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15.01.2014
Es ist schwer, wenn man allen alles Recht machen will (Wolfgang Back)

Ich erlebe gerade, wie man mit vermeintlich guten Taten sich komplett verhaspeln kann. Wahrscheinlich wurde das Problem der Treppenbeleuchtung in einem Mehrfamilienhaus schon öfter besprochen und es wurde angemerkt, dass der Stromverbrauch erkleckliche Kosten bringt, auf die man früher gar nicht geachtet hat. Es ist natürlich auch eine ziemliche Frechheit, wie man Privatleute für marode Industrien bluten lässt und wie sich die unmöglichsten Verbraucher unter den Schutz stellen können. Als ich hörte, dass selbst Golfplätze zu den Betrieben gehören, denen die Energieentnahme subventioniert wird, verlor ich den Glauben an die Gerechtigkeit. Die EEG Verordnung macht alles möglich.
 Aber zurück zu unserem Hausflurproblem. Für die Eigentümer wurde es klar, als ich einmal aufrechnete, wieviel Energie gebraucht wird,um unser Treppenhaus zu beleuchten. Die Planung für unser Haus stammt aus dem Jahre 1970 und die Ausführung wurde nach damaliger Weise realisiert. An Stromverbrauch dachte lange Zeit niemand; erst die heutigen Rechnungen der EVU's machen die Augen auf.
 Unsere Installation ist nicht übertrieben überdimensioniert; zumal wir auch ein sehr großzügiges Treppenhaus unterhalten. Ein schnelles Überfliegen der sogenannten Brennstellen ergab einen Energieaufwand von 14 Brennstellen, die jeweils mit einer 40 Watt Glühbirne ausgestattet sind. Dieses macht immerhin schon 560 Watt Anschlußleistung. Ein gutes halbes Kilowatt.
 Wenn man hochrechnet und die Anzahl der Einschaltungen pro Tag mit ca. 100 annnimmt, dann sind dies 560 Watt mal 5 Minuten Zyklusdauer. Schnell zu rechnen: 2800 W / Tag. Also 2,8 * 27,2 Cent und damit ergäben sich Energiekosten von 76,16 C pro Tag; aufs Jahr bezogen immerhin 277,984 €. Wenn eine solche Summe in der Abrechnung erscheint, dann heisst es sofort, dass man dagegen etwas unternehmen muss.
  Mein Vorschlag bestand nun darin, die Glaslampen an der Decke mit neuen LED Lampen auszurüsten. Ich dachte dabei an die allerneuesten Produkte, die mit ihren 7 Watt eine deutliche Energieersparnis bringen würden. Diese Leuchtmittel kosten im Moment tatsächlich noch 18 Euro, haben jedoch einen Vorteil: sie sind mit einem HF Bewegungsmelder ausgestattet, der automatisch auf 20% dimmt, wenn man an dem Sensor vorbeigegangen ist. Diese HF Sensoren durchdringen auch Glas, Im Gegensatz zu den PIR Elementen, die nur Temperaturunterschiede unterscheiden können. Ich habe mir 2 dieser Leuchtmittel besorgt und die versprochenen Funktionen überprüft. Eigentlich genial, wenn ich be3denke, dass ich evtl. die Elektronik entwickeln und realisieren müsste.
  Doch meine ersten Erfahrungen mit diesen neuen Ideen stießen auf keinen guten Boden. "Das will ich aber nicht, dass ich in ein dunkles Treppenhaus treten muss und nicht sehe, ob da eventuell ein Einbrecher im Haus ist."
 Gegen solche Argumente ist man dann machtlos und wir werden uns weiterhin 76,16 Cent pro Tag für die Flurbeleuchtung leisten müssen; es sei denn, dass ich noch unsere Hausanlage unter die EEG Umlage schmuggeln kann. Die Aussichten dafür stehen nicht sehr gut. Ich komme zu spät, die Töpfe haben Andere bereits geleert.
 

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