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23.02.2012
Hoffentlich geht das gut (Wolfgang Back)

Seit ein paar Tagen höre ich bei WDR2 immer häufiger von der Idee, dass in diesem Jahr zwei Städte in NRW besonders durch Aktivitäten des Senders hervorgehoben werden. Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern und kleinere Städte bis 50.000 Einwohner werden bei der Auswahl bedacht.Jeweils eine Stadt in den beiden Gruppen wird mit besonderen Aktivitäten belohnt.
Doch nicht der Zufallsgenerator soll hier die Auswahl treffen. Man verlangt schon besondere Aktivitäten der Bewohner, so dass mehrere Abstimmverfahren parallel gefahren werden.
Zum einen kann man im Internet abstimmen. Jeder Klick für eine Stadt zählt.
Man kann mit Unterschriften seine Wahl bezeugen.
Man kann in den NRW Lottoannahmestellen seine Unterschrift leisten.

Die Idee, Städte interaktiv gegeneinander antreten zu lassen und aus den Aktivitäten die Namenssuche zu generieren, macht sicherlich Spaß.
Doch hoffentlich geht alles gut.Ich habe mir das Wahlverfahren per Internet einmal angesehen. Ich erinnere an ähnliche Vorhaben, einen Sieger zu küren. Bei der Abstimmung zum Deutschen Podcastaward im Jahre 2007 ging alles noch recht harmlos über die Bühne. Offensichtlich zeigte das Ergebnis deutlich auf einen Gewinner. Der Computerclub2 bekam diesen Preis, weil unsere Zuhörer kräftig die Tastatur bemühten, um uns nach vorne zu bringen
Doch bereits im nächsten Jahr brach die Methode schon zusammen, weil sehr viel mehr Wissen über Internettechniken eingeflossen war. Es gab Pressure Groups, die durch Manipulation ihre Favoriten nach vorne bringen wollten. Damals gehörte zum Grundwissen dazu, dass man IP-Adressen auslesen kann und damit eine Zweitwahl per Click aussondern konnte. Doch IP-Adressen lassen sich leicht ändern. Man muss nur den Router neu starten. Und diese Methode hatte man perfekt durch Skripte in den Einsatz gebracht. Damals hatte Veranstalter einen Fehler eingebracht. Man konnte sehen, wie sich die Wahl veränderte. Damit wusste man auch, wieviele Clicks es bedurfte, um ganz nach vorne zu kommen.
Die Verantwortlichen des Deutschen Podcastclubs haben in letzter  Minute die Reißleine gezogen und haben sich von der Preisauslobung zurückgezogen.
Als ein Jahr später der European Podcastaward ausgeschrieben wurde, war man schon ein wenig schauer geworden. Das eigentlich faire Mittel, die Aktivitäten zu zeigen und zu benennen, wurde eingestellt. Da man Onlinewaqhlen ohne  Personifizierung nicht gerecht veranstalten kann, wurde nicht erwähnt, in welchem Masse die Clicks dazu führten, dass wir als Computerclub2 nunmehr den European Podcast Award verliehen bekamen. Die Online Clicks haben zwar auch in diesem Jahr 2008 auf uns gezeigt; doch man wollte mehr auf die Meinung der Jury hören, um ein Onlinedesaster zu vermeiden.

Die Onlineredaktion des WDR ist frohen Mutes, dass sie Manipulationen bei der Wahl der Stadt 2012 entdecken kann. Die Sache mit der wechselnden IP-Adresse scheint ausgeschlossen, denn ohne Wechsel kann ich durchaus ein zweites Mal wählen. Für automatische Skripte ist der Weg frei geschaltet.

Doch man hat auch hier gelernt. In den Bedingungen der Stimmverteilung ist kein Wort niedergeschrieben. Wenn es sich herausstellen sollte, dass die Internetabstimmung manipuliert wurde, so erfährt es kein Wähler, weil die Modalitäten vorab nicht erklärt sind.
Ich wünsche den Veranstaltern nur ehrliche Teilnehmer. Leider gibt es diese durch und durch ehrenhafte Menschen nicht. Wer Zwist säen kann, der tut es auch normalerweise.  

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