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18.08.2013
Eigentlich interessierte mich das gar nicht mehr (Wolfgang Back)

Es gab einmal eine Zeit, in der ich sehr leichtsinnig alte Technik weggeworfen habe, die keinen Funksensor ihr eigen nannte. Offensichtlich rächt sich das nun. Denn ein Sensor oder Aktor aus meinem Homematic Arsenal scheint sich mit meiner Computermaus einen internen Kampf liefern. Dabei gewinnt meistens die Homematic-Komponente, denn meine Maus wird gekickt. Ausschalten - Einschalten und vielleicht geht es wieder ... bis sich wieder eine Kollission einstellt. Ausschalten - Einschalten und vielleicht geht es wieder.... Doch mir geht das ziemlich auf die Nerven und ich hätte den Streit der Komponenten gerne in einen Frieden gelenkt.
Doch jegliche Vorstellung, wer denn der Übeltäter sein könnte, ist zunächst einmal nicht zuzuordnen.
Der praktische Weg zur Aushilfe kann nicht der richtige Weg sein. Ich kramte in meiner linken Schublade und fand dort noch eine Funkmaus inkl. Adapter. Diese Minimaus von Hama ist zwar lange nicht so bequem wie die Original Samsung Maus: doch sie hat einen unbestechlichen Vorteil: sie funktioniert.
Sind wir dabei unsere Umwelt zu überstrapazieren, was Funkanwendungen angeht? Haben wir zu viel Geräte auf den drahtlosen Trip geschickt? Haben wir vielleicht zu wenige frei Frequenzen für unsere Elektronik im Hausbereich?
Ich habe eben einmal nachgesehen und war völlig baff: Mit meinen  Elementen für die Hausautomation funke ich mittlerweile auf 54 Kanälen. Dieses macht natürlich einen dichten Vorhang im Bereich der 836 MHz aus. Der Bequemlichkeitsfaktor, dass man Sensoren und Aktoren weitgehend über Batterien laufen lassen kann, die sogar 2 oder 3 Jahre halten sollen, wird natürlich mit dem Nachteil der überschaubaren Wolke der Sendeaktoren und Sendesensoren überdeckt.
Die Wahl des Sendeprotokolls BidCos ist dabei noch ein Glücksfall. Während manche Steuersignale einfach einen Signalbefehl in die Luft pusten und darauf hoffen, dass ein Aktor den Befehl auch ausführt, ist das BidCos Verfahren etwas intelligenter. Es wartet immerhin auf die Bestätigung des angewählten Gerätes. Damit kann man einigermaßen sicher sein, dass der gegebene Befehl auch abgesetzt und angekommen ist.
Jetzt ist erstmals passiert, was ich schon lange erwartet habe. Die freien Kanäle werden intensiv genutzt, um die vielen Anwendungen zu bedienen. Doch es gibt nicht so viele freie Kanäle, die man ohne Anmeldung und ohne Zahlung einer Nutzungsgebühr betreiben kann. Man wird sich zusammensetzen müssen, um die Frequenzen gerecht zu verteilen.
Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass wir doch wieder das eine oder andere Kabel aus der Schublade holen müssen. Eigentlich schade.
Doch es liegt auch an der Entwicklung der Weltbevölkerung. Als ich 16 oder 17 Jahre alt war, da sprach man von 2,5 Milliarden Menschen Weltbevölkerung. Jetzt nehmen wir eher das Wort 8 Milliarden in den Mund. Und schon bald sollen es 10 Milliarden Menschen auf der Erde sein. Wenn alle auf ihre 54 Funkkanäle pochen werden, dann wird die gesamte drahtlose Kommunikation zusammenbrechen.


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