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08.06.2012
Neues vom Urlaubsort (Wolfgang Back)

Irgendwie hat sich im CMS etwas verstellt, was ich nicht mehr zurück biegen kann. Die Schriftgröße dürfte so bei 3 Punkt oder gar 2 Punkt liegen und in dieser Größe kann niemand einen sinnvollen Text editieren. Somit schreibe ich den Text in Open Office und kopiere ihn später in das CMS über Cut und Paste. Denn die Ausgabe in der Homepage ist nachher wieder normal.
Ich bin ja nun schon zwanzig Jahre lang  im Sommer in der Schweiz und habe viele Höhen und Tiefen mitgemacht. Vor allem konnte ich von meiner Sichtposition auf der Terrasse  immer erkennen, wie die Besuchsstatistik aussieht. Von dieser Position kann ich alle nach Ascona einfahrende Fahrzeuge an den Nummernschildern identifizieren. So gut sind meine Augen immerhin noch , wenn es um die Ferne geht.
Jetzt sind wir schon im Juni angelangt und meine private Statistik sieht düstere Zahlen. Die deutschen Besucher für den Ort und für die Hotels sind so gut wie nicht den Weg nach Ascona gefunden. Natürlich sind einige Wohnungen besetzt; doch es ist kein Vergleich zu anderen Jahren. Die Übernachtungspreise und natürlich auch die Getränke- und Essenspreise sind vom Feisten. Eine Pizza ist kaum unter 25 Franken zu bekommen, ein offener Wein kann die 15 Franken Schwelle schnell überschreiten.. Preiswerte Möglichkeiten, wo man sich mal schnell eine Fritte mit Majo reinziehen könnte, gibt es so gut wie gar nicht.

Für die Residenten mit eigener Wohnung, wie ich es vorfinde, ist es noch verträglich, da die immensen Übernachtungskosten nicht hinzukommen. Doch im Vorfelde ist da auch schon einiges zu entlöhnen. Eine Kontrolle in allen Wohnungen, die von deutschen Landsleuten bewohnt werden, brachte eine Aufdeckung von vielen nicht angemeldeten Betten innerhalb der Behausung, ob Wohnung oder Haus. Und jedes Bett wird nun einmal mit dieser 98 Franken teuren Kurtaxe belastet.
Auf der anderen Seite steht ganz einfach eine bessere Infrastruktur, die bei uns zu Hause nahezu vergessen wird. Wenn es da Blumenanlagen der Stadt gibt, dann werden diese auch gepflegt und gegossen und von Gärtnern gepflegt.

Unter meinem Balkon verläuft ein öffentlicher Gehweg hinab nach Ascona. Da erscheint jede Woche ein lärmender Rasentrimmer, der anschließend mit seinem Laubbläser weitermacht. Immerhin, der Weg wird gepflegt. Die Station, die sich nahe an unserem Haus befindet und Hundetüten vorhält, um das Nötige wegzupacken, wird kontrolliert und ist immer voll gepackt.

Die große Zeit kommt noch, wenn Nordrhein Westfalen in die Ferien geht. Ascona war einmal eine Hochburg für Leute aus diesem Bundesland. Viele bekannte Namen aus NRW sind hier verwurzelt.
Ein zweites statistisches Signal liefert mir der Besuch im Supermarkt. Ich schaue da nicht nur auf die Sonderangebote, sondern checke auch die Nummernschilder auf den Parkplätzen. Im Moment sieht es da ganz erbärmlich aus, was deutsche Touristen da veranstalten. Hier einer, in der Mitte des Riesenparkplatzes einer und hinten noch einer. Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo der Parkplatz nahezu in Deutscher Hand war.
In den nächsten Jahren wird die Schweiz noch schärfere Gesetze umsetzen. Dass Deutsche nur 1 Wohnung kaufen dürfen, wird dann vorbei sein. Nur noch 20 % Ausländer wollen die Gemeinden dulden, so dass man dann vorweisen muss, dass man Schweizer Bürger mit 1. Wohnsitz Schweiz ist.
Klar, man will die vielen heruntergelassenen Jalousien im Stadtbild nicht mehr dulden. Das ist ähnlich wie in den französischen Alpen, wo tausende Wohnungen einmal im Jahr für 1 Woche die Jalousien hochziehen.

Doch man vernimmt auch deutlich in der Intelligenzzeitung Blick, dass die Schweiz unter der Last der Eurostützung jetzt wieder 64 Milliarden Franken zur Stützung des Kurses eingebracht werden musste. Das Gejammere wird lauter und wird bald bildzeitungsmäßig in den Medien diskutiert werden.

Doch wenn die Stützung aufhören sollte, dann beginnt für die Schweiz eine schwere Zeit. Wenn der Kurs dann steigt, was als selbstverständlich gilt, dann werden die Probleme in der Schweiz extrem problematisch. Dann sitzt man dort mit einem Riesenkurs und kann kaum noch Geschäfte mit anderen machen. All dies ist ein zweischneidiges Schwert, das hoffentlich professionell gelöst wird.

Für die Schweiz wird es trotz des guten Währungskurses dann heißen: Zurückrudern. Die Mieten sind sehr hoch, die Zusatzkosten können sehr hoch sein, die Lebenskosten sind sehr hoch. Man hat es geschafft, den Mindestlohn weit über die 4000 Franken zu fixieren.
Damit sind Dienstleistungen , wenn man sie ganz unten ansiedelt, immer noch für unsere Augen sehr hoch. So wird man keine Putzfrau finden, die weniger als 25 Franken per Stunde verlangt.
Es bleibt ungewiss, wo sich unsere komplizierte EURO- und EU- Welt hinbewegt.


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