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23.12.2011
Was hat dieses Weihnachtsfest nur an sich? (Wolfgang Back)

Mit dem Alter steigt die Skepsis an allen vorgegebenen Ereignissen. Manchmal frage ich mich, was ich mit dem Inhalt eines Feiertages zu tun habe. Vor allem solche Feiertage wie Christi Himmelfahrt oder Allerseelen konnte mich nie überzeugen.  Doch das Weihnachtsfest war früher ein starker Antrieb, an dem 23. Dezember spätestens das Elternhaus aufzusuchen; gleichgültig, wo man gerade war.

Der 23. Dezember war der Geburtstag meiner Mutter und er wurde immer sehr hoch in der Familie angesiedelt. Eigentlich war die Geburtstagsfeier ein Einstieg in das Weihnachtsfest.

Viele Verwandte reden heute noch davon, wie perfekt meine Mutter und mein Vater die Petersburger Schlittenfahrt vierhändig auf dem Klavier intonierten. Mir blieb lediglich das Klingeln mit einer Schelle. Mehr habe ich nie zustande gekriegt.

Manchmal verfluche ich meine Abneigung gegen alle christlichen Feiertage, mit denen ich gar nichts anfangen kann. Manchmal möchte ich auch so sein, wie viele andere Mitbürger. Manchmal möchte ich mir auch Geschenkideen ausknobeln; doch seit Jahren weiss jeder in der Familie, dass ich keine Geschenke verpacke.
Mir ist es viel angenehmer, wenn ich während des Jahres feststelle, dass innerhalb der Verwandtschaft ein Problem entsteht, das ich evtl. durch eine direkte Hilfe lösen kann.

Doch warum hat das Weihnachtsfest eine solche Spitzenposition in unserer Gesellschaft eingenommen. Ich glaube nicht, dass es die etwas wirre Weihnachtsgeschichte ist, die uns immer erzählt wird.

Ich lebe auch von der Erinnerung, wie wir nachmittags
in den alten Weinberg gingen, wo der Feldsalat wild wuchs und phantastisch gewachsen war. Oft sammelte ich dort 400 Gramm ab, die später alle Speisen ergänzten.
Dieser Feldsalat, selbstgemachter Kartoffelsalat und Siedewürstchen waren das Highlight des sogenannten "Heiligen Abends". Damit lagen wir unbewusst auf der Bundesschiene, die davon berichtet, dass genau solche Speisen favorisiert sind.

Mittlerweile sind Vater und Mutter nicht mehr da und damit ist auch der Geburtstag meiner Mutter eingestellt und die Verwandtschaft verschob ihren Weihnachtsmittelpunkt. Leider werden die neuen Kommunikationsmöglichkeiten nicht konsequent genutzt. Wir könnten zumindest in einer Skype Verbindung zusammenkommen und alle Wünsche austauschen. Doch auf diese Idee komme nur ich und erhalte keine positiven Rückmeldungen.


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