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15.10.2007
Folge 72

Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.

Diesen Spruch kann man häufig hören, wenn man Thekengesprächen zuhört. Damit wird auch das Ansinnen des anderen Wolfgangs legitimiert.
Heute habe ich in einem Artikel in der Tageszeitung etwas gelesen, das ganz meiner Meinung entsprach. Die Überwachung der Computer per Fernzugriff kann nicht nach einem Muster durchgeführt werden. Was immer der Begriff "Forensische Software" zum Ausdruck bringt, es ist irreführend. Ich hoffe, dass ich den Artikel noch retten kann. Ein Professor rechnet damit, dass man einen Angriff individuell mit 12 Experten einen Monat lang vorbereiten muss.

Das wäre dann ja fast nicht machbar.

Wir behandselten in der Senung ein ähnlich gelagertes Thema, wo die Behörden ganz einfach überzogen haben. Man stellte fest, dass es in Asien eine Seite gab, die unverhohlen illegale Kinderpronographie anbot. Die Behörden jedoch versagten mit ihren Versuchen, diese Seite hier zu sperren. Also musste man die Spurensuche anders aufziehen. Da man auf dieser Seite nur mit Kreditkarte die gewünschten Bilder zahlen konnte, war es ausgemacht, dass man diese Kunden ausfindig machen muss.

22 Millionen Kreditkarten gibt es wohl. Mag sein, dass 3 davon auf dieser geheimen Seite waren und auch irgendwas gekauft haben. Macht Nach Adam Riese : 21.999.997 Karteninhaber haben nichts getan.



Aber was soll's? Sieben wir mal schnell die Sahara mit ihrem Sand durch. Und was hängenbleibt sind entweder Löwen oder garstige Pornographen. Rechtsanwalt Udo Vetter hat diese Aktion Mikado der Staatsanwaltschaft Halle kritisch begutachtet und mehr: es kann nicht ein Verdacht so abgehandelt werden, dass alle Inhaber von Kreditkarten zunächst einmal als schuldig anzusehen sind. Nur wenn sie keine Überweisungen auf die Asienseite unternommen haben, dann sind sie clean.
Sollte die Aktion noch nachträglich als rechtens erachtet werden, dann müssen die Ausgeber von Kreditkarten in Zukunft darauf verweisen, was alles passieren kann. Ob dann noch jeder mit so einer transparenten Karte herumläuft sei dahingestellt.


http://www.gulli.com/news/mikado-udo-vetter-gegen-die-2007-02-22/


Spracheingabe ist immer noch ein Sorgenkind

Das hatten wir auch noch nicht. Wir wollten ein Interview mit Prof. Manfred Pinkal führen. Doch wir erfuhren, dass er sich gerade zu unserem Studiotermin am Gardasee in Urlaub befand. Nun ist eigentlich der Urlaub eine Tabuzone; doch wir wurden von der Pressesprecherin der Uni Saarbrücken, der ich hiermit ein tolles Kompliment schicken möchte, ermuntert, das Telefonat zu führen. Frau Fiederike Meyer zu Tittingdorf hat ihre Professoren gut im Griff und ist damit äußerst erfolgreich.

Jedenfalls hatten wir ein sehr interessantes Gespräch mit Prof Pinkal. Die Spracherkennung interessiert uns auch schon lange. Eigentlich seit Beginn des Computerclubs. Am Anfang in den beginnenden 80er Jahre hatten wir noch so krumme Dinge, wie: will man eine Vokal "Affe" erkennen, dann musste man eine Platine mit 192 Vokabeln einstecken. Wollte man aber "Zander" erkennen, so war eine ganz andere Karte vonnöten. Das war natürlich keine Zukunftsaussicht. Und dennoch ist das Thema "Spracherkennung" heute noch nicht ausgestanden. Es gibt immer noch die alten Probleme: Wortschatz, Aussprache usw. Auch die Bedienung eines Computers per Sprache dauert in aller Regel länger, als wenn man Maus oder Cursortasten benutzt.




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