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10.09.2011
Wir sollten uns freuen, dass wir das alles mitbekommen haben. (Wolfgang Back)

Heute wird so viel Unsinn über das Internet geredet, so dass wir in der Mehrheit diesen Unsinn erkennen können. Denn mittlerweile bezeichnen sich so viele Dummschwätzer mit dem Prädikat "Internetexperte". Vor allem kann man dies auch beobachten, wenn die ÖR Sender die Funkausstellung oder die CeBit dazwischenhaben. Ich habe da schon so viel Mist gehört, dass ich mich zurückhalten musste, um einen Rosenkrieg anzuzetteln. Nicht nur die ARD ist arm an Wissen, beim ZDF wird alles noch in höheren Tönen verkündet. Wenn die Moma Surfer unterwegs waren, denke ich darüber nach, wie die an die URL's kommen. Zum Teil ist dies wirklich kalter Kaffee und dient in keinem Fall dem Internetgedanken.
Wir wissen noch, wie die Welt vor dem Internet ausgesehen hat. Die Beschäftigung mit Btx hat uns zwar Perspektiven gezeigt; doch so recht wollte niemand daran teilnehmen. Dabei waren schon wirklich viele Ideen mit dem Bildschirmtext in die elektronische Kommunikation eingeflossen. Man konnte auch schon "Emails" versenden; doch der gravierende Unterschied lag damals darin, dass man 10 Pfennige pro Mail bezahlen musste. Heute wäre so etwas ein perfekter SPAM-Filter.
Doch wie war das in den Jahren 1990 bis 1994? Langsam begrabbelte sich das Internet, als 1992 in CERN das www installiert wurde. Jetzt kamen von links und von rechts Leute, die sich auf diese Schiene aufklemmten.
Noch immer sprach man in Rätseln, wenn man von einer URL sprach. Und andere Spezialitäten waren verfügbar; doch ein Spezialwissen gehörte dazu. Man konnte jetzt mit dem  Internet selbst nach solchen Dingen suchen. Doch der Name Google war noch völlig unbekannt. Meine erste Suchmaschine nannte sich "Altavista" - und sie kam mir wirklich sehr schlau vor. Man gab irgendwelche Begriffe ein und ließ den Rechner suchen. Was dort ausgespuckt wurde, war geradezu revolutionär. Man bekaam Informationen aus Ländern und Sachgebieten, von denen man vorher nie etwas wissen wollte.
Diese Suchmaschinen haben sehr wahrscheinlich dazu beigetragen, dass wir unsere Welt besser begreifen können. Noch nie hatte der Mensch ein solches Instrument zur Verfügung, das ihm jeden Gang zu einer Bibliothek ersparte. Plötzlich war man Herr über das lexikalische Wissen dieser Welt. Ich rede da von einer Zeit lange vor Wikipedia. Um es an dieser Stelle einmal zu Worte zu bringen: ich finde3 die Wikipedia und die Leistungen, die dahinter stecken, als eine der größten menschlichen Leistungen. Hier wurde das Wissen der Welt gespiegelt und ständig aktuell gehalten. Auch wenn es einige Leute gibt, die immer und immer wieder vor dem Wahrheitsgehalt der Wikipedia warnen. Die Wikipedia hat dem ehrwürdigen Brockhaus ihren Garaus gemacht. Es gibt die Ausgabenw nicht mehr, da sie schon bei Bezug veraltet waren.
Natürlich versucht Brockhaus in der verbliebenen Onlineausgabe dem Wikipedia Gedanken Einhalt zu gebieten. Wahrscheinlich wird es nicht ganz gelingen.
Noch einmal zurück zu den Jahren 1990 bis 1994. Der Westdeutsche Rundfunk ist natürlich eine Anstalt, die die technischen Flöhe husten hörte. Manchmal mussten auch wir die Zügel anziehen, damit etwas passierte.

Der WDR hatte damals in diesen frühen Internetjahren
einiges getan. Es gab immerhin einen Zugang zum Internet, wenn man dazu technisch in der Lage war. Das war schon eine Menge, die vorausgesetzt wurde. Denn wer hatte damals so früh ein Modem und dann noch eins, das so komisch auflöste: 2400 Baud Download und 75 Baud Upload. Das kam alles schon sehr komisch rüber. Doch zum Glück stattete uns die befreundete Szene damit aus.
In diesen frühen Jahren war das Internet gar nicht sooo schön. Es gab noch keine Videos und die Soundfiles waren raar.
Doch wir Techniker wussten alle, dass da etwas passiert, was noch lange nicht zu Ende ist.

Und ganz zum Schluß: Woher weiß ich jetzt, dass der FC Köln erst morgen 15:30 antritt? Eigentlich ist mir das ja "Scheiß egal" - doch es wird morgen meine abendliche Kneipe bestimmen. Wenn die schlecht spielen und verlieren werde ich Kneipe B ansteuern.

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