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01.09.2012
Jetzt kann es wieder normaler werden. (Wolfgang Back)

In den letzten Wochen ging es turbulent zu.Nach einigen Jahren des Stillstands in der Renovierung der Wohnung war wieder einiges angesagt. Wir kamen auf die Idee, den Teppichboden mit Parkett zu ersetzen. Früher wäre dies eigentlich meine Sache gewesen, denn im Verlegen von Parkett und Laminat hatte ich mir einige Erfahrungen angeeignet.
Immerhin habe ich noch vor 15 Jahren 2 Appartments komplett mit Laminat ausgelegt. Die 80 qm hatte ich immerhin in ca. 1 Woche gelegt. Doch ich erinnerte mich an die Auswirkungen der ungewohnten Arbeit. Viele glauben zu wissen, was Muskelkater ist. Ich weiß es bestimmt besser, denn das Bücken und Aufstehen und Bücken und Aufstehen trainierten völlig unbekannte Muskulaturen. Im Anschluß an diese Arbeit war ich für 2 Tage nicht mehr in der Lage, Treppen zu gehen oder ungewöhnliche Bewegungen auszuführen.

Da es diesmal bei der Renovierung wieder um ca. 80 qm Parkett ging, war der Selbstverlegegedanke schnell verworfen. Doch es blieb noch genügend Beschäftigung übrig. 15 Jahre ohne Herausforderungen vollbrachten in meiner ungeübten Muskulatur einen GAU.

Wenn ich jetzt zu Boden gehen musste, um evtl. etwas aufzuheben oder eine tiefe Steckdose auszubauen, dann war die Erhebung des Körpers in die Normalposition von Problemen begleitet, um dies einmal fein auszudrücken. Wo sind meine Hebermuskeln nur geblieben?
Am Anfang achtete ich genau darauf, womein "Niedergang" stattfand. War da eine Heizung oder ein erhabenes Möbelstück in der Nähe, dann konnte man den Kniefall wagen. Man hatte ja Gegenpole zur Verfügung, an denen man sich hochziehen konnte. Gut ging das auch noch nicht - doch immerhin brauchte niemand mehr eine Hand entgegenzustrecken, um sich überhaupt erheben zu können.

Bevor man jedoch Parkett neu legen kann, muss man den alten Bodenbelag erst einmal entfernen. In unserem Fall waren das 80 qm Teppichboden. Ich spürte bei den Diskussionen über unser Vorhaben, dass für die Entfernung des Bodens mein Name sehr prominent im Spiel war. Das hieß dann wieder bücken, schneiden, ziehen und einpacken. Alles Dinge, die nicht unbedingt mein Lebensgefühl ermunterten.

Das Schlafzimmer mit seinen 20 qm Fläche war rückblickend noch ein leichtes Unterfangen, da sich der Teppichboden so benahm, wie man es erwarten konnte. Doch im Wohnzimmer war es dann unerwartet viel problematischer. Obwohl wir alle Bodenbeläge von einem Handwerker bezogen, gab es hier auf ca. 25 qm den Horror, den GAU des Teppichentfernens. Hier hatte wohl noch jemand mit einem alten Zweikomponentenkleber gearbeitet, der sich nicht mehr reißen ließ und Millimeter für Millimeter anders bearbeitet werden musste.

Nachdem hier nichts mit einem Teppichmesser auszurichten war, begann ich das Internet zu befragen. Um an des Pudels Kern zu gelangen, war es kein weiter Weg.
Alleine der Suchbegriff "Teppichboden entfernen" gab jede Menge an Treffern zurück. Selbst Youtube meldete sich mit einigen Videos, die genau die Probleme aufzeigten. Letztendlich stellte sich heraus, dass ich einen "Stripper" brauche, der hartnäckige Untergründe eines Teppichbodens angehen kann.

In einem Video wurde erwähnt, dass man sich einen "Stripper" beim nächsten Baumarkt mieten kann. Mein Suchbegriff war damit klar:

"Stripper mieten". Doch da staunte ich nicht schlecht, was die Suche auslöste. Es gab jetzt mehrere Seiten, mit mietbaren Strippern. Das billigste Angebot war 49,90 für eine Stunde strippen; was mir hängenblieb war ein Angebot über 170.- Euro, bei dem jedoch die Anfahrt bis 50 km inklusive war. Ob diese Stripper allerdings einen Stripper bedienen können, ist zweifelhaft.

Beim Leihen eines Strippers wurde ich dann erfolgreich bei meinem nächsten Baumarkt bedient. Offenbar ist es nicht selbstverständlich, dass ein Stripper immer im Mietpark ist.

Der gemietete Stripper hat die Hoffnungen nicht erfüllen können. Es blieb Knochenarbeit bei einem Arbeitsgeräusch von über 100 dcB. Es war kein Luxus, dass man einen Hörschutz schon freiwillig mit dem Stripper lieferte.

Dropje für Dropje war die Arbeitsleistung des Strippers. Die geplanten Zeiten für die Teppichbodenentfernung mussten um 2 Tage nach vorne verschoben werden.

Wollte mich nur mal melden - es gibt mich also noch. Ich könnte diese Reportage noch fortführen, denn es gibt noch viel zu berichten, was mich in den letzten Wochen etwas vom CCZwei entfernte.



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