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27.05.2011
Sondersendung am Pfingstmontag: Das Radiomuseum in Köln (Wolfgang Back)

Bald feiern wir wieder das Pfingstfest; wobei das wir gar nicht für mich gilt, denn ich habe bisher noch nicht so recht begriffen, was hinter diesem Feiertag zu suchen ist. Irgendwie ist mir noch in Erinnerung, dass der Heilige Geist zu uns herab gekommen sein soll. Was der aber alles bewirkt haben soll, hat sich bei mir nicht erschlossen.
Jedenfalls muss das Pfingstfest entsprechend bedeutend sein, wenn man dafür zwei Feiertage opfert. Dann wird es auch für den CCZwei interessant. Denn wir wollten ja an jedem Montag, der einen bundesweiten Feiertag darstellt, eine Sondersendung über 60 Minuten ausstrahlen. Das haben wir bisher auch fast nahtlos eingehalten.

An diesem Pfingstmontag werden wir eine Reportage aus dem Radio Museum Köln senden. Ich habe mit dem Initiator Heribert Wüstenberg ein Interview geführt, das wirklich nur Teile der Geschichte des Radios an knabbern konnte. Es ist so viel in den fast 100 Jahren passiert, seit dem man von A nach B auch drahtlos senden konnte.

Das Radio Museum Köln erlebt eine etwas traurige Existenz. Die zur Ausstellung fähigen Geräte müssen sich wenig Platz teilen und so können sie eigentlich nicht prominent ausgestellt werden. Mehr als die doppelte Anzahl wichtiger Exponate befindet sich in geschlossenen Kartons. Sie haben einfach keine Chance, dass man sie der Öffentlichkeit zeigen kann. Und dann wird auch noch bei Nacht und Nebel eingebrochen. Ich habe die einbruchsichere Stahltür gesehen. Sie wurde mit Gewalt aufgebrochen und dies konnte nur mit professionellem Werkzeug stattfinden.
Und es finden sich natürlich ein paar Schätzchen aus dem Fundus in der Beute der Einbrecher. Man vermutet sogar, dass der Einbruch zu den Auftragseinbrüchen zählte, denn allzu spezielle Teile sind bei den Beutestücken.

Das Museum mit seinen vielen (versteckten) Exponaten sollte eine bessere Darstellungsform erreichen, denn es wird hier immerhin eine interessante Kulturentwicklung zur Schau gestellt.
Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, dass ich einen Hilferuf an meinen alten Arbeitgeber WDR losschicke. Er hat zu meiner Dienstzeit noch viele Museen unterstützt. Vielleicht interessiert sich auch der Deutschlandfunk, der ebenso eine reiche Vergangenheit vorweist. Auch die Deutsche Welle war lange Zeit in Köln und könnte viele Exponate beisteuern.
Im Moment ist ein Großteil der Kölner Deutschen Welle ohne Funktion. Vielleicht könnte man hier mit einem kostengünstigen Aufbau eine Erinnerungsstätte schaffen, die zum einen am richtigen historischen Ort sich befinden würde und zum anderen mehr Geschichtsflair in eine solche Immobilie bringen würde. Die nicht mehr benutzte Kantine der Deutschen Welle könnte hier eine angemessene Darstellungsform für die noch eingepackten Exponate bilden.
Hier könnte man auch einer Senderöhre aus den Arsenalen der Deutschen Welle den Platz verschaffen, den diese dicke Röhre benötigt, um entsprechend ausgestellt zu werden.
Ich muss es hier wirklich noch einmal in die Köpfe eindringlich zum Ausdruck bringen: es handelt sich hier um gelebte Technik, die nicht ohne weiteres dem Müll übergeben werden darf.



Heute sitzen die Mitarbeiter des Radio Museums in einem Kellertrakt, ohne Tageslicht und einfach viel zu eng zusammen. Sie warten darauf, dass sie mehr der Öffentlichkeit zeigen können.

Doch Heribert Wüstenberg, der 1999 auf die Idee kam, ist unvermindert aktiviert. Er freut sich auf Erwachsene und auf Kinder, die er mit den Ausstellungsgeräten überraschen kann. Ich habe volle Hochachtung vor den Leistungen, die diese ehrenamtlichen Mitarbeiter vollbringen. Ohne sie würden Kulturleistungen unserer unmittelbaren Vergangenheit total in der Versenkung landen - die nachfolgenden Generationen hätten kein Verständnis dafür.

Unsere Sendung sollte zum einen animieren, das Museum selbst einmal zu besuchen. Zum anderen sollte sie dazu beitragen, dass eine bessere Unterbringung gewährleistet ist.

Es ist nicht ganz so einfach, das Museum zu finden. Ich selbst bin trotz Navigerät ziemlich hilflos in der Gegend herumgefahren. Da das Museum an diesem Tag keinen Publikumsverkehr erwartete, waren wohl auch keine Hinweisschilder aufgestellt. Ich musste mehrmals nachfragen. Ein todsicherer Tipp ist die S-Bahnstation Dellbrück. Von hier ist es nicht mehr weit. Bitte vorher im Internet informieren.

http://www.radiomuseum-koeln.de/
Auch die Wikiangaben sind interessant.
http://de.wikipedia.org/wiki/RadioMuseum_Köln

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