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27.10.2014
Der Verlust des „Wie“. (Wolfgang Rudolph)

Da steh ich nun, ich armer Tor
und bin so klug als wie zuvor!                                (Johann Wolfgang von Goethe)

Meines Wissens ist dies der einzige deutsche Satz in dem als wie legitim verwendet wird. Dennoch finde ich immer wieder solche Konstrukte und kann es kaum flüssig lesen.
Noch viel mehr, weil öfter, habe ich massive Probleme mit dem falschem Gebrauch von wie und als. Jeden Tag höre und lese ich, selbst in renommierten Magazinen, dass das wie durch ein als ersetzt wird. In den letzten Jahren wurde diese als-wie Ignoranz immer häufiger. Selbst Die Zwangsgebührensender scheinen auf gutes Deutsch keinen Wert mehr zu legen. Von den XXX.Online Publikationen ganz zu schweigen. Dabei ist es doch so einfach.
Bei Gleichheit sagt man wie,
bei Ungleichheit als.

Oder korrekt ausgedrückt: Der Vergleichspartikel wie steht nach dem Positiv, als hingegen nach dem Komparativ.
Zum Beispiel: „Mir geht es genauso wie dir aber du bist besser dran als ich“

Es ist schon klar, dass man im Laufe seines Lebens Sprachgewohnheiten seiner Umwelt annimmt, aber die offiziellen Nachrichtenverbreiter sollten doch solche einfachen Regeln kennen und sich ihrer Verantwortung in ihrem Tun bewusst sein. Wenn wir täglich mit dem falschem Gebrauch von als zugelabert werden dann kommt genau das dabei heraus was wir heute haben.

Ich hoffe sie sehen es genauso wie ich, sonst haben wir bald eine wunderschöne Möglichkeit des redundanten Differenzierens und der scharfsinnigen und präzisen Beschreibung von Dingen und Situationen weniger.

Fehler machen wir alle und die Toleranz darüber hinwegzusehen ist ein wichtiges Element in unserem Zusammenleben aber unsere Mentoren sollten ihr Handwerkszeug beherrschen – wir müssen sie schließlich dafür bezahlen.

Mit den besten Grüßen aus dem Nörgelland

Wolfgang Rudolph


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