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| Überschrift (Wolfgang Back) |
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Es gibt keinen allgemein gültigen Erhaltungssatz, der besagt, dass in allen Prozessen die Summe der (Ruhe-)Massen der beteiligten Teilchen erhalten bleibt. Die Paarvernichtung, bei der ein Elektron und ein Positron vernichtet werden und zwei Photonen erzeugt werden, ist ein einfaches Gegenbeispiel.
Bei der Kernspaltung und bei der Kernfusion tritt der sogenannte Massendefekt auf, dass die anfängliche Summe der Kernmassen größer ist als die Summe der Massen der entstehenden Teilchen. Da sich an der Masse die Ruheenergie ablesen lässt, zeigt der Massendefekt, dass die entstehenden Teilchen in Ruhe weniger Energie als die anfänglichen Teilchen haben. Diese Energiedifferenz wird bei der Kernspaltung oder Kernfusion in Wärme und Strahlung umgewandelt, dabei ist die Energie erhalten, nicht aber die (Ruhe-)Masse. Ein solcher Massendefekt tritt auch bei jeder chemischen Reaktion unter Energieabgabe auf, bleibt aber aufgrund der viel kleineren Energieumsätze unwägbar klein.
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