors zu überprüfen.

Die Technologie ist breit gefächert. Man hat bei der Wahl des Nuklids ein breites Spektrum, das man je nach Bedarf wählen kann. Will man den Reaktor über Jahre hinweg betreiben, dann sollte man ein Isotop mit hoher Halbwertzeit wählen, denn nach Ablauf dieser Zeit ist die Strahlung halbiert und damit auch die Zerfallswärme. Ebenso hat man die Wahl, die Art der Strahlung zu bestimmen. Alpha, Beta-, oder Gammastrahlung – alles ist drin. Je nach Strahlungsart muss man natürlich auch Wert darauf legen, dass man den entsprechenden Mantel über den Reaktor stülpt, damit die Bude nicht zu toll verseucht wird.
Doch wer im Land der ungebremsten Ideen entwickelt, der hat nicht nur so einen läppischen Isotopenreaktor auf der Liste, der ist auch voll integriert in die Mobilität des Menschen.



Der Ford Nucleon war ein Konzeptfahrzeug, das 1958 von der Ford Motor Company vorgestellt wurde. Der Wagen sollte nicht mit Benzin oder Diesel, sondern mit Kernbrennstoff betrieben werden. Dafür war ein kleiner, zwischen den Hinterrädern aufgehängter Kernreaktor vorgesehen. Eine Füllung sollte für 5000 Meilen (etwa 8000 km) reichen, bevor sie an einer Art Tankstelle ausgetauscht werden sollte. Ford baute von dem Fahrzeug nur ein Modell im Maßstab 3:8; produziert wurde es nie. Es steht für eine ganze Reihe ähnlicher Konzepte aus den 1950er Jahren zu Beginn des Atomzeitalters.

Später, als ich schon beim WDR war, also Anfang der Siebziger Jahre, kam Ford wieder mit einer Studio ins Studio mit einem ähnlichen Modell. Offensichtlich hatte sich aber der Atomantrieb erübrigt. Irgendwie war das nicht so ganz trivial zu bauen.
Jetzt gab es neues Konzept: Der Antrieb gerierte vom Atomantrieb zum Düsenantrieb. Das Fahrzeug hatte jetzt seine Räder verloren und bewegte sich auf Schienen. Die Versprechen waren blumig: der Jet sollte mal knapp 600 Kilometer pro Stunde machen. Ein Traum: Köln – München in einer Stunde.

Doch kommen wir wieder zurück zur privaten Stromproduktion. Das wichtige Thema: „Wie umschiffe ich die E-10 Problematik?“ stelle ich einmal hintenan; das Problem werde ich danach angehen.

Obwohl ich oft in die Natur hinausgehe und mit einem Auge immer meine Umgebung beobachte, ist mir ein solcher Fund, wie unten abgebildet, noch nicht dazwischengekommen. Eigentlich wäre dies ein Glücksfall, wenn man so etwas finden könnte, denn es handelt sich hier um ein Sowjetisches Modell einer RTB (RadioThermoelementBatterie), die den Sowjets irgendwann einmal aus einem Satelliten gefallen ist und auf der Halbinsel Kola gefunden wurde. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf. Noch sind ca. 800 Objekte am Himmel, die schon mal so etwas verlieren können.



Das Problem ist leider vielschichtig. Sollte sich herausstellen, dass mein Fund mit einem Isotop mit zu kurzer Halbwertzeit bestückt ist und die Wärme- und Stromproduktion bereits aufgegeben hat, dann muss ich für eine neue Beschickung sorgen. Die größte Chance hätte ich wohl, wenn ich mal den Irak als Tourist besuche und von den normalen Wanderwegen ausschere. Es sollen 90 Millionen Uranwaffengeschosse abgeschossen worden sein. Die müssten eigentlich noch ordentlich strahlen, wenn man Plutonium 238 als Isotop eingesetzt hat. Pu238 zeichnet sich durch eine Halbwertzeit von 86 Jahren aus. Das Material wäre also noch voll im Saft.

Momentan läuft auf Phoenix gerade die Diskussion der Ethikkommission der Bundesregierung über unser aller Energieprobleme. Doch von den obigen Ideen hat keiner der Teilnehmer gesprochen.


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