ComputerClub 2
Sitemap Kontakt
  Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
Suche:   Wolfgang Back & Wolfgang Rudolph
  Startseite
  Neuigkeiten
  Historie
  Pressestimmen
  Redaktion
  Kontakt
  Sitemap
  Haftungsausschluss
  Impressum


NEUIGKEITENals RSS-Feed abonnieren

06.04.2012
Mal sehen, was das mit der Bild Zeitung gibt (Wolfgang Back)

Ich hatte ja schon einmal über die zwiespältige Aktion der Bild-Zeitung berichtet, die am 23. Juni 2012 starten soll oder sollte? Die Seite, die noch im Januar und Februar Auskunft über das geplante Projekt gab, ist nicht mehr zu erreichen.
http://www.axelspringer-mediapilot-de/dl/dl/424150/BILD_fuer_Alle_2012.pdf

Hier jedenfalls konnte man lesen, dass 41 Millionen Bildzeitungen an dem Tag des 60. Jubiläums der Bildzeitung kostenlos in jeden deutschen Briefkasten wandern sollen. Zweierlei stieß vielen Menschen auf: 1.) man versprach damit auch alle Werbeverweigerer zu erreichen, die sich mit Briefkastengravuren schützen wollen: "Bitte keine Werbung". Nun kann es sein, dass eine Zeitung als Postwurfsendung nicht unbedingt als Werbung vor Gericht angesehen wird. Doch wer ein Zusatzschild am Briefkasten befestigt mit der Warnung "auch keine Gratiszeitungen" dürfte sich präzise ausgedrückt haben.  Diese Formulierung dürfte genügen, um die Bildzeitung davon abzuhalten, ihren Müll in die Briefkästen werfen zu lassen. Natürlich muss jetzt der "Verweigerer" auch tätig werden, wenn er dennoch mit einer Bildzeitung beglückt wird. Juristisch scheint es so zu sein, dass jetzt eine Abmahnung wirksam wird, da der ausdrückliche Wunsch nicht erfüllt wurde. Doch dagegen könnten die Springerleute vielleicht noch Pulver verschießen. Man könnte evtl. in einer Aussage argumentieren, dass man diese Abneigung (trotz der Schilder??) nicht erwartet hat.
Wenn aber der "Verweigerer" auf Nummer sicher gegangen ist, dann dürfte vor allem dem Springer Verlag die Puste ausgehen in der Argumentation.
Einige Rechtsanwälte haben dieses Thema ja auch schon durchdekliniert.
Es bleibt noch eine Aufgabe übrig, die der "Verweigerer" tunlichst erfüllen sollte. Er muss im Vorfelde dem Springer Verlag melden, dass diese Aktion bei ihm nicht stattfinden kann. Wird dann gegen das persönliche Verbot verstoßen, dann könnte es für den Springer Verlag teuer werden. Jetzt kann man eine Abmahnung versenden und alle Kosten in der Abmahnung addieren. Das unfreie Zurücksenden der unerwünschten Zeitung dürfte schon viele Probleme beim Verlag erzeugen.
Nachdem die wichtigen Seiten beim Springer Verlag unerreichbar sind, haben sich auch die Protestschreiben geändert. Man kann nicht gegen eine Seite protestieren, wenn es diese gar nicht mehr gibt.
Ich wollte nämlich heute mein Missfallen für diese Aktion dem Springer Verlag melden und klickte die URL's an, die bisher aktiv waren. Doch offensichtlich hat man beim Springer Verlag Lunte gerochen und die Fallstricke entfernt.
Doch ich traue dem Braten nicht ganz. Es kann durchaus sein, dass die Aktion weiterhin geplant wird und man jetzt nur mit Schweigen das Experiment vorbereitet, um es dann nach Plan ablaufen zu lassen. Deshalb sollte jeder Verweigerer seinen Unmut kund tun.
Ich wunderte mich heute Abend, dass ich mein Fax überhaupt noch der alten Nummer übergeben konnte. ich dachte schon, dass der Faxanschluss auch schon dicht gemacht wurde.
Ich habe folgendes Fax (mit Unterschrift) abgesetzt.

Wolfgang Back
Wissenschaftsjournalist

50968 Köln

vorab mit Fax 030 2591 77603 Köln, 6. April 2012

Betr.: media impact, BILD Sonderausgabe 23.06.2012


Sehr geehrte Damen und Herren

Unter der Internetadresse
http://www.axelspringer-mediapilot-de/dl/dl/424150/BILD fuer Alle 2012.pdf
kündigten Sie Ihren Werbekunden an, am 23.06.2012 die von Ihnen verlegte BILD-Zeitung kostenlos in einer Sonderausgabe an alle Haushalte in Deutschland zu verschenken. Betroffen seien 41 Millionen Haushalte. Der Hinweis, dass der Kunde damit auch die „Werbeverweigerer“ erreicht, empfinde ich schon als eine nahezu strafbare Erpressung.

Die obige URL ist nicht mehr erreichbar. Auch eine kurze Recherche bei http://www.axelspringer.de führte zu keinen Auskünften bezüglich der Jubiläumsbild. Sollte in der Zwischenzeit das Projekt eingestellt sein, so können Sie dieses Fax entsorgen.

Sollte jedoch das Projekt weiterhin am 23. Juni 2012 gestartet werden, so gelten die folgenden Aussagen:

Ich möchte die Bild-Zeitung nicht geschenkt bekommen; weder als Sonder-, noch als reguläre Ausgabe.

Ich untersage Ihnen daher die unerwünschte Zustellung der Zeitung ausdrücklich und fordere Sie daher auf, es zu unterlassen, mir an die obige Adresse (im Briefkopf )  am 23.06.2012 (oder an einem anderen Tag) ohne meine vorherige Einwilligung eine Ausgabe der Bild-Zeitung zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen zu lassen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen.

Mein Briefkasten ist mit einer Gravur „Bitte keine Werbung“ gekennzeichnet. Zusätzlich habe ich einen gedruckten Klebestreifen „auch keine Gratiszeitungen“  angebracht.


Mit freundlichen Grüßen


Wolfgang Back

Kaum hatte ich diesen Blog eingestellt, kam der erste Kommentar. Nobbi, danke dafür. Es gibt die alten Seiten noch. Sie wurden wunderschön archiviert.

http://www.kanzlei-hoenig.de/wp-content/uploads/2012/01/BILD_fuer_ALLE_2012.pdf

77 Kommentare
zurück zum Archiv

Druckversion Impressum Haftungsausschluss