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23.07.2013
Alles, alles geht vorbei - auch ein langer Urlaub (Wolfgang Back)

Offensichtlich reagiere ich doch noch ganz normal. Wenn man etwas Schönes erlebt, dann möchte man diese Erlebnisse immer wieder neu erleben. Wenn dann eigentlich nichts entgegensteht, dann beginnt schon bald die neue Planung - die sich dann meistens auf ein längeres Ziel bezieht. Im nächsten Jahr sollen es 3 Monate werden, die man leicht in der Schweiz verbringen kann, ohne dass dort Langeweile aufkommt.
Der Ort ASCONA hat eine lange Geschichte und diese eigenartige Geschichte ist tief in die Welt eingedrungen. Noch heute wabert ein Flair über allen Orten neuer Tourismusangebote. Der historische Monte Verita, der Berg der Wahrheit thront noch heute ganz oben und er lässt seine Spuren spüren. Irgendwie ist ein Besuch auf dem "Berg" ein Schritt in die Vergangenheit. Damals, um das Jahr 1900 herum, begann man mit einer Bergkolonie, die eigentlich völlig ungeordnet einen chaotischen Umgang der dort versammelten Menschen erlaubte. Dieses Chaos griff um sich und es tummelten sich immer mehr sonderbare Geister mit sonderbaren Lebensweisheiten in der Gesllschaft rund um den Monte Verita.
Wer wollte, der konnte tief in die Poesie abtauchen und dort kreative Mitdenker finden. Wer es wollte, der konnte sich tänzerisch bewegen und seinen Lebensausdruck darstellen. Auch musikalische Genugtuung konnte man finden, denn es wimmelte in der Kolonie des Wahrheitsberges voller neuer Ideen von verrückten und besessenen Zeitgenossen.

Der Ruf des Monte Verita vermochte nicht nur Sonderlinge zu aktivieren - auch geschichtlich bekannte Personen besuchten kur vor ihrer Russischen Revolution den Berg der Wahrheit. Der nachfolgend als Genosse Lenin in Russland die  Revolution voranbrachte und sein Helfer Trotzky verbrachten einige Zeit auf dem Berg - es war nicht ihr "schrecklichtes" Erlebnis, denn es wurde bekannt, dass die revolutionäre russische Truppe eine üppige Weinrechnung zu begleichen hatte.
Es ist kaum zu glauben, wie sich damals die Fronten trennten. In Russland, eigentlich in ganz Europa herrschten schreckliche Kriegsaktivitäten und im Tessin hieß der Befehl: "Alle Tassen hoch!"
Auch im Zweiten Weltkrieg blieb das "menschliche Elend" vor den Grenzen der Schweiz hängen. Irgendwie waren alle Anrainerstaaten von den verblendeten deutschen Soldaten besetzt und sie gehorchten einem Wahnsinnigen. Doch wer auf dem Monte Verita während des Krieges Unterschlupf fand, der war dem Paradies nicht weit entronnen. Es gab Obst im Überfluß und gar Wein in Hülle und Fülle. Selbst das Wasser und die Gerste und der Hopfen, die für ein Gelingen benötigt wurden, konnte herangebracht werden. Manche Stimmen schwärmten sogar von dem guten Bier, das man in den Kriegszeiten zu brauen verstand.
Ein klein wenig von dieser Philosophie ist noch übrig geblieben. Das Leben auf dem Berg ist auch heute noch anders geprägt. Da macht es eben nichts aus, dass eine Original Niki de Phalle Figur im Garten steht oder dass man munkelt, dass in diesem Haus 33 Original Picassos zu finden sind.
All dies sind Gerüchte und niemand kann die Hand dafür ins Feuer halten. Das ist auf jeden Fall auch gut so.


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